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Irmina Blachnik

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Vergleich der Bundesländer: Best Practice für den Ausbau Erneuerbarer Energien

Die Bundesländer verfügen über weitreichende Kompetenzen für den Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung. Sie stellen die Weichen für Klimaschutz und Wirtschaftsentwicklung durch Erneuerbare Energien vor Ort.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) haben im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien Anstrengungen und Erfolge der Bundesländer in 49 ausgewählten Bereichen untersucht. Die Studie „Best Practice für den Ausbau Erneuerbarer Energien“ liefert den ersten umfassenden Bundesländervergleich von politischen Rahmenbedingungen, Wirtschaftseffekten sowie von Anteilen und Zubaudynamik Erneuerbarer Energien. Sie identifiziert die Vorreiter und Schlusslichter beim Strukturwandel hin zur klimafreundlichen Energieversorgung der Zukunft.

1. Aufbau der Studie
Die untersuchten Faktoren wurden in vier Gruppen zusammengefasst: Im Bereich A steht die Nutzung Erneuerbarer Energien im Vordergrund – die Wertung erfolgt jeweils für die Anstrengungen (1A) und die Erfolge (2A) beim Einsatz Erneuerbarer Energien.

Im Bereich B wird der wirtschaftliche und technologische Wandel durch Erneuerbare Energien betrachtet – die Wertung erfolgt auch hier jeweils für Anstrengungen (1B) und Erfolge (2B). Eine ergänzende Kurzstudie bewertet die Programme und Maßnahmen im Bereich Erneuerbare Wärme. Mehr als die Hälfte des deutschen Endenergieverbrauchs wird nur für die Wärmeerzeugung benötigt. Dieser Sektor ist deshalb besonders wichtig, um die Klimaschutzziele zu erreichen.

2. Studienergebnisse
Gesamtsieger „Bestes Bundesland für Erneuerbare Energien“ ist Brandenburg. Im Bereich „Wirtschaft und Technologie“ liegt Schleswig-Holstein auf dem ersten Platz. Im Bundesländervergleich zu „Erneuerbarer Wärme“ steht Baden Württemberg an erster Stelle.

Rangliste: Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern, Schleswig- Holstein und Sachsen-Anhalt sind Spitzenreiter im Bundesländervergleich. Je ambitionierter und engagierter die Bundesländer auf den breiten Einsatz von Erneuerbaren Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr setzen, desto weiter liegen sie in den Kategorien vorn. Brandenburg zeichnet sich dadurch aus, dass es in den ausschlaggebenden Kategorien einen vorderen Platz besetzt, während Baden-Württemberg, Bayern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt jeweils führend in einzelnen Indikatorgruppen sind.

Schlusslichter sind das Saarland, Berlin und Hessen. Auch Nordrhein- Westfalen und Hamburg befinden sich auf hinteren Rängen. Der Vergleich zeigt, dass die Potenziale für die Nutzung Erneuerbarer Energien über ganz Deutschland gleich verteilt sind. Entscheidend ist die Umsetzung dieser Chancen in Erfolge. Den Bundesländern stehen zahlreiche Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung, um Erneuerbare Energien auszubauen und damit Klimaschutz und Wirtschaftsentwicklung voran zu treiben.

Ost-West-Vergleich: In der Gesamtwertung schneiden die neuen Bundesländer etwas besser ab als der Rest der Republik. Hier sind zum einen die Anstrengungen zur Nutzung Erneuerbarer Energien höher. Zum anderen sind in strukturschwächeren Ländern die positiven Wirtschafts- und Arbeitsplatzeffekte stärker spürbar.

3. Schlussfolgerungen:

1. Die Bundesländer verfügen über Potenziale in allen Bereichen der Erneuerbaren Energien und sollten auf größtmögliche Vielfalt und auf alle Technologien setzen.

2. Die Vorreiter in Sachen Erneuerbare Energien profitieren am meisten von neuen Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Technologieentwicklung im Bereich Erneuerbare Energien. Diese Standortvorteile der Erneuerbaren Energien kommen besonders strukturschwächeren Ländern zugute.

3. Zur Erreichung anspruchsvoller europäischer und deutscher Klimaschutzziele müssen alle Bundesländer ihre Anstrengungen im Bereich Erneuerbarer Energien erhöhen und Hindernisse vor Ort abbauen.

 

Alle Ergebnisse des Bundesländervergleichs in einer interaktiven Karte...