Unabhängigkeit vom Erdöl - Daten und Fakten
Die weltweite Abhängigkeit vom Erdöl ist gewaltig. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) ist Erdöl mit 42 Prozent am Endenergieverbrauch (2007) weltweit der wichtigste Energieträger. Schätzungen gehen davon aus, dass der Erdölbedarf in Zukunft jährlich etwa 1 Prozent ansteigt. Der größte Zuwachs stammt dabei aus dem Verkehrssektor. Ob die Förderung mit dem wachsenden Verbrauch mithalten kann ist fraglich. Der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zufolge ist das globale Maximum der Förderung spätestens 2020 erreicht. Andere Wissenschaftler schätzen, dass der Förderhöhepunkt (Peak Oil) bereits überschritten ist. Die BGR stellt in ihrem aktuellen Bericht „Energierohstoffe 2009“ fest: „Ausgehend vom gegenwärtigen Erschöpfungsgrad der Reserven wird konventionelles Erdöl in absehbarer Zeit nicht mehr im bisherigen Maße zur Verfügung stehen“. Danach müssen zunehmend „nicht-konventionelle Erdölquellen“ angezapft werden, wie Ölschiefer, Ölsande und Schwerstöl, die hohe Kosten und schwerwiegende Umweltprobleme mit sich bringen.
Einziger Ausweg ist eine konsequente Umstellung des Energiesektors: der effiziente Umgang mit Ressourcen, die Entwicklung von Biowerkstoffen, die Etablierung alternativer Antriebe wie Elektromobilität sowie der Ersatz von Erdöl durch Biokraftstoffe. Nur das Zusammenspiel dieser Maßnahmen kann die Abhängigkeit vom Erdöl spürbar reduzieren.
Das Hintergrundpapier zeigt mit aktuellen Daten und Fakten wieviel Unabhängigkeit vom Erdöl machbar ist.
