Mehr heimischer Raps verarbeitet

ufop_logo_400x300Berlin, 09. Juni 2020 Die Rapsverarbeitung ist im März 2020 leicht gestiegen. Dabei hat sich der Anteil von Inlandsraps deutlich erhöht.

Im März 2020 wurde nach Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mehr Raps in deutschen Ölmühlen verarbeitet als im Februar. Die Gesamtmenge wird mit 737.000 t angegeben, etwa 10.000 t über dem Vormonat. Doch weniger die Höhe, sondern vielmehr die Herkunft der verarbeiteten Rapsmenge ist beachtenswert. Denn nach Berechnung der Agrarmarkt-Informations Gesellschaft (mbH) stammten rund 50 % der Verarbeitungsmenge aus dem Inland. Dies entspricht einer Steigerung von 11 Prozentpunkten zum Vormonat. Es ist zugleich der größte Anteil von Inlandraps an der gesamten Verarbeitung seit Beginn des Wirtschaftsjahres im Juli 2019, als der Anteil aufgrund der hohen Verfügbarkeit neuerntiger Ware bei rund 57 % lag. In den Folgemonaten wurde überwiegend Importware verarbeitet, sodass die Verwendung inländischer Partien von August bis November unter 40 % sank. Steigende Rapspreise ab Dezember 2019 mobilisierten dann noch einmal den Verkauf von Inlandsraps aus heimischer Erzeugerhand, so dass deren Anteil an der Verarbeitung sprunghaft auf 47 % zulegte.

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Von Juli 2019 bis März 2020 haben Ölmühlen in Deutschland 6,8 Mio. t Raps verarbeitet, 42 % aus dem Inland, 58 % wurden importiert. Im Vorjahreszeitraum waren es 6,7 Mio. t, die zu 41,5 % aus heimischer Erzeugung stammten.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) weist angesichts der Zahlen darauf hin, dass Deutschland EU-weit der mit Abstand bedeutendste Verarbeitungsstandort für Ölsaaten ist. Vor allem die Nachfrage nach Rapsöl für die deutschen Biodieselhersteller sowie der nationale Proteinfuttermittelmarkt bestimmen den Mengenbedarf. Die UFOP unterstreicht, dass diese Nachfrage zugleich zur Kulturartenvielfalt im Sinne vielfältigerer Getreidefruchtfolgen beiträgt und folglich die Biodiversität als Beitrag zur Ökosystemleistung in anderen Ländern der EU und in Drittstaaten wie der Ukraine verbessert.

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