Treibhausgasemissonen fossiler und erneuerbarer Heizungssysteme

In der Wärmeversorgung Deutschlands werden 51 Prozent der Endenergie verbraucht und 40 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen verursacht. 53 Prozent macht der Energiebedarf durch Raumheizung aus, 30 Prozent setzt die Industrie als Prozesswärme um, die verbleibenden 15 Prozent decken den Warmwasser- und Prozesswärmebedarf der Haushalte und Kleinverbraucher ab.

Hier ergibt sich ein erhebliches Einsparungspotenzial an Treibhausgasemissionen. Allein durch das Ersetzen fossiler durch erneuerbare Heizungssysteme lassen sich die Treibhausgasemissionen auf einen Bruchteil reduzieren.

Die positiven Effekte erneuerbarer Wärmetechnologien hinsichtlich der Einsparung von Treibhausgasemissionen sind eindeutig. Sowohl Wärmepumpen als auch solarthermische Anlagen und Holzheizungen leisten einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Wärmepumpen schneiden gegenüber Stromheizungen mit um mehr als zwei Drittel niedrigeren Emissionen pro Kilowattstunde deutlich besser ab. Aber auch gegenüber einem modernen Erdgas-Brennwertkessel kann eine Wärmepumpe die klimarelevanten Emissionen um 33 % reduzieren. Dabei wurde angenommen, dass für den Betrieb der Wärmepumpe der durchschnittliche deutsche Strommix genutzt wird. Würde ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energien für den Betrieb der Wärmepumpe eingesetzt, fiele die Bilanz noch besser aus.

Ersetzt man die Fernwärme, so wie man sie im derzeitigen Bundesdurchschnitt beziehen kann, durch Nahwärme aus Biogas, lassen sich die Treibhausgasemissionen um mehr als 60 % verringern. Bei Fernwärme aus einem Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk lassen sich fast 75 % der Klimagas-Emissionen vermeiden.

Mit solarthermischen und Holz-Heizungssystemen lassen sich sogar Reduktionen bis über 90 % im Vergleich zur Erdöl-Brennwertheizung erzielen.