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Windenergie bringt Beschäftigung

Neue Studie zeigt die Arbeitsplatzzahlen der Windenergie auf Bundesländerebene

Berlin, 22. August 2011. Die Erneuerbaren Energien sorgen für Beschäftigung. Insgesamt arbeiten heute mehr als 367.000 Menschen in der Branche, wobei allein die Windenergie knapp 100.000 Arbeitsplätze stellt. Eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) hat nun erstmals die Arbeitsplatzverteilung der Windindustrie bundesländergenau errechnet und eine Vorausschau auf die zukünftige Entwicklung vorgenommen. Dabei wird deutlich, dass alle Bundesländer[nbsp] - nicht nur der windreiche Norden - von den Beschäftigungseffekten profitieren.

Im Jahr 2009 beläuft sich die Zahl der Beschäftigten im Bereich Windenergie an Land (Offshore wurde in der Studie ausgeklammert) auf 95.600. Die Stellen entfallen dabei sowohl auf die Produktion als auch auf den Betrieb der Anlagen. Durch die Berücksichtigung von indirekten Effekten und deren regionale Zuordnung wird deutlich, dass nicht nur die Fertigungsstandorte der Unternehmen vom Ausbau der Windkraft profitieren, sondern auch die Städte und Gemeinden, in denen Dienstleister und Zulieferbetriebe angesiedelt sind. Zwar entstehen die größten Arbeitsplatzeffekte relativ zur jeweiligen Gesamtbeschäftigung in den Ländern, die den Ausbau der Windenergie bisher stark vorangetrieben haben, wie etwa in Niedersachsen, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt. Aber auch für die Bundesländer, die bei der Windenergienutzung noch am Anfang stehen, haben die Autoren der Studie aufgrund der Zulieferketten nennenswerte Arbeitsplatzeffekte ermittelt. Insbesondere der Elektronik- und der Maschinenbausektor erbringen bedeutende Vorleistungen für die Windindustrie. Davon profitieren neben Niedersachsen vor allem Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Schnitt entfallen auf jeden direkt in der Onshore-Windindustrie angesiedelten Arbeitsplatz etwa 1,4 Personen, die in vorgelagerten Wertschöpfungsstufen Beschäftigung finden.

Die Autoren der Studie wagen neben der Errechnung der Zahlen für 2009 auch einen Blick in die Zukunft. Nachdem es im Jahr 2010 einen leichten Rückgang der Beschäftigtenzahlen gab, sehen die Autoren für die Entwicklung bis 2030 positive Tendenzen. Selbst in einem verhaltenen Szenario wird eine weitere leichte Steigerung der Arbeitsplätze in der Onshore-Windenergie erfolgen, wobei eine Verschiebung zugunsten der Industrie-Standorte gesehen wird. Im untersuchten optimistischen Szenario erfolgt hingegen in allen Bundesländern ein weiteres Wachstum der Beschäftigtenzahl. Insgesamt werden dann laut GWS bei entsprechenden Rahmenbedingungen bis 2030 über 165.000 Menschen in der Onshore-Windenergie arbeiten.

 

Eine interaktive grafische Darstellung der bundesländergenauen Ergebnisse sowie viele weitere Datensätze zum Ausbau Erneuerbarer Energien in den Bundesländen finden Sie auf www.foederal-erneuerbar.de.

 

Die komplette Studie können Sie auf den Erneuerbare-Energien-Seiten des Bundesumweltministeriums downloaden.