Stromerzeugung und Börsenpreis am 25. und 26.12.2009 in Deutschland
An besonders windreichen Tagen mit gleichzeitig geringer Stromnachfrage haben wir in Deutschland heute schon Strom im Überfluss. Die Strompreise an der Börse sinken manchmal weit ins Minus. Das heißt, dass die Abnehmer von Strom zeitweilig sogar dafür bezahlt werden, dass sie Strom verbrauchen. Die Grafik zeigt am Beispiel der stürmischen Weihnachtstage im Jahr 2009, wie sich Stromerzeugung und Börsenpreis verhielten. Dabei wird deutlich, dass vor allem Braunkohlekraftwerke und Atomkraftwerke trotz der Überschusssituation noch erhebliche Mengen Strom produzierten. Ihre Leistung kann aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht weiter gedrosselt werden. Sie sind also zu unflexibel für ein Versorgungssystem, das zu immer größeren Anteilen auf Erneuerbaren Energien basieren soll. Wir steuern also auf einen zunehmenden Systemkonflikt zu, der sich durch die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke verschärft.
