Neue Broschüre „Der volle Durchblick in Sachen Energiepflanzen“ entkräftet Vorurteile
Berlin, 3. August 2010. „Landwirtschaftliche Rohstoffe sind eine echte Alternative zu fossilen Energien,“ sagte Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, anlässlich der Vorstellung der neuen Broschüre „Der volle Durchblick in Sachen Energiepflanzen“ heute in Berlin. „Der Anbau von Energiepflanzen wie Mais, Raps und Co. ist aber auch Vorwürfen wie Flächenverbrauch, Preistreiberei oder Regenwaldzerstörung ausgesetzt. Viele dieser Vorurteile halten jedoch einer näheren Überprüfung nicht stand,“ stellt Mayer fest. Die neue Broschüre der Agentur für Erneuerbare Energien und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) nimmt Vorbehalte gegenüber Energiepflanzen auf und entkräftet sie mithilfe fundierter Daten und Fakten.
„Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe fördert Projekte, die neue Anbaumethoden und neue Pflanzenarten und -sorten erproben. Viele Ergebnisse zeigen schon jetzt, dass ein nachhaltiger Energiepflanzenanbau auch bei steigenden Biomasseanteilen möglich ist, ja sogar Chancen für mehr Vielfalt und Ökologie in der Landwirtschaft bereit hält. Es gilt, die vielversprechenden Ansätze weiter zu entwickeln und die Resultate möglichst schnell in die Praxis zu überführen,“ hielt Dr. Andreas Schütte, Geschäftsführer der FNR, fest.
Energiepflanzen und biogene Reststoffe können bis 2020 nach Potenzialabschätzungen der Bundesregierung bis zu 11 Prozent des deutschen Energieverbrauchs decken. Die Branchenverbände gehen von einem Anteil von 12 Prozent aus heimischen Rohstoffen aus – ohne die Versorgung mit Lebens- und Futtermitteln zu gefährden. Daneben werden schon heute rund 4 Millionen Tonnen nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Stärke oder Pflanzenöle in der chemischen Industrie, für Kosmetik oder Kunststoffe eingesetzt – Bereiche, in denen sonst Erdöl oder andere fossile Ressourcen zum Einsatz kämen.
Dass der Anbau von Energiepflanzen die Versorgung mit Lebensmitteln nicht beeinträchtigt, zeigt beispielsweise ein Blick auf die Nutzung von Ackerflächen und Grünland. Von den insgesamt knapp 17 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzflächen in Deutschland sind nur 10 Prozent von Energiepflanzen belegt – 60 Prozent hingegen von Futtermitteln für die Tierzucht. Bis 2020 können die Flächen für Bioenergie auf 3,7 Millionen Hektar ansteigen, ohne Gefahr für die Nahrungsmittelproduktion.
Weitere Informationen – beispielsweise wie Artenvielfalt durch Bioenergie gefördert werden kann – finden Sie in der Broschüre „Der volle Durchblick in Sachen Energiepflanzen“. Sie ist im Internet abrufbar oder kostenlos zu bestellen bei der Agentur für Erneuerbare Energien oder der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe.
Kontakt:
Undine Ziller
Pressereferentin
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