Film: Die Geschichte des Erneuerbaren Energien-Gesetzes
Weitere Informationen rund um das EEG
- Präsentation: Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz - Eine Erfolgsgeschichte
- Präsentation: Ökonomische und ökologische Effekte des EEG und des Ausbaus Erneuerbarer Energien
- Renews Spezial 41: 20 Jahre Förderung von Strom aus Erneuerbaren Energien
- Studie: Kosten und Nutzen der EEG-Förderung
- Renews Spezial 27: 10 Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz
- Flyer: 10 Jahre EEG
- Hintergrundpapier: Erneuerbare-Energien-Gesetz vs. Emissionshandel
Erfolgsgeschichte EEG - das Erneuerbare-Energien-Gesetz
Entwicklung des EEG
Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist das wichtigste Instrument zur Förderung von Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie im Bereich der Stromerzeugung. Seit Einführung des Stromeinspeisungsgesetzes 1991, das als Vorläufer des EEG gilt, wuchs der Anteil der Erneuerbaren Energien im Stromsektor rapide an. Insbesondere das Inkrafttreten des EEG am 01. April 2000 hat für einen Wachstumsschub gesorgt. Nachdem die Erneuerbaren Energien 2010 einen Anteil von etwa 17 Prozent in 2010 am Stromverbrauch hatten, wurde 2011 ein Wert von über 20 Prozent erreicht.
Das EEG hat aber nicht nur den Klimaschutz und die Entwicklung der Erneuerbaren-Energien-Branche mit einem hohen Exportanteil vorangebracht. Das Gesetz wurde auch selbst zum Exportschlager. Weltweit haben sich zahlreiche Länder - allein 19 der 27 EU-Staaten - die Grundprinzipien des EEG zum Vorbild genommen und in eigene Gesetze übertragen.
Die Grundprinzipien des EEG
Investitionssicherheit durch garantierte Einspeisevergütung und Anschlusspflicht: Jede Kilowattstunde, die aus Erneuerbare-Energien-Anlagen erzeugt wird, muss abgenommen werden. Anlagenbetreiber erhalten in der Regel 20 Jahre lang eine technologiespezifische garantierte Vergütung für ihren
Strom. Insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen wird so ein neuer Zugang zum Strommarkt eröffnet.
Innovation durch sinkende Vergütung: Eine regelmäßige Absenkung der Vergütungssätze (Degression) für Neuanlagen übt Kostendruck auf die Hersteller aus. So werden die Technologien immer effizienter und kostengünstiger.
Keine Belastung der Staatskasse: Noch ist die Förderung erneuerbaren Stroms notwendig. Die EEG-Vergütungssätze machen aber transparent, was Strom aus Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie sowie Erdwärme tatsächlich kostet. Anders als bei fossilen Energien kommen keine versteckten Folgen wie Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden dazu. Die Mehrkosten der regenerativen Stromerzeugung sind aber keine Subventionen, denn sie werden nicht aus Steuermitteln bezahlt. Vielmehr wird die Förderung verbrauchsorientiert über die Stromrechnung umgelegt: Wer viel Strom verbraucht, zahlt auch mehr. Der Aufbau einer sicheren und sauberen Stromversorgung kostet zunächst Geld – aber mit dem EEG werden Ausgaben so gering wie möglich gehalten. Die volkswirtschaftlichen Gewinne des EEG wie vermiedene Importe, Klima- oder Umweltschäden, überwiegen diese Kosten.
Die EEG-Umlage
Die Finanzierung der im EEG verankerten festen Einspeisevergütung wird über die jährlich berechnete EEG-Umlage geregelt. Diese Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen den Vergütungszahlungen für EEG-Strom und den Erlösen, die durch den Verkauf des EEG-Stroms an der Strombörse erzielt werden. Der resultierende Betrag wird nun auf alle Stromkunden gemäß Ihres Stromverbrauchs umgelegt.
Parallel zum wachsenden Anteil der Erneuerbaren Energien ist in den letzten Jahren auch die EEG-Umlage gestiegen. Im Jahr 2012 liegt die Umlage trotz des dynamischen Wachstums der letzten Jahren bei 3,59 Cent pro Kilowattstunde und damit nur 0,06 Cent über der Umlage des Jahres 2011. Gemessen am gesamten Strompreis und an den Gesamtausgaben der Haushalte macht die Förderung Erneuerbarer Energien jedoch nur einen geringen Teil aus.
Verschiedenen wissenschaftlichen Studien zufolge wird die EEG-Umlage in den kommenden Jahren gegenüber dem Stand von 2012, je nach Entwicklung der Börsenstrompreise, stagnieren oder nur noch geringfügig steigen, um ab Mitte des Jahrzehnts dauerhaft zu sinken. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen wird also zunehmend günstiger, während der Preis für fossile Energien tendenziell steigt - und dies sogar ganz ohne die Berücksichtigung externer, nicht-eingepreister Kosten.
Kosten und Nutzen des EEG
Die Förderung Erneuerbarer Energien verursacht nicht nur Kosten, sondern sorgt auch für erheblichen Nutzen. Klimaschutz, weniger Abhängigkeit von Energieimporten und eine mittelfristig günstigere Stromversorgung als mit teurer werdenden konventionellen Energieträgern sprechen für den Ausbau Erneuerbarer Energien.
Zudem ist die Branche der Erneuerbaren Energien, auch aufgrund des EEG, zu einem hochentwickelten Industriesektor geworden, der eine Vielzahl von Arbeitsplätzen sichert und der vor Ort für eine hohe Wertschöpfung sorgt. Das EEG produziert damit schon heute volkswirtschaftliche Gewinne.
Mehr Informationen zu Kosten und Nutzen des Ausbaus Erneuerbarer Energien finden Sie auch im Factsheet "Nutzen der Erneuerbaren Energien" sowie in der Broschüre "Der volle Durchblick in Sachen Erneuerbare Energien".
Ständige Überarbeitung und Anpassung
Ein weiteres Erfolgsrezept des EEG ist seine Anpassungsfähigkeit. Von Anfang an wurden kontinuierliche Berichts- und Revisionsprozesse im EEG verankert, so dass das Gesetz immer wieder an die dynamische Entwicklung der Erneuerbaren Energien angepast werden kann. Die letzte große Novelle des EEG stammt aus dem Jahr 2009, die nächste Überarbeitung wird nach der Beratung im Sommer 2011 zum 01.01.2012 in Kraft treten.





