Nationales Klimaziel mit EEG 2014 nicht erreichbar?

Der Anteil der regenerativenanteil_ee_artikel Energien am Brutto-Inlandsstromverbrauch lag im ersten Halbjahr 2014 bei 28,5 Prozent. Dies ergab eine vorläufige Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Damit ist der Anteil im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um vier Prozentpunkte gestiegen. Zukünftig wird die Entwicklung von der EEG-Novelle 2014 gekennzeichnet sein. Der Bundesverband Erneuerbare Energie geht davon aus, dass die Neuregelungen den Ausbau von Stromerzeugungsanlagen auf Basis regenerativer Quellen ausbremsen und das Tempo der Energiewende drosseln werden. Der vorgegebene Ausbaukorridor nährt die Befürchtung, dass Deutschland eine Reihe energiepolitischer Ziele nicht erreichen könne. So sieht der Energieexperte Joachim Nitsch, der in der Vergangenheit für die Bundesregierung mehrere „Leitstudien“ zum Ausbau der Erneuerbaren Energien verfasst hat, in einem aktuellen Gutachten das nationale Klimaschutzziel in Gefahr. Der Deckel für die Erneuerbaren Energien im Strombereich und mangelnde Impulse bei Energieeffizienz und im Wärmesektor führen demnach zu einer Abflachung des EE-Ausbaupfades. Infolgedessen würden statt des angestrebten CO2-Rückgangs um 40 Prozent bis 2020 nur 29 Prozent erreicht.

Eine Renaissance der Kohleverstromung zeigt sich schon heute in der Klimabilanz: In Deutschland stieg der CO2-Ausstoß von 2012 auf 2013 um 20 Millionen Tonnen. Eine Trendwende ist national wie international nicht in Sicht.

EEG 2014 http://bee-ev.de/_downloads/publikationen/positionen/2014/20140725_BEE-Analyse_EEG-Novelle2014.pdf Zusätzlich oder statt dessen: Nitsch-Studie