Frank H. Asbeck
Vorstandsvorsitzender SolarWorld AG, Bonn
"Es ist hoch motivierend, mit dafür zu sorgen, dass in Deutschland immer mehr Arbeitsplätze entstehen"
Wann haben Sie begonnen, sich mit Erneuerbaren Energien zu beschäftigen? Gab es einen besonderen Anlass oder ein besonderes Vorbild?
In meiner Zeit als Mitglied der Grünen habe ich mir die Frage gestellt, warum Erneuerbare Energien nicht schon längst viel weiter entwickelt sind und festgestellt, dass es im Bereich der Fotovoltaik an Akteuren mangelte, die die Technologie kommerziell vorantreiben. Dabei kommt die Energie kostenlos zu uns, und der Rohstoff Silizium ist nahezu unerschöpflich. Als sich zudem die politischen Verhältnissen zugunsten der Solarenergie wandelten, war ich fest davon überzeugt, dass diesen Energien vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Klimawandels die Zukunft gehört.
Was motiviert Sie?
Den Einsatz der Solarenergie weltweit voranzubringen, hat viele positive Facetten. Solarenergie ist ein wichtiger Beitrag zum globalen Klimaschutz und kann ausgezeichnete Dienste für die wirtschaftliche Entwicklung ärmerer Regionen dieser Welt leisten. Es ist außerdem hoch motivierend, mit dafür zu sorgen, dass in Deutschland immer mehr Arbeitsplätze in der zukunftsträchtigen Solarindustrie entstehen.
Wo sehen Sie die Erneuerbaren Energien im Jahr 2020?
Die Branche zählt zu den wichtigsten Arbeitgebern in Deutschland. Längst stammen mehr als ein Drittel des deutschen Stromverbrauchs aus regenerativen Quellen. Heimische Unternehmen zählen auf dem nach wie vor zweistellig wachsenden Weltmarkt zu den führenden Unternehmen. Im Börsenindex Dax stehen drei regenerative Titel. Weltweit ist die Bedeutung enorm angestiegen. Insbesondere in sonnenverwöhnten Regionen der Welt ist die Fotovoltaik zu einer tragenden Säule auch der wirtschaftlichen Entwicklung in Ländern der "Dritten Welt" geworden. Die Stromerzeugung auf Basis regenerativer Technologien ist mittlerweile günstiger als konventionell erzeugte Elektrizität.
Was muss dafür noch getan werden?
Die politischen Rahmenbedingungen müssen bis zum Erreichen der Wettbewerbsfähigkeit verlässlich und stabil bleiben. Die Unternehmen sind aufgerufen, konsequent die Effizienz der eingesetzten Technologien weiter zu verbessern und Kostenvorteile an die Endkunden weitergeben. Insbesondere börsennotierte Unternehmen müssen darauf achten, dass das Wachstum profitabel bleibt, um ihre Attraktivität für Investorenkapital zu behalten.
Womit beschäftigen Sie sich sonst noch, z.B. nach getaner Arbeit? Haben Sie ein Laster, zu dem Sie gerne stehen?
Es geht doch darum, sein Leben lebenswert zu gestalten. Das mache ich zum Beispiel, indem ich mich in meinen Maserati setzte und die Schönheit des Designs und das Fahrvergnügen genieße. Ohne Genuß bleibt der Erfolg trocken: daher gönne ich mir gerne ein Glas guten Rotweins. Nicht zuletzt liebe ich die Natur, verbringe gerne Zeit mit ihr, etwa wenn ich als Jäger aktiv bin.
Fachgebiete: Fotovoltaik, Energiepreise, Prognosen, Nationale Rahmenbedingungen / EEG, Finanzierung und Projektentwicklung, Kommunale Nutzung von Erneuerbaren Energien, Arbeitsplätze, Klimaschutz
Presseanfragen an: Frank H. Asbeck, Tel: 0228 5592013
Das Unternehmen
SolarWorld AG
Martin-Luther-King-Str. 24
53175 Bonn
Die SolarWorld AG hat sich in nur wenigen Jahren vom einstigen Handelsunternehmen zu einem Solarkonzern mit integriertem solaren Wertschöpfungsprozess - vom Rohstoff über den Wafer, die Zelle, das Modul bis hin zur fertigen, hochwertigen Solarstromanlage - entwickelt.
Heute profitiert der Konzern davon, frühzeitig auf den Aufbau der gesamten solaren Wertschöpfung gesetzt zu haben: Dem Konzern stehen auf allen Produktionsstufen moderne Fabriken zur Verfügung, um den expandierenden Solarmarkt umfänglich zu versorgen. Darüber hinaus steuert der Konzern die Entwicklung der Solarstromtechnologie auf allen Ebenen im eigenen Haus.
Konzernweit sind 2.985 Menschen (Stand 30.06.2010) an den Standorten in Deutschland, Spanien, Frankreich, Südafrika, Asien und USA tätig - Tendenz steigend.
Hauptsitz: Bonn
Standorte: Freiberg, Rheinfelden, Grenoble, Madrid, Camarillo (USA), Hillsboro (USA), Kapstadt, Ras Laffan (Katar), Singapur, Seoul
Tätigskeitsbereich: Photovoltaik: integrierte ProduKtion und Handel mit Solarstromprodukten
Anzahl der Mitarbeiter: ca. 3000
Umsatz: 1,010 Mill. Euro (2009)
Export: 50%

