Dossier: Wärmeverbrauch und -entwicklung bis 2020
Mehr als die Hälfte des gesamten deutschen Energieverbrauchs dient zur Wärmeproduktion, gleichzeitig sind nur 12 Prozent der Heizungen in Deutschland auf dem Stand der Technik. Eine Erneuerung des Heizungsbestandes und der Ausbau Erneuerbarer Energien bieten daher enorme Potenziale für den Schutz des Klimas. Gleichzeitig schützt diese Strategie die Verbraucher vor schnell steigenden Öl- und Gaspreisen. Das Potenzial der Erneuerbaren Energien ist mit einem Anteil von etwa 9 Prozent am Wärmeverbrauch erst zu einem kleinen Teil erschlossen.
Die Wärmebereitstellung aus Erneuerbaren Energien hat sich zwischen 2000 und 2008 von einem niedrigen Niveau ausgehend von etwa 70 auf fast 140 TWh verdoppelt. Der Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Wärmeverbrauch ist damit von 4,7 auf 9,6 Prozent gestiegen, wenn der Anteil Erneuerbarer Energien an dem im Wärmesektor verwendeten mitgerechnet wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass mehr als 90 Prozent der Wärme in Deutschland immer noch mit fossilen Energien erzeugt werden.
Bislang werden Erneuerbare Energien vor allem zur Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser genutzt. In diesem Segment liegt der relative Anteil der Erneuerbaren Energien daher bereits bei mehr als 11 Prozent und damit etwas höher als ihr Anteil am Gesamtverbrauch.
Innerhalb der Erneuerbaren Energien liefert Bioenergie mit etwa 75 Prozent den weitaus größten Teil der Wärmebereitstellung aus Erneuerbaren Energien. Danach folgen der im Wärmesektor verwendete Strom aus Erneuerbaren Energien (19%) und die Solarthermie mit 3 Prozent ebenso wie Geothermie und Wärmepumpen mit einem Anteil von 3%.
- Dateien:
091015_BEE-HG_Waerme2020_final.pdf
AEE_01_AktuellerHeizungsbestand.pdf
AEE_02_Entwicklung_Waermebedarf_2000-2020.pdf
AEE_03_Waerme_ausEE_AnteilamVerbrauch_2000-2020.pdf
AEE_04_Waerme_ausBioenergie_AnteilamVerbrauch_2000-2020.pdf
AEE_05_Waerme_ausSolarthermie_AnteilWaermeverbrauch_2000-2020.pdf
AEE_06_Waerme_ausGeothermieWaermepumpe_AnteilamVerbrauch_2000-2020.pdf



