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1. Jeden Tag schaffen Erneuerbare Energien 80 neue Arbeitsplätze.


1. Jeden Tag schaffen Erneuerbare Energien 80 neue Arbeitsplätze.

Während andere Branchen Stellen abbauen, bringen die Unternehmen der Erneuerbaren Energien immer mehr Menschen in Lohn und Brot. Im letzten Jahr waren 280.000 Personen bei Anlagenherstellern, Betreibern, Projektierern und Zulieferbetrieben beschäftigt. Das sind 30.000 mehr als im Vorjahr. In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl der Arbeitsplätze vervierfacht.

Quellen und Links:

www.erneuerbare-karriere.de


2. Erneuerbare Energien machen unabhängig...

2. Erneuerbare Energien machen unabhängig...

… von steigenden Heizkosten: Schon nach wenigen Jahren spart eine neue Holzheizung, Wärmepumpe oder Solaranlage bares Geld.

… von Energieimporten: Jeden Monat werden allein in Deutschland 10 Millionen Tonnen Erdöl in Fahrzeugen, Heizungen und der chemischen Industrie eingesetzt – diese Menge wird fast vollständig importiert. Auch bei Erdgas, Stein­kohle und Uran ist Deutschland über­wiegend auf Einfuhren angewiesen. Die dafür anfallenden Importkosten beliefen sich im letzten Jahr auf etwa 80 Milliarden Euro. Erneuerbare Energien haben zur gleichen Zeit Energie­importe von mindestens 7 Milliarden Euro eingespart.

Quellen und Links:

Vergleich von Investitions- und Brennstoffkosten von Holzpellet-, Solar- und Erwärmeheizungen mit einer Erdölheizung

Bundesumweltministerium: Vermiedene fossile Energieimporte und externe Kosten durch die Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2008

3. Deutschland ist Exportweltmeister – auch bei den Erneuerbaren.


3. Deutschland ist Exportweltmeister – auch bei den Erneuerbaren.

Deutsche Anlagentechnik kommt in der ganzen Welt zum Einsatz. Insgesamt bescherte das Auslandsgeschäft der Branche im Jahr 2008 Einnahmen von etwa 12 Milliarden Euro. Wind- und Wasserkraftindustrie sind die führenden Sparten beim Export. Mehr als 80 Prozent der hierzulande produzierten Anlagen gehen ins Ausland.

Die Technik „Made in Germany“ ist gefragt – und das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben. Weltweit haben sich mehr als 70 Staaten und Regionen politische Ziele für den Ausbau Erneuerbarer Energien gesetzt. Allein im letzten Jahr wurden weltweit etwa 120 Milliarden US-Dollar in Erneuerbare-Energien-Projekte investiert. Projekte, von denen auch der Standort Deutschland profitiert.

Quellen und Links:

United Nations Environmental Programm: Global Trends in Sustainable Energy Investment 2009

REN21


4. Erneuerbare Energien sind beliebter als Fußball.


4. Erneuerbare Energien sind beliebter als Fußball.

Beim Fußball scheiden sich bekanntlich die Geister. Während ein Drittel der Bevölkerung das Geschehen auf dem Rasen mit großem Interesse verfolgt, lässt sich ein weiteres Drittel überhaupt nicht davon begeistern.

Bei der Förderung Erneuerbarer Energien herrscht dagegen große Einigkeit. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes forsa halten 97 Prozent der Befragten die Nutzung und den Ausbau Erneuerbarer Energien für wichtig oder sehr wichtig. Der gleichen Umfrage zufolge wollen drei Viertel der Bevölkerung, dass der Strom ihres Anbieters aus Erneuerbaren Energien stammt. Dieser Wunsch geht quer durch alle politischen Lager. Im Vergleich dazu stehen Kernkraftwerke deutlich weniger in der Gunst der Bevölkerung. Laut einer Online-Abstimmung des Informationskreises Kernenergie wollen etwa 80 Prozent der Befragten am Atomausstieg festhalten. Ein klares Ergebnis – 1 : 0 für Erneuerbare Energien.

Quellen und Links: 

Forsa Umfrage: Bevölkerung wünscht mehr Erneuerbare Energien

Allensbach-Institut: Wie sehr interessieren Sie sich für die Sportart Fußball?

Informationskreis Kernenergie: Meinungsbarometer Atomausstieg


5. Erneuerbare Energien sind für alle da.


5. Erneuerbare Energien sind für alle da.

Mit Erneuerbaren Energien kann jeder Bürger Kraftwerksbetreiber werden. An Bürgerwindparks beispielsweise kann sich jeder beteiligen – auch mit niedrigen Beträgen. Mit einer Solaranlage, einem Scheitholz- oder Holzpelletofen oder einer Erdwärmepumpe wird das eigene Haus zum Energieerzeuger. Ob Mietwohnung oder Eigenheim - jeder kann schnell und einfach zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln. Nachbarn, Freunde und Familie werden so „Investoren“ in eine nachhaltige Energieversorgung vor Ort. Von der Errichtung neuer Anlagen profitiert dann auch die ganze Region.

Quellen und Links:

Bürgerkraftwerke - eine Kampagne von IPPNW, Eurosolar und DNR

Grüner Strom Label e.V.

Genossenschaft "Energie in Bürgerhand"


6. Erneuerbare Energien machen den Urlaub schöner.


6. Erneuerbare Energien machen den Urlaub schöner.

Erneuerbare Energien und Urlaub verbinden? Mit der Familie, unter Freunden oder allein – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und der Windpark, das Solarkraftwerk oder die Biogasanlage sehen nicht nur gut aus – sie produzieren klimafreundlich Energie und sorgen für gute Luft. Zum Entspannen und Durchatmen.

 

Für Sportliche:

Wer im Urlaub durch den Harz wandert, sollte einen Abstecher in das Städtchen Dardesheim nicht verpassen. In der „Stadt der Erneuerbaren Energien“ dreht sich alles um diese Technologien. Auf Schule und Feuerwehr sind Photovoltaik-Anlagen angebracht, eine Biogasanlage liefert rund um die Uhr Strom und Wärme. Wer den benachbarten Druiberg „besteigt“ findet hier 28 Windenergieanlagen. Sie liefern rechnerisch mehr Strom als das Städtchen in vierzig Jahren verbrauchen würde. Mit ein bisschen Glück ist das Vereins-Café im Fuß einer der größten Windenergieanlagen geöffnet und lädt nach dem Spaziergang zum Ausruhen ein.

www.energiepark-druiberg.de

Der Landkreis Harz soll bald mit einem virtuellen Kraftwerk rund um die Uhr mit erneuerbarem Strom aus Dardesheim versorgt werden.

www.regmodharz.de

 

Für Kulturfreunde:

Sommer in der Hauptstadt? Hier gibt es jede Menge zu sehen, rund um die Erneuerbaren Energien. In einem geführten Stadtrundgang können Sie das solare Regierungsviertel entdecken. Oder wie wäre es mit einer Rundfahrt auf dem Solarboot? Als Abschluss bietet sich ein Konzertbesuch in der ufaFabrik an. Seit den siebziger Jahren werden hier ökologische Energieerzeugung und Effizienz gelebt.

www.solarpolis.de

www.ufafabrik.de

 

Für Kinder:

„Leuchttour“ an Nord- und Ostsee: Die Leuchttour bietet eine Entdeckungsreise rund um Erneuerbare Energien und Klimaschutz. In einem mobilen Leuchtturm können Kinder von 5 bis 10 Jahren Wind- und Solarenergie, Wasserkraft, Bioenergie spielerisch entdecken. Von Juli bis Ende September 2009 macht die Leuchttour unter anderem in Dangast, Büsum, Warnemünde und Herten Station.

www.leuchttour.de


7. Von Feuerland nach Alaska - mit 1 Hektar Raps.

7. Von Feuerland nach Alaska - mit 1 Hektar Raps.

Biokraftstoffe machen mobil. Sie werden aus Energiepflanzen wie Mais oder Raps oder aus Reststoffen wie z.B. Altfett hergestellt. Mit dem Raps, der auf einer Fläche etwas größer als ein Fußballfeld wächst, kann man rund 23.000 Kilometer zurücklegen. Das entspricht in etwa der Strecke auf dem Panamerican Highway von Feuerland nach Alaska. Zusätzlich können auch die bei der Biokraftstoffproduktion anfallenden Nebenprodukte wie z.B. Stroh und Rapsschrot für die Energieversorgung oder als Futtermittel genutzt werden. Die durchschnittliche Klimabilanz von Biokraftstoffen ist positiv:

Sie verursachen deutlich weniger Treibhausgase als Benzin oder Diesel aus Öl.

 

Quellen und Links:

Biokraftstoffe - Fragen und Antworten

Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie

8. Erneuerbare Energien sind rekordverdächtig.


8. Erneuerbare Energien sind rekordverdächtig.

Hier werden Strom und Wärme erzeugt:

    in 135 Metern Höhe. Hier liegt die Nabe, d.h. das Maschinenhaus einer Windenergieanlage vom Typ E-126. Sie erzeugt im Jahr so viel Strom, wie mehr als 5.000 Haushalte jährlich verbrauchen.

    in 3.500 Metern Tiefe. So tief unter die Erdoberfläche wurde für das Geothermie-Kraftwerk in Landau gebohrt. Die Anlage erzeugt so viel Strom, wie etwa 6.000 Haushalte jährlich benötigen. Mittelfristig sollen auch 1.000 Haushalte mit Erdwärme zum Heizen versorgt werden.

    auf einer hauchdünnen Fläche. Die dünnsten Solarzellen sind zwischen 5 und 50 Mikrometer „breit“. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar misst etwa 100 Mikrometer.


9. Erneuerbare Energien bieten Perspektiven für ländliche Regionen.


9. Erneuerbare Energien bieten Perspektiven für ländliche Regionen.

Der Ausbau Erneuerbarer Energien kommt ländlichen und strukturschwachen Gebieten besonders zugute. Durch den Bau von Windenergieparks und Biogasanlagen oder die Ansiedlung von Solarfabriken entstehen Arbeitsplätze, Aufträge für Handwerker und Verdienstmöglichkeiten für Landwirte. Das bietet neue Perspektiven, auch für junge Menschen.

Daneben erhöhen Erneuerbare Energien die Unabhängigkeit von steigenden Öl- und Gaspreisen. Die lokale Kaufkraft bleibt erhalten, stärkt den Mittelstand und lässt die Wirtschaft vor Ort wachsen. Darüber hinaus stehen Erneuerbare Energien für eine intakte Umwelt, die sowohl den Bewohnern als auch dem Tourismus zugutekommt. Funktionierende Ökosysteme, saubere Seen und Flüsse sorgen für eine hohe Lebensqualität und locken Besucher in die Region.

Quellen und Links:

www.kommunal-erneuerbar.de


10. Wasser ist nicht nur zum Waschen da…

10. Wasser ist nicht nur zum Waschen da…

Seit Jahrtausenden wird das fließende Wasser als Energiequelle genutzt. Ob als Antrieb von Arbeitsmaschinen, in Getreidemühlen oder in Papier- und Sägewerken – die Kraft des Wassers erleichtert die Arbeit und macht wirtschaftliche Entwicklung möglich. Pioniere der elektrischen Stromversorgung wie Nicola Tesla haben das erkannt und sich zunutze gemacht. Das erste Wasserkraftwerk zur Stromgewinnung wurde 1880 in England errichtet. Fünfzehn Jahre später entstand das erste größere Wechselstromkraftwerk an den Niagara-Wasserfällen.

In Deutschland spielte die Wasserkraft Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts mit mehr als 70.000 kleinen Wasserkraftwerken eine große Rolle für die Energieerzeugung. In den 1960er und 1970er Jahren wurden allerdings viele Anlagen stillgelegt. Heute tragen noch etwa 7.500 Wasserkraftwerke zur Stromversorgung bei. Ihre Leistung entspricht der von fünf Atomkraftwerken. Mit moderner Technik können zahlreiche Standorte wieder belebt und modernisiert werden. Und das unter Beachtung von strengen Auflagen für Natur- und Landschaftsschutz. Wasser kann also deutlich mehr als nur Waschen.

Übrigens: Der Name Tesla steht heute für einen Elektro-Sportwagen.

Quellen und Links:

Informationen zu Wasserkraft

11. Windenergie: kleine Fläche - große Wirkung.

11. Windenergie: kleine Fläche - große Wirkung.

Foto: Stadt Emden

Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sind die Spitzenreiter unter den Bundesländern, was die installierten Windenergieanlagen angeht. Windenergie deckt hier teilweise schon über 50 Prozent des Strombedarfs. Und dennoch ist der Vorwurf der „Verspargelung“ der Landschaft falsch: In den vier Bundesländern sind nur jeweils knapp 1 Prozent der Landesfläche mit Windparks belegt. Auf wenig Fläche wird also viel klimafreundlicher Strom „geerntet“.

Schlusslichter beim Windstrom sind hingegen die süddeutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. Nicht, weil es dort keinen Wind gäbe, sondern weil kaum Flächen für Windparks ausgewiesen werden. Würde bundesweit nach Vorbild der vier Spitzenreiter nur 1 Prozent der Landesfläche für die Aufstellung von Windenergieanlagen zugelassen, könnte darauf eine Kraftwerksleistung von rund 60.000 Megawatt installiert werden. Das würde ausreichen, um rund ein Drittel des deutschen Strombedarfs zu decken.

12. Erneuerbare Energien haben einen langen Atem.


12. Erneuerbare Energien haben einen langen Atem.

Erneuerbare Energien sind in Wirklichkeit uralt. Seit Tausenden von Jahren sammeln Menschen Holz zum Kochen und Heizen, sie nutzen Wassermühlen, heiße Quellen und die Kraft des Windes für die Schifffahrt. Erst vor rund 200 Jahren begann man, die fossilen Ressourcen Kohle, Erdöl, Erdgas und später auch Uran in großem Stil auszubeuten – mit den bekannten Folgen für Klima und Weltfrieden. Doch nun geht diesen Energieträgern die Puste aus: Laut Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sind die weltweiten Erdölvorräte in etwa 40 Jahren er­schöpft, die Uran­reserven reichen noch ca. 45 Jahre. Seit 20 Jahren wird die Energie von Sonne, Wind und Wasser, von Biomasse und Erdwärme wiederentdeckt. Mit Hilfe modernster Technologien wird sie in Form von Strom, Wärme und Kraftstoffen eingesetzt. Und die Potenziale sind bei weitem nicht erschöpft. Erneuerbare Energien sind nach menschlichen Maßstäben unendlich verfügbar.

Quellen und Links: 

Energiestatistiken des Bundesministeriums für Wirtschaft

Hintergrundinformation: Erneuerbare Energien machen unabhängig von Energieimporten


13. 30 Minuten Strom vom Dach entfernen alle Flecken.


13. 30 Minuten Strom vom Dach entfernen alle Flecken.

20 m² Photovoltaikmodule auf einem nach Süden geneigten Dach produzieren an einem sonnigen Mittag innerhalb von 30 Minuten eine Kilowattstunde Strom. Soviel benötigt eine Waschmaschine in Energieeffizienzklasse A für einen Waschgang "Buntwäsche, 60° C".

Quellen und Links:

Strom von der Sonne: so funktioniert's


14. Klimaschutzziele sind nur durch Sonne, Wind & Co. erreichbar.


14. Klimaschutzziele sind nur durch Sonne, Wind & Co. erreichbar.

Die Europäische Union hat sich verpflichtet, bis 2020 den Ausstoß von klima­schädlichen Treibhausgasen um 20 Prozent zu senken. Deutsch­land will dafür den Kohlendioxid-Ausstoß um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Ohne die konsequente Förderung der Erneuerbaren Energien sind diese Ziele unerreichbar.

Jedes Jahr vermeiden Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie sowie Geothermie mehr als 110 Millionen Tonnen CO2. Damit sind sie Klimaschützer Nummer 1. Andere Instrumente haben bisher nur unzu­länglich gegriffen. Der Handel mit Emissionszertifikaten setzt zwar europaweite Minderungsziele. Er löst aber zunächst nur die aktuell kosten­günstigsten Klimaschutzmaßnahmen aus, beispielsweise die Kraft-Wärme-Kopplung oder die Optimierung von fossilen Kraftwerken.

Diese Maßnahmen sind zwar sinnvoll und wichtig, jedoch in ihrer Reichweite begrenzt. Damit die Klimaschutzziele erreicht werden, ist ein grundsätzlicher Umbau des Stromversorgungssystems in Richtung Erneuerbarer Energien erforderlich. Förderungsinstrumente wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz gehen in Vorleistung und sorgen dafür, dass sich klimafreundliche Technologien schon heute in ihrer ganzen Breite etablieren können.

Quellen und Links:

Hintergrundinformation: Erneuerbare-Energien-Gesetz und Emissionshandel - Konflikt der Klimaschutzinstrumente?


15. Gespart: 3,5 Milliarden Euro dank Erneuerbarer Wärme.


15. Gespart: 3,5 Milliarden Euro dank Erneuerbarer Wärme.

Mehr als die Hälfte des deutschen Energieverbrauchs entfällt auf die Wärme, also auf das Beheizen von Gebäuden oder auf Industrieprozesse. Für ein behaglich warmes Zuhause geben wir jedes Jahr über 30 Milliarden Euro für Gas oder Erdöl aus. Demgegenüber sparten die Haushalte mit Holzheizungen, Solaranlagen oder Wärmepumpen im vergangenen Jahr mehr als 3,5 Milliarden Euro verbrauchgebundene Heizkosten ein. Zu diesem Ergebnis kommt ein Kurz­gutachten des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW). Der Einsatz von Holzheizungen, Solaranlagen oder Wärmepumpen ist also nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz – er bedeutet auch ein erhebliches Einsparpotenzial für jeden einzelnen Haushalt.

Gutachten: Einsparung verbrauchsgebundener Heizkosten

Kurzfilm: Heizen mit Erneuerbaren Energien


16. Erneuerbare Energien übertreffen alle Prognosen.


16. Erneuerbare Energien übertreffen alle Prognosen.

Die meisten Prognosen haben bisher die Entwicklung der Erneuerbaren Energien deutlich unterschätzt. Ein Gutachten der Agentur für Erneuerbare Energien vergleicht 50 der wichtigsten Szenarien für Deutschland, Europa und die Welt mit dem tatsächlich Erreichten. Das Ergebnis: Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Prognosen deutlich von der Ausbaudynamik der Erneuer­baren Energien übertroffen.

In frühen Szenarien der 1980er Jahre tauchen heute fest verankerte Technologien wie Windkraft, Photovoltaik und Erdwärmenutzung gar nicht auf. Aber auch Prognosen neueren Datums sind nicht notwendiger­weise treffsicher: Die im Jahr 2005 im Auftrag des Bundeswirtschafts­ministeriums veröffentlichten Werte für 2030 wurden zum Teil schon zwei Jahre nach Erscheinen der Studie übertroffen.

Prognosen sind immer so gut, wie die darin zugrunde gelegten Annahmen: Die Preise für Öl und Gas sind in den letzten Jahrzehnten deutlich schneller gestiegen als erwartet. Gleichzeitig sind die Erneuerbare-Energien-Technologien immer günstiger geworden. Diese Innovationsschübe wurden in der Vergangenheit immer wieder unterschätzt.

Quellen und Links:

Studie: Vergleich von Prognosen und Szenarien mit der tatsächlichen Entwicklung Erneuerbarer Energien. Deutschland - Europa - Welt.


17. Gülle stinkt – Biogas nicht.


17. Gülle stinkt – Biogas nicht.

Korrekt betriebene Biogasanlagen stinken nicht. Im Gegenteil: Wenn Gülle aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung in einer Biogasanlage vergoren und energetisch genutzt wurde, verursacht sie wesentlich weniger Geruchsbelästigung als unvergorene Gülle, die auf den Acker ausgebracht wird.

Das in der Gülle enthaltene Methan wird in der Biogasanlage zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. So kann dieses extrem klimaschädliche Gas nicht mehr in die Atmosphäre entweichen – ein echter Beitrag zum Klimaschutz. Vergorene Gülle eignet sich immer noch bestens als Dünger – die enthaltenen Nährstoffe sind nach dem Gärprozess für Pflanzen sogar besser erschließbar. Damit sind weniger synthetische Düngemittel notwendig.

Quellen und Links:

Broschüre - der volle Durchblick in Sachen Bioenergie


18. EEG - Ein Gesetz wird zum Exportschlager.


18. EEG - Ein Gesetz wird zum Exportschlager.

Die Erneuerbaren Energien sind eine Erfolgsgeschichte. Ihr Anteil an der Energieversorgung hat sich hierzulande in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Im Stromsektor ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der wichtigste Faktor für diese positive Entwicklung.

Das EEG beruht auf dem Prinzip der garantierten Einspeisevergütung. Strom aus Erneuer­baren Energien wird vorrangig abgenommen und mit einer gesetzlich festgelegten Summe pro Kilowattstunde vergütet. Das gewährleistet Investitionssicherheit und ist vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen die Voraussetzung, Produktions­kapazitäten und Energieanlagen aufzubauen. Jedes Jahr sinkt die technologiespezifische Vergütung für neue Anlagen – das führt zu Innovationen und zu sinkenden Kosten.

Weltweit haben sich inzwischen mehr als 60 Länder und Regionen die Einspeisevergütung zum Vorbild genommen, davon 19 in der Europäischen Union. Damit ist nicht nur die Technologie „Made in Germany“ ein Exportschlager; auch das EEG ist international gefragt.   

Quellen und Links:

International Feed-In Cooperation

REN21 - Global Status Report


19. Der Wind ist lauter als sein Rad.


19. Der Wind ist lauter als sein Rad.

Bei einem Abstand von 200 Metern ist ein durchschnittliches Windrad in vollem Betrieb etwa 45 Dezibel laut. Das ist vergleichbar mit einer normalen Unterhaltung. Das ist halb so laut wie „normale“ Straßen­verkehrs­-Geräusche.

In den Vorgaben zur Standortplanung von Windparks sind nicht 200 Meter Abstand zu Wohngebieten üblich, sondern sogar 500 bis 1.000 Meter. Bei einer Entfernung von mehr als 500 Metern sind die Geräusche des Windes selbst meistens lauter als die Geräusche von Windenergie­anlagen. Nur Solaranlagen dürften also noch leiser sein bei der Stromerzeugung.

Quellen und Links:

Informationsbroschüre des Deutschen Naturschutzringes


20. Mit Erneuerbaren Energien sind Sie in guter Gesellschaft.

20. Mit Erneuerbaren Energien sind Sie in guter Gesellschaft.

Immer mehr Menschen beziehen Ökostrom. Im letzten Jahr hatten laut Fachzeitschrift „Energie & Management“ mehr als 2 Millionen Haushalte Strom aus Erneuerbaren Energien abonniert. Das sind doppelt so viele wie noch im Jahr zuvor. Seit Bekanntwerden neuer Störfälle im Atomkraftwerk Krümmel wechseln jeden Tag mehrere Hundert Stromkunden zu Ökostrom-Anbietern.

Der Umstieg auf Strom aus Erneuerbaren Energien ist damit längst zu einer Massenbewegung geworden. Ökostrom-Wechselparties bringen Freunde und Bekannte, Nachbarn und Arbeitskollegen zusammen. Laut Ulla Gahn, der Erfinderin des Party-Konzeptes, waren in Leipzig, München und Düsseldorf mehr als 1.000 Gäste dabei. Erfahrungsgemäß wechselt etwa ein Viertel sofort den Stromanbieter, viele nehmen noch Informationen für Freunde, Familie oder Nachbarn mit.

Quellen und Links:

www.oekostrom-wechselparty.de

21. Drei Trillionen Helfer arbeiten an der Energieversorgung der Zukunft.


21. Drei Trillionen Helfer arbeiten an der Energieversorgung der Zukunft.

Eine 3 mit 18 Nullen – so viele Mikroorganismen befinden sich durch­schnittlich in dem Gärbehälter einer Biogasanlage. Sie arbeiten nach dem Prinzip eines Kuhmagens: Unter Luftabschluss wandeln die winzigen Bakterien Gülle, Bioabfall oder Energiepflanzen in ein Gasgemisch um, das viel Methan enthält. Dieses sogenannte Biogas wird wiederum in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgesetzt oder aufbereitet in das Erdgasnetz eingespeist.

Energie aus Biogas ist klimaneutral, da nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die Energiepflanzen im Laufe ihres Wachstums aufnehmen. Die Emissionsbilanz kann sogar unter Null sinken. Wenn Gülle oder Nebenprodukte aus der landwirtschaftlichen Produktion eingesetzt werden und Biogas das Verbrennen von fossilen Rohstoffen wie Öl und Kohle verhindert, wird der Atmosphäre de facto Kohlendioxid entzogen. Mehr als 4.000 Biogasanlagen produzieren heute in Deutschland etwa 1,6 Prozent des Stromverbrauchs. Damit ist die deutsche Branche mit ihren kleinen Helfern europaweit führend.

Quellen und Links:

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Wie funktioniert eine Biogasanlage?


22. Soll und Haben: Erneuerbare Energien machen sich bezahlt.


22. Soll und Haben: Erneuerbare Energien machen sich bezahlt.

Soll und Haben: Erneuerbare Energien machen sich bezahlt

Werden Erneuerbare Energien gefördert? Ja. Sind sie deshalb teurer? Nein. Ein Blick auf die Gesamtrechnung zeigt warum.

Soll-Seite: Was kosten Erneuerbare Energien?

Sonne, Wind und Wasser schicken keine Rechnung. Dennoch ist der Um­stieg auf Erneuerbare Energien kein Selbstläufer. Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden, die durch das Verbrennen von Erdöl, Erdgas oder Kohle entstehen, werden von den Strompreisen nicht berücksichtigt. Erneuer­bare Energien verursachen keine dieser sogenannten externen Kosten, müssen aber mit der fossilen Energieerzeugung konkurrieren. Die noch jungen Technologien benötigen deshalb eine Förderung, um faire Wettbewerbs­bedingungen zu schaffen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unterstützt deshalb den Einsatz Erneuerbarer Energien im Strom­sektor. Das EEG ermöglicht durch die Schaffung eines Absatz­marktes den Einstieg in die industrielle Serienproduktion. Innerhalb weniger Jahre sind moderne Solar-, Windenergie oder Biomasse­anlagen so deutlich billiger geworden. 

Das EEG ist keine Subvention sondern verteilt die Mehrkosten für die Förderung von erneuerbarem Strom auf alle Stromkunden. Für einen durch­schnittlichen Haushalt beläuft sich dieser Beitrag auf weniger als 3 Euro im Monat. In der Bevölkerung besteht ein Konsens darüber, dass dies ein angemessener und zumutbarer Beitrag für die Förderung des wichtigsten Klimaschutzinstrumentes ist.

Ziel des EEG ist es aber auch, dass sich die Erneuerbaren Energien mittel­fristig ohne Förderung behaupten. Durch das Herab­setzen der Vergütungs­sätze ist gewährleistet, dass erneuer­barer Strom von Jahr zu Jahr weniger kostet. Die Wett­bewerbsfähigkeit erreichen die meisten Techno­logien in wenigen Jahren – und das auch, weil fossile Energien immer teurer werden.

Haben-Seite: Was bringen Erneuerbare Energien? 

Die Preise für Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran steigen. In den letzten Jahren kletterte der Preis für ein Barrel Erdöl auf mehr als 140 Dollar. Zwar liegen die Preise aufgrund der einbrechenden Konjunktur momentan deutlich niedriger. Alle Analysten prognostizieren jedoch einen dauerhaften Preis­­anstieg für fossile Energien. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte kürzlich vor einem Preis von bis zu 200 Dollar pro Barrel Rohöl im Jahr 2013. Grund dafür ist das Ausbleiben von Investitionen in die Öl­­exploration wegen niedriger Preise. Steigt die Nachfrage nach dem Ende der Finanz­­krise wieder an, hat dies einen sprunghaften Preisruck zur Folge.

Erneuerbare Energien werden hingegen immer günstiger. Seit 1990 haben sich die Erzeugungskosten einer erneuerbaren Kilowattstunde durch­schnittlich halbiert. Die Mehrkosten Erneuerbarer Energien fallen gering aus, vergleicht man sie mit den Kosten für Landschaftszerstörung, Umwelt- oder Klimaschäden, die bei Kernkraft, Erdöl, Erdgas oder Kohle nicht auf der Rechnung stehen.

Die vermeintlich niedrigen Erzeugungskosten von Kernenergie und Kohle­strom halten einer näheren Überprüfung nicht stand. Diese Technolo­gien verursachen nicht nur externe Kosten, sondern wurden über Jahr­zehnte subventioniert:

-    Subventionen für Steinkohlebergbau (1950-2007): ca. 160-180 Mrd. Euro (BMWi)

-    Auslaufen des Steinkohlebergbaus (2008-2018): ca. 21,6 Mrd. Euro (MWME NRW)

-    Kerntechnische Forschung 1956-2007 (nur Bundeshaushalt): 40 Mrd. Euro (DIW)

-    Einpreisung von unentgeltlich zugeteilten Emissionszertifikaten in den Strompreis 2005-2007: 5 Mrd. Euro pro Jahr (VIK)

Quellen und Links:

BMWi: Einigung über die Beendigung des subventionierten Steinkohlebergbaus

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Förderung erneuerbarer Energien im Vergleich zur Förderung der Atomenergie in Deutschland

Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) (2005): Berechnung der Windfall Profits der Strombranche durch den CO2-Emissionshandel


23. Erneuerbare Energien sind ein Standortvorteil.


23. Erneuerbare Energien sind ein Standortvorteil.

Die Ingenieurskunst ist eine Kernkompetenz deutscher Unternehmen. Das zeigt sich auch in der Erneuerbare-Energien-Industrie. Techno­logien „Made in Germany“ sind weltweit gefragt. Im vergangenen Jahr wurden damit 12 Milliarden Euro Exporterlöse erwirtschaftet. Das sichert auch Arbeitsplätze vor Ort.

Erneuerbare Energien sind deshalb neben dem Maschinenbau aus Sicht des deutschen Mittelstands die Wachstumsbranchen der nächsten Jahre. In einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 mittelständischen Unter­nehmern und Führungskräften bescheinigte ihnen die Mehrheit eine große Zukunftsfähigkeit – trotz aktueller Wirtschaftskrise.

Quellen und Links:

Umfrage: Zukunftsfähigkeit deutscher Wirtschaftszweige aus Sicht des Mittelstands


24. Nina Ruge, Hannes Jaenicke und Sarah Wiener machen auch mit:


24. Nina Ruge, Hannes Jaenicke und Sarah Wiener machen auch mit:

...beim Wärmewechsel zu Erneuerbaren Energien.

Der Umstieg auf eine Holzheizung, Solaranlage oder Wärmepumpe ist nicht nur eine ökonomische Entscheidung. Immer mehr Menschen ist es wichtig, in den eigenen vier Wänden eine saubere und klimafreundliche Heizungstechnik einzusetzen. Beide Punkte erfüllen Heizungen auf Basis Erneuerbarer Energien. Holzheizung, Solaranlage oder Wärmepumpe sind nicht nur auf Dauer günstiger, sie schützen auch das Klima.

Das überzeugt nicht nur Fernsehstars wie Hannes Jaenicke und Nina Ruge. Auch Häuslebauer und Wohnungsbesitzer „von nebenan“ sind von den Vorteilen der Erneuerbaren Wärme überzeugt. Laut einer forsa-Umfrage sind 74 Prozent der Befragten der Meinung, dass sich die Investition in eine Erneuerbare-Energien-Heizungsanlage lohnt.

Quellen und Links:

Forsa-Umfrage zum Wärmewechsel

www.waermewechsel.de



25. Mit Biokraftstoffen geht beides: Tank UND Teller.

25. Mit Biokraftstoffen geht beides: Tank UND Teller.

Nur ein Bruchteil der weltweit produzierten Agrargüter wird bisher als Bioenergie genutzt. Trotzdem sind die Weltpreise für Weizen oder Mais in der Vergangenheit in die Höhe geschnellt. Der Grund: Ernten waren wegen starker Dürren ausgefallen und die Lagerbestände der großen Agrarhändler lagen gleichzeitig sehr niedrig. Außerdem: Immer mehr Menschen wollen immer mehr Fleisch- und Milchprodukte konsumieren, dafür werden Getreide und Ölsaaten als Futtermittel benötigt.

Das Ergebnis: Im Frühjahr 2008 erreichten die Weltagrarpreise Rekordhöhen. Obwohl genügend Lebensmittel produziert wurden, um die gesamte Weltbevölkerung zu ernähren, konnten sich die Ärmsten nicht ausreichend Nahrungsmittel leisten – das liegt vor allem an fehlender Verteilungsgerechtigkeit. In der Zwischenzeit sind die Preise für Getreide wieder deutlich gefallen. Und das obwohl die Nachfrage durch Biokraftstoffe weiter zugenommen hat.

Es gibt ausreichend Flächen, um Nahrung und Biokraftstoffe zu produzieren. Weltweit liegen mehrere Millionen Hektar Boden brach. In der Vergangenheit lohnte es sich für viele Kleinbauern nicht, Landwirtschaft zu betreiben – die Erzeugerpreise waren einfach zu niedrig. Der Einstieg in den nachhaltigen Anbau von Energiepflanzen bietet ihnen ein neues wirtschaftliches Standbein. Aber auch dabei gilt: Im Zweifel muss immer die Nahrungsmittelproduktion Vorrang haben.

Quellen und Links:

Hintergrundinformationen Bioenergie

26. Erneuerbare Energien sind kein Fass ohne Boden.

26. Erneuerbare Energien sind kein Fass ohne Boden.

Lohnt es sich, auf Erneuerbare Energien zu setzen? Schließlich wird zur Herstellung von Wind- und Solaranlagen ebenfalls Energie gebraucht?

Das stimmt. Erneuerbare-Energien-Anlagen werden aber mit verhältnismäßig geringem Material- und Energieaufwand hergestellt. Schon nach kurzer Laufzeit haben die Anlagen die Energie für ihre Produktion, den Transport, den Auf- und Abbau sowie die Entsorgung wieder „eingespielt“. Diese sogenannte energetische Amortisationszeit beträgt bei Windkraftanlagen 3 bis 7 Monate, bei Solarthermieanlagen 5 bis 15 Monate, bei Geothermieanlagen 7 bis 10 Monate. Danach produziert jede dieser Anlagen mehr Energie, als für ihre Herstellung nötig war. Und dabei läuft jede von ihnen mindestens 20 Jahre. Im Laufe ihres Lebens produziert eine Windkraftanlage also 70-mal so viel Energie, wie in sie investiert wurde.

Und die fossilen Kraftwerke? Sie benötigen ständig neue Brennstoffe – Erdöl, Kohle, Gas oder Uran. Sie können sich deshalb nie energetisch amortisieren. Diese Energiebilanz gleicht einem Fass ohne Boden.

Quellen und Links:

Energiebilanzen Erneuerbarer Energien

27. Genug Holz für eine warme Hütte.


27. Genug Holz für eine warme Hütte.

Foto: wodtke GmbH

Heizen mit Holz ist eine kostengünstige und klimafreundliche Alternative zu Erdöl und Gas. Dank moderner Verbrennungstechnik sind Scheitholzöfen und Holzpellet-Kessel ein besonders effizienter und sauberer Weg zu einem warmen Zuhause. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus verbraucht ca. 4,5 Tonnen Holzpellets im Jahr, die in einem Kellerraum von ca. 4,5 m² Größe gelagert werden können. Weil sie im Preis deutlich günstiger sind als Heizöl, rechnet sich der Umstieg bereits nach wenigen Jahren.

Holzpellets sind kleine Stäbchen, die aus Sägemehl und Holzresten gepresst werden. Sie werden zu 90 Prozent aus Nebenprodukten der Holzindustrie hergestellt. Jede Sekunde wächst in Deutschland Holz im Umfang eines Würfels mit 1,5 m Kantenlänge nach. Nur die Hälfte des Zuwachses wird in der Bauindustrie zur Möbel- oder Papierherstellung eingesetzt. Und deren Reste eben auch zum Heizen.  

Quellen und Links:

Informationen über Erneuerbare Wärme

Deutsches Pelletinsitut

Animation: Heizen mit Holzpellets


28. Nicht nur für Schwaben: Wind koscht nix.

28. Nicht nur für Schwaben: Wind koscht nix.

Das schwäbische Traditionsunternehmen Gaugler und Lutz bringt es auf den Punkt: „Wind koscht nix.“ Die Ressourcen der Erneuerbaren Energien sind deutlich günstiger als fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Gas. Wind- und Wasserkraft, Sonnenstrahlung und Erdwärme sind sogar umsonst zu haben.

Die Technologien, um sie nutzbar zu machen, werden immer günstiger. Seit den 90er Jahren haben sich die Erzeugungskosten für eine erneuerbare Kilowattstunde durchschnittlich halbiert. Im Gegensatz dazu sind die Preise von Erdöl, Kohle, Erdgas und Uran deutlich angestiegen. Die Internationale Energieagentur erwartet mittelfristig Preise von mehr als 200 Dollar pro Barrel Rohöl. Das liegt vor allem daran, dass diese Energieträger immer knapper werden. Wind, Sonne und Co. sind dagegen unerschöpflich vorhanden.

Auch deshalb setzen Unternehmen wie Gaugler und Lutz auf die neuen Technologien. Die Schaumstoffe dieser Firma werden traditionell für Gymnastikmatten und Yogamatten verwendet – aber eben auch für die Füllung von Rotorblättern für Windenergieanlagen.

Quellen und Links:

Bundesumweltministerium: Was kostet uns Strom aus Erneuerbaren Energien wirklich?

Kostenentwicklung von fossilen Brennstoffen

29. Erneuerbare Energien freuen den Bürgermeister.


29. Erneuerbare Energien freuen den Bürgermeister.

Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench

Etwa 90 Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland haben die Energieversorgung in die eigene Hand genommen. Sie setzen auf einen möglichst hohen Anteil an Erneuerbaren Energien. Das bringt Wertschöpfung vor Ort, neue Arbeitsplätze und Gewerbe­steuer­einnahmen.

Und das freut auch die Bürgermeister. „Erneuerbare Energien verbinden Ökologie und Ökonomie in hervorragender Weise“, stellt Hans Popp fest, der Bürgermeister der Stadt Merkendorf in Franken. Und Hannelore Reinbold-Mench, Bürgermeisterin der Gemeinde Freiamt im Schwarzwald sagt: „Die erneuerbaren Energien verschaffen unseren Landwirten eine weitere Einnahmequelle. Das gibt den Höfen neue Perspektiven und führt dazu, dass sich auch Hofnachfolger finden. Wenn die Landwirte hier bleiben, pflegen sie unsere Kulturlandschaft, und damit kann auch der Tourismus weiter bestehen.“

Quellen und Links:

www.kommunal-erneuerbar.de

Film: Kommunal Erneuerbar - So wird's gemacht


30. Erneuerbare Energien passen in Deutschlands Zukunft...

30. Erneuerbare Energien passen in Deutschlands Zukunft...

... Grundlastkraftwerke nicht.

Der wachsende Anteil Erneuerbarer Energien verändert die Struktur der Stromerzeugung. Bis 2020 rechnet die Branche der Erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 47 Prozent am deutschen Strombedarf. Die Stromnachfrage im Jahr 2020 wird durch einen vielseitigen Kraftwerkspark gedeckt, in dem Erneuerbare Energien das prägende Element sind. Traditionelle Grundlastkraftwerke werden durch Wind- und Sonnenanlagen abgelöst. Das Einspeiseverhalten der verbleibenden Kohle- und Gaskraftwerke und der Einsatz von Pumpspeichern wird zunehmend vom deren Angebot bestimmt. Ihre Auslastung geht in der Folge kontinuierlich zurück.

Eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke und zusätzliche Kohle-Grundlastkraftwerke sind nicht notwendig und sogar kontraproduktiv. Da sie nicht schnell regelbar sind und auf eine Betriebszeit von 7500 Stunden ausgelegt sind, passen sie weder technisch noch ökonomisch zu den Anforderungen des flexiblen Kraftwerkspark der Zukunft.

Hintergrundinformation: Erneuerbare Energien und Grundlastkraftwerke - ein Systemkonflikt?

Branchenprognose: Stromversorgung 2020

31. Lieber Solaranlage auf dem Dach als Aktien im Keller.

31. Lieber Solaranlage auf dem Dach als Aktien im Keller.

Foto: aleo solar

Wer in Zeiten der Finanzkrise eine langfristig sichere Geldanlage sucht, sollte sich über die Investition in eine eigene Photovoltaikanlage Gedanken machen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert über einen Zeitraum von 20 Jahren einen festen Tarif für jede Kilowattstunde Solarstrom, die sie ins Netz einspeisen.

Nach Berechnungen der Zeitschrift „Finanztest“ reicht eine Investition von zwischen 15.000 bis 20.000 Euro aus, um eine langfristige und vor allem sichere Rendite von mehr als 5 Prozent vor Steuern zu erzielen. Mit weiter deutlich fallenden Preisen für Solarmodule und besonders guten Standorten können demnach auch bis zu 7 Prozent Rendite erzielt werden. Ein risikoloses Tagesgeldkonto bringt 2009 nicht einmal zwei Prozent ein.

Sie haben kein eigenes Dach? Sicherlich gibt es auch in Ihrer Nähe Vereine oder Projektierer, die Bürgersolaranlagen planen. Dabei schließen sich mehrere Privatleute z.B. als Genossenschaft zusammen, um Geld für die gemeinsame Errichtung und den Betrieb einer großen Solaranlage zu sammeln.

taz: Solaranlagen als Kapitalanlage

32. Wind und Sonne gibt’s nicht immer – aber immer irgendwo.


32. Wind und Sonne gibt’s nicht immer – aber immer irgendwo.

Genug Wind weht nur an der Küste? Genug Sonne scheint nur in der Sahara? Irrtum. Zwar liegen die durchschnittlichen Windgeschwindig­keiten an der Küste leicht über denen im Binnenland. Aber auch hier können sehr gute Stromerträge erzielt werden. Es kommt nur darauf an, die passende Anlage einzusetzen. Jeder zusätzliche Meter Nabenhöhe bringt etwa ein Prozent mehr Ertrag; weil in den höheren Bereichen der Wind stärker und regelmäßiger bläst. Dreißig Meter Höhe reicht oftmals schon, um an durchschnittlichen Standorten in Süddeutschland die Erträge eines Küstenstandorts zu erreichen.

Auch Solaranlagen lohnen sich in Deutschland. Natürlich ist die Sonneneinstrahlung in der Sahara deutlich höher als hier vor Ort. Deshalb ist die Solarernte in Mitteleuropa aber nicht schlecht. Etwa 10 Quadratmeter Solarkollektoren decken hierzulande ein Viertel des Wärmebedarfs oder ein Viertel des Strombedarfs eines durchschnittlichen Einfamilienhaushaltes. Und die Vorteile der Solarenergie wirken am besten vor Ort. Aus dem Energieverbraucher wird mit Solarenergie ein Erzeuger, der sich unabhängig macht von den Importen fossiler Energieträger. Die Solartechnik muss sich also nicht in die Wüste schicken lassen.


33. Unter der Erdoberfläche verbirgt sich jede Menge Energie.

33. Unter der Erdoberfläche verbirgt sich jede Menge Energie.

Foto: GFZ

Wer die natürliche Erdwärme nutzen will, muss nicht bis zum Mittel­punkt der Erde reisen. Je nach Standort stößt man schon nach wenigen Metern auf Temperaturen, die sich zum Heizen eignen. Hierzulande sorgt eine Erdwärmesonde in 150 Metern Tiefe zusammen mit einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe, für ein behaglich warmes Zuhause.

In einigen Tausend Kilometern Tiefe sind die Temperaturen hierzulande hoch genug, um auch Strom aus dem Erdinneren zu produzieren. Aktuell produzieren drei Kraftwerke Strom und Wärme aus Tiefengeothermie, etwa 15 neue Projekte sind in Planung. Mehr als 160 Wärmekraftwerke versorgen Gebäudekomplexe, Thermalbäder oder Nahwärmenetze.

Langfristig können mindestens 50 Prozent des Wärmebedarfs und 35 Prozent des Strombedarfs in Deutschland mit Erdwärme gedeckt werden. Zur Zeit liegt der Beitrag noch bei unter einem Prozent.

An anderen Orten liegen die heißen Schichten näher an der Oberfläche – die Erdwärmenutzung ist deshalb erheblich einfacher. In Island werden beispielsweise 90 Prozent der Gebäude mit Erdwärme beheizt. Oder die Stadt San Francisco. Sie deckt 60 Prozent des Strom- und Wärmebedarfs aus Geothermie. Erdwärme steht als Energiequelle rund um die Uhr und unbegrenzt zur Verfügung. Denn schließlich sind 99 Prozent der Erdmasse heißer als 1000 Grad Celsius. Jules Verne wäre auf einer Reise zum Mittelpunkt der Erde ziemlich ins Schwitzen gekommen.

Quellen und Links: 

Erdwärme für Kinder bei Löwenzahn

Kurzinfo über Geothermie

Film zu Heizen mit Erneuerbaren Energien

34. Klimaschutz ist weltweit wichtig – und fängt bei uns an.


34. Klimaschutz ist weltweit wichtig – und fängt bei uns an.

Klimaschutz geht alle an. Wissenschaftler des Weltklimarates (Intergouvernmental Panel on Climate Change) empfehlen, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 auf 2 Tonnen pro Person zu begrenzen. Nur so kann dem Klimawandel Einhalt geboten werden. Die Industrieländer tragen eine besondere Verantwortung im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels. In Deutschland verursacht jeder Einwohner 10 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, in den USA sind es sogar 20 Tonnen. Im Vergleich dazu liegt der Ausstoß von Treibhausgasen in Indien oder Nigeria nur bei etwa einer Tonne pro Jahr. Erneuerbare Energien sind der wirksamste Weg zum Klimaschutz. Jedes Jahr vermeiden sie mehr als 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid und sorgen dafür, dass Deutschland seine internationalen Klimaschutzverpflichtungen einhalten kann.

Quellen und Links:

Intergouvernmental Panel on Climate Change

Online-Dossier: Klimaschutz


35. Eine Currywurst, zwei Kugeln Eis oder 45 Stunden sauberer Strom


35. Eine Currywurst, zwei Kugeln Eis oder 45 Stunden sauberer Strom

3,30 Euro – so viel kostet eine Currywurst in Berlin-Kreuzberg oder zwei Kugeln Eis in Venedig. Genauso viel – oder wenig zahlt aber auch ein durchschnittlicher Haushalt pro Monat dafür, dass Strom aus Erneuerbaren Energien in Deutschland gefördert wird. Diese sogenannte EEG-Umlage macht gerade 5 Prozent des Strompreises aus, dafür kommt aber bereits jede sechste Kilowattstunde aus Erneuerbaren Energien. Dieser Anteil entspricht in einem durchschnittlichen Haushalt etwa 45 Kilowattstunden erneuerbarem Strom. Die Frage ist deshalb nicht, ob wir uns Erneuerbare Energien leisten können. Sondern ob wir es uns leisten können, auf sie zu verzichten. Denn jedes Jahr ersparen die Erneuerbaren Energien allen Bürgern Milliardenbeträge für Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie für teure Öl- und Gasimporte.


36. Erneuerbare Energien bieten gute Berufsaussichten.

36. Erneuerbare Energien bieten gute Berufsaussichten.

Erneuerbare Energien bringen frischen Wind in den Arbeitsmarkt. Mehr als 280.000 Personen sind heute bei Anlagenherstellern, Planern und in Zulieferbetrieben beschäftigt. Der Arbeitsmarkt ist äußerst vielseitig. Die gesuchten Berufsprofile reichen von Ingenieurswissenschaften über technische Berufe bis hin zu Kaufleuten oder Juristen. Etwa 60 Prozent der Unternehmen, so das Ergebnis einer Studie des Wissenschaftsladens Bonn, beklagen zu wenige oder nicht ausreichend ausgebildete Fachkräfte.

In den letzten Jahren entstanden zahlreiche neue Studiengänge und weiterführende Bildungsangebote an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien mit Bezug zu Erneuerbaren Energien. Derzeit werden bundesweit 250 Studiengänge angeboten - mit steigender Tendenz. Viele Studienanfänger reizen die Kombination aus Technik und Umweltschutz sowie die Aufbruchsstimmung der Branche. Die Bewerberzahlen übersteigen oft die Zahl der angebotenen Studienplätze, ein Novum im Bereich der technischen Fächer. Ob Bauzeichner, Umwelttechniker oder Mikrobiologe – gut ausgebildetes Personal ist und bleibt gefragt.

Quellen und Links:

Wissenschaftsladen Bonn

Informationsportal für Ausbildung, Studium und Beruf im Bereich Erneuerbare Energie

37. Erdöl adé – Elektrofahrzeuge machen’s möglich.


37. Erdöl adé – Elektrofahrzeuge machen’s möglich.

3 Euro für 100 Kilometer – so viel kostet es, ein Elektrofahrzeug mit Strom aufzuladen. Etwa 12 Kilowattstunden verbraucht beispielsweise ein elektrisch angetriebener Smart auf dieser Strecke. Klimaschädliche Abgase fallen dabei kaum an – vorausgesetzt der Strom stammt aus Erneuerbaren Energien. Auch Feinstaub und Lärmbelästigung sind kein Thema mehr. Zur Zeit sind kleine Elektromodelle und Fahrzeuge mit zusätzlichem Elektroantrieb erhältlich. Fast alle großen Autobauer bereiten aber die Einführung von serienmäßigen Elektrofahrzeugen vor. An der Zapfsäule wird man also in Zukunft auch weiterhin anhalten – getankt wird dann aber sauberer Strom.

Quellen und Links: 

Dossier: Erneuerbare Elektromobilität


38. Erneuerbare Energien machen Sachsen und Niedersachen CO2-frei…


38. Erneuerbare Energien machen Sachsen und Niedersachen CO2-frei…

… natürlich nur rechnerisch. Erneuerbare Energien erzeugen sauber Strom, Wärme und Kraftstoffe. Über das ganze letzte Jahr hinweg haben sie 112 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Das entspricht dem Jahres­ausstoß von 35 Millionen Pkw oder eben der Kohlendioxid-Produktion von Sachsen und Niedersachsen zusammen.

Quellen und Links: 

CO2-Bilanz bei der Stromerzeugung


39. Eine Stunde Wind: Strom für das ganze Jahr.


39. Eine Stunde Wind: Strom für das ganze Jahr.

Die leistungsstärksten Windkraftanlagen in Deutschland erzeugen bei voller Leistung in einer Stunde mehr Strom als der Jahresbedarf einer vierköpfigen Familie. Dabei wird die Umwelt nicht belastet. 2008 konnten in Deutschland durch Windkraftanlagen etwa 35 Mio. Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Der technische Fortschritt in dieser Branche ist rasant. Die modernsten Windkraftanlagen verfügen heute über eine Nennleistung von 6 Megawatt. Gleichzeitig sind seit 1980 die Kosten für die Produktion einer Kilowattstunde Windstrom um etwa 60 Prozent gesunken. 

Quellen und Links: 

Beispiel einer leistungsstarken Anlage


40. Erneuerbare Energien sind regionale Standortförderung.


40. Erneuerbare Energien sind regionale Standortförderung.

Erneuerbare Energien passen hervorragend zu einer dezentralen Energieversorgung. Das bedeutet, dass Energie durch viele kleine und vernetzte Kraftwerke dort erzeugt wird, wo sie auch verbraucht wird.

Kommunen und Regionen vor allem im ländlichen Raum haben die Vorteile der Erneuerbaren Energien erkannt und machen sie zum Dreh- und Angelpunkt ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Eine Energie­versorgung, die auf Erneuerbare Energien setzt, verringert die Abhängigkeit von teuren fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl oder Gas. Kommunen und Stadtwerke können effektiv Kosten reduzieren, beispielsweise durch die solarthermische Beheizung von Schwimm­bädern oder die Nutzung von Bioabfällen in Biogasanlagen.

Der Bau und die Wartung von Erneuerbare-Energien-Anlagen werden oft von lokalen Handwerksbetrieben oder Technikern übernommen. Land- und Forstwirtschaft erhalten neue wirtschaftliche Standbeine. Einer Studie der Prognos AG zufolge bringen Windenergieanlagen über 20 Jahre hinweg Gewerbesteuern von insgesamt 100.000 Euro pro installiertem Megawatt Leistung. Von dieser Wertschöpfung profitieren nicht nur die Kommunen, sondern vor allem ihre Bürger.

Quellen und Links:

Nachhaltige Energiekonzepte für Kommunen

Prognos-Studie „Windenergie und  Gewerbesteuer in Norddeutschland“


41. Mit dem Handtuch das Handy laden.


41. Mit dem Handtuch das Handy laden.

Foto: SMA

Wer im Urlaub am Strand liegt, spürt die Kraft der Sonne am eigenen Leib. Auf der Fläche eines Badehandtuchs kann man in einer Stunde genug Sonnenstrom ernten, um ein Handy für 10 Stunden Dauergespräch aufzuladen. Viel Zeit, um von den schönsten Ferienerlebnissen zu berichten – oder vom letzten Sonnenbrand.

www.solartechnikberater.de informiert über Solaranlagen für Ihr Hausdach.

Die Idee ist nicht neu: Solarfirmen bieten Taschen mit integrierten Solarmodulen an, mit denen das Handy überall aufgeladen werden kann.


42. Erneuerbare Energien gibt's im Überfluss...


42. Erneuerbare Energien gibt's im Überfluss...

Erneuerbare Energien stehen nach menschlichen Maßstäben unbegrenzt zur Verfügung. Der jährliche Weltenergieverbrauch wird theoretisch durch die einfallende Sonnenstrahlung mehr als 2800 mal gedeckt. Die natürlich verfügbare Windenergie liegt 200 mal über dem weltweiten Bedarf, Bioenergie noch 20 mal darüber. Das Angebot Erneuerbarer Energien ist also ausreichend groß. Und moderne und effiziente Technologien gibt es ebenfalls, um diese immer weiter zu erschließen. Derzeit decken Erneuerbare Energien in Deutschland 14,8 Prozent des Strombedarfs, 7,7 Prozent des Wärmeverbrauchs und 6,1 Prozent des Kraftstoffverbrauchs.


43. Kühe machen Mühe – und Strom für 4 Haushalte.


43. Kühe machen Mühe – und Strom für 4 Haushalte.

Über Gülle mag man die Nase rümpfen. Für die Strom- und Wärmeversorgung ist es aber eine feine Sache. Wird die Gülle von 20 Kühen in einer Biogasanlage verwertet, reicht der Biogasertrag aus, um den jährlichen Strombedarf von 4 Haushalten zu decken. Biogas wird üblicherweise in Blockheizkraftwerken genutzt, d.h. dass die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme ebenfalls effizient genutzt werden kann. Hinzu kommt damit noch eine Wärmemenge, die ausreicht, um ein durchschnittliches Einfamilienhaus ein Jahr lang zu beheizen.

Quellen und Links:

Die Energie in Biogas


44. Erneuerbare Energien sind Technik, die begeistert.


44. Erneuerbare Energien sind Technik, die begeistert.

Solarthermische Anlage mit Komponenten aus Deutschland (Foto: Schott)

Deutsche Unternehmen sind in vielen Bereichen der Erneuerbaren Energien Weltmarktführer. Das liegt auch an dem einzigartigen Forschungsumfeld. Von der Grundlagenforschung an Hochschulen, über die angewandte Forschung in den Instituten des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien bis hin zu den Entwicklungsabteilungen der Unternehmen – Forschung wird hierzulande groß geschrieben. Und entsprechend gefördert: Im vergangenen Jahr hat das Bundesumweltministerium 169 neue Forschungsprojekte mit einem finanziellen Volumen von 151 Millionen Euro bewilligt – mehr als je zuvor. 

Weltweit werden klimafreundliche Energietechnologien eingesetzt, die auf deutschem Know-how beruhen. Das kommt dem Klima zugute, aber auch der hiesigen Wirtschaft. Nicht umsonst sind deutsche Unternehmen auch bei den Erneuerbaren Energien Exportweltmeister.

Hier stecken deutsche Forschungserfolge drin:

Solarkraftwerke in Spaniens Süden: Solarthermische Kraftwerke nutzen gekrümmte Spiegel um Licht zu bündeln. Die konzentrierten Sonnenstrahlen erhitzen Absorberrohr im Brennpunkt der Spiegel und sorgen für heißen Wasserdampf. Daraus wird mit Hilfe von Dampfturbinen Strom erzeugt – sogar nachts. Denn die anfallende Wärme lässt sich speichern.

Viele Bestandteile der Solarkraftwerke wurden hierzulande von Forschungs­instituten und Unternehmen gemeinsam entwickelt. In Jülich werden diese Technologien in einem Demonstrationsprojekt umfangreich getestet und weiter entwickelt. Ein rund 20.000 Quadratmeter großes Spiegelfeld bündelt die Sonnenstrahlen auf einen Empfänger an der Spitze eines 50 Meter hohen Turms. So entstehen hohe Temperaturen, die zur Dampferzeugung genutzt und schließlich von einer Turbine in Strom umgewandelt werden. Die Technologie für diesen Solarturm wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Firma Kraftanlagen München entwickelt und in mehreren Vorläuferprojekten durch das Bundesumwelt­ministerium unterstützt.

Windparks auf hoher See: In der Nutzung von Windenergie auf See (sog. Offshore) stecken große Potenziale. Bis 2020 will die Bundesregierung Windparks mit einer Leistung von 10 Gigawatt vor den deutschen Küsten installieren. Die Herausforderungen sind groß. Im Vergleich zu Ländern wie Dänemark oder Schweden kommen in Deutschland fast nur Standorte mit verhältnismäßig großen Wassertiefen (mehr als 20 Meter) und weiten Entfernungen von der Küste (mehr als 30 Kilometer) in Frage. Diese Standortbedingungen sorgen noch für große technische und wirtschaftliche Unsicherheiten und stellen hohe Anforderungen an Fundamente, Windtechnik und verwendete Materialien.

Technologieforschung und Demonstrationsprojekte sollen helfen, diese Herausforderungen zu meistern. Forschungsplattformen wie FINO 1 liefern zuverlässig Daten zu Wind, Wellen, Strömungen und Vogelzug auf hoher See. „Alpha Ventus“ heißt das erste größere Offshore-Projekt, mit dessen Bau 2008 begonnen wurde. Es handelt sich um ein Testfeld, mit dem verschiedene Anlagenhersteller und Betreiber Erfahrungen sammeln. Diese Projekte werden mit Forschungsmitteln des Bundes und der Länder unterstützt.

Strom aus drei Kilometern Tiefe.

Unter der Erdoberfläche schlummern riesige Energiepotenziale. Denn schließlich sind 99 Prozent der Erdmasse heißer als 1.000 Grad Celsuis. Langfristig können mindestens 50 Prozent des Wärmebedarfs und 35 Prozent des Strombedarfs in Deutschland mit Erdwärme gedeckt werden. Zur Zeit liegt der Beitrag noch bei unter einem Prozent. Aktuell produzieren drei Kraftwerke in Deutschland Strom und Wärme, etwa 15 neue Projekte sind in Planung.

In mehr als 3 Kilometern Tiefe sind die Bohr- und Förderbedingungen schwierig, es besteht ein vergleichweise hohes Fündigkeitsrisiko. Aus den bisherigen Projekten lässt sich viel für die Verbesserung der Technologien lernen. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Forschung und an Demonstrationsprojekten. Das Bundesumweltministerium unterstützt deshalb unter anderem die Weiterentwicklung der Explorationstechnik, und die Entwicklung leistungsfähiger Tiefpumpen, die den spezifischen Anforderungen der Geothermie entsprechen. Zu den Forschungsprojekten gehören beispielsweise ein Geothermie-Atlas oder Simulationen zur Verbesserung der Kraftwerkstechnik. Aber auch die Geothermieanlagen in Landau und Unterhaching gehören zu den geförderten Projekten.

Quellen und Links:

BMU: Innovation durch Forschung

Solarthermisches Versuchskraftwerk Jülich


45. Wind + Sonne + Bio + Pumpspeicher = sichere Stromversorgung


45. Wind + Sonne + Bio + Pumpspeicher = sichere Stromversorgung

Wer auf Erneuerbare Energien setzt, muss keine Angst vor Stromausfällen haben. Die Einspeisung von Windstrom ist berechenbar. Dank meteorologischer Prognosen können Zeit und Ort der Einspeisung sehr präzise berechnet werden. Herrscht in einer Region Windstille, kann der Leistungsabfall regional, überregional und europaweit über das bestehende Stromnetz ausgeglichen werden. Dezentral und breit gestreute Erneuerbare-Energien-Anlagen können sich außerdem gegenseitig stützen und ergänzen. Fehlen Wind und Sonne können z.B. Wasserkraftanlagen, Biogasanlagen oder Holzkraftwerke zuverlässig rund um die Uhr einspringen. Pumpspeicher nehmen Strommengen bei hoher Produktion auf und stellen sie bei Bedarf innerhalb weniger Augenblicke bereit. Mit den bisher in Deutschland verfügbaren Speicherkapazitäten ist die Stromversorgung heute und in Zukunft sicher – ohne Laufzeitverlängerung und zusätzliche Kohlekraftwerke.

Quellen und Links: 

Informationen zu Kombikraftwerk

Kraftwerkspark der Zukunft


46. Erneuerbare Energien sind ein Gewinn für alle.


46. Erneuerbare Energien sind ein Gewinn für alle.

Unterm Strich sind die Erneuerbaren Energien ein volkswirtschaftlicher Gewinn. Zwar fallen höhere Beschaffungskosten für die Energie­versorger an, die der Markteinführung dieser Technologien dienen. Demgegenüber vermeiden Wind- und Wasserkraft, Sonnen- und Bioenergie sowie Geothermie immer mehr Importe von teuren fossilen Brennstoffen nach Deutschland. Allein im Jahr 2008 haben Kraftstoffe, Strom und Wärme aus regenerativen Quellen fossile Energieimporte im Gegenwert von mindestens 7 Milliarden Euro ersetzt.

Obendrein haben Wind-, Solar- und Bioenergie der Volkswirtschaft externe Kosten in Höhe von mindestens 6,5 Milliarden Euro erspart. Diese wären durch Umweltverschmutzung, Gesundheitsschäden und einen verstärkten Treibhauseffekt angefallen, wenn der Energiebedarf statt mit Erneuerbaren Energien nur aus fossilen Quellen gedeckt würde. Ohne die Erneuerbaren Energien hätten die Verbraucher also auf jeden Fall drauf gezahlt.

Quellen und Links:

Bundesumweltministerium: Gutachten zur Kostenbilanz Erneuerbarer Energien


47. Eine Umdrehung bringt dich Schwung…


47. Eine Umdrehung bringt dich Schwung…

Eine einzige Umdrehung eines Windkraftrotors erzeugt etwa eine Kilowattstunde sauberen Strom.

Damit kannst du… 

…deine Frisur optimieren (ca. 0,05 kWh)

…Eiswürfel für einen kühlen Drink produzieren (0,04 kWh)

…dich mit Spaghetti für einen langen Abend stärken (ca. 0,2 kWh)

…per E-Mail alle Freunde zur Party des Jahres einladen (ca. 0,04 kWh)

…online die beste U-Bahn-Verbindung heraussuchen (ca. 0,01 kWh)

…eine Stunde Musik zum Aufwärmen hören (ca. 0,16 kWh)

Und das ganze am nächsten Abend wiederholen.


48. Erneuerbare Energien bieten Entwicklungschancen.


48. Erneuerbare Energien bieten Entwicklungschancen.

Heute verbrauchen 20 Prozent der Weltbevölkerung in den Industrie­ländern mehr als 50 Prozent der gesamten Energie-Ressourcen. Ein Drittel der Weltbevölkerung hat überhaupt keinen Zugang zur Strom­versorgung. Erneuerbare Energien können hier Abhilfe schaffen.

Solartechnik lässt sich beispielsweise in entlegenen Regionen auch ohne Netzanbindung einsetzen. Photovoltaik-Anlagen ermöglichen die Kühlung von Medikamenten oder die Stromversorgung von Schulen.

Der Einstieg in die nachhaltige Nutzung von Bioenergie schafft ebenfalls Entwicklungsperspektiven. Die Produktion von Strom, Wärme und Kraft­stoffen wird zum zweiten Standbein für Landwirte. Schwellen- und Entwicklungsländer können so unabhängiger von teuren Erdölimporten werden. Außerdem wird der Raubbau von Holz reduziert. Die dezentrale Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien bildet so die Voraus­setzung für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. 


49. Erneuerbare Energien machen Landschaft lebenswert.


49. Erneuerbare Energien machen Landschaft lebenswert.

Dort, wo vorher Manöver und Schießübungen stattfanden, wird heute erneuerbarer Strom erzeugt. Auf ehemaligen Militärflächen haben Unternehmen der Erneuerbaren Energien Windkraftanlagen oder Solarmodule errichtet. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg verpachtet 300 Hektar eines ehemaligen Truppenübungsplatzes in der Nähe von Jüterbog für Windenergieparks. Die Bedingung: Die Heidelandschaft muss erhalten werden. Am Fuße der Windkraftanlagen grasen deshalb Bentheimer Landschafe. Eine robuste Rasse, die auch mit den kargen Heidegräsern zufrieden ist.

Oder 20 Kilometer weiter das Dörfchen Feldheim. In den umliegenden Wäldern wurde Munition der Nationalen Volksarmee gelagert. Die Alt­lasten wurden auf Kosten des Solarparkbetreibers entsorgt. Einziges Überbleibsel ist ein Bunker, in dem schützenswerte Fleder­mäuse überwintern. Jetzt stehen hier Photovoltaik-Anlagen, die 700 Haushalte mit sauberem Strom versorgen.

Quellen und Links:

Stiftung Naturlandschaften Brandenburg

Bundesländervergleich Erneuerbare Energien - Länderprofil Brandenburg


50. Unser Wahlergebnis: 47 Prozent


50. Unser Wahlergebnis: 47 Prozent

47 Prozent - so viel können die Erneuerbaren Energien bis 2020 am deutschen Stromverbrauch stellen. Das geht aus der Branchenprognose „Stromversorgung 2020“ hervor. Experten aus Unternehmen und Verbände haben darin den Stromverbrauch, die Entwicklung des Kraftwerksparks und der Netzinfrastruktur untersucht. Das Ergebnis: Bis 2020 verdreifachen Wind-, Solar- und Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie ihre Stromproduktion und die installierte Kraftwerks­leistung.

Der Ausbau Erneuerbarer Energien bedeutet keine Abstriche bei der Versorgungssicherheit, eine Stromlücke gibt es nicht. Zu jeder Zeit steht ausreichend gesicherte Kraftwerksleistung zur Verfügung – ganz ohne Kernkraftwerke und ohne zusätzliche Kohle-Grundlastwerke.

Quellen und Links:

Stromversorgung 2020