Die Wasserkraftbranche im Jahr 2009
Mit einem Anteil von 16 Prozent am globalen Stromverbrauch im Jahr 2008 ist die Wasserkraft die weltweit bedeutendste erneuerbare Energiequelle für die Stromerzeugung. Es handelt sich um eine technisch ausgereifte Technologie, die seit über 100 Jahren genutzt wird. Ihr großer Vorteil liegt in der stetigen Verfügbarkeit, ihrem hohen Wirkungsgrad und der Fähigkeit, Energie zu speichern. Damit leistet die Wasserkraft einen wichtigen Beitrag zur Deckung der Grundlast wie zur Netzstabilität.
Die Menge des in Deutschland erzeugten Wasserkraftstroms ist seit einigen Jahren weitgehend stabil, bzw. schwankt in Abhängigkeit vom Niederschlagsaufkommen. Im Jahr 2009 betrug die Stromerzeugung aus Wasserkraft 19 Mrd. kWh. Damit deckte sie knapp 3,3 Prozent des Brutto-Stromverbrauchs oder den Bedarf von über 4,7 Millionen Haushalten.
Nach der Windenergie hat die Wasserkraft den größten Anteil an der Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien in Deutschland. Im Vergleich zum Beginn der 1990er Jahre hat die Stromerzeugung aus Wasserkraft leicht zugenommen. Dies liegt daran, dass Anlagen modernisiert und früher stillgelegte Anlagen reaktiviert wurden. Möglich wurde dies durch verbesserte Rahmenbedingungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die gesamte in Deutschland installierte Leistung betrug Ende 2009 etwa 4.760 Megawatt, die sich auf rund 7.500 Anlagen verteilen.
Die Wasserkraftbranche in Deutschland verzeichnete 2009 einen Gesamtumsatz von etwa 1,4 Milliarden Euro. Davon wurden 70 Millionen Euro in neue Anlagen investiert. Für die Wasserkraftbranche spielt der Export mit einer Quote von über 80 Prozent eine besonders große Rolle. Die Hälfte aller Wasserkraftanlagen weltweit basieren auf deutschem Know-How.
