Wandelanleihe soll internationales Wachstum stärken

Logo_ABO_Wind_400x300Wiesbaden, 4. Dezember 2017 - Vorstand und Aufsichtsrat der ABO Wind AG ersuchen die Aktionäre bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am Mittwoch, 20. Dezember, um die Ermächtigung, eine Wandelanleihe zu emittieren. „Die hervorragende Situation und Entwicklung des Unternehmens schaffen eine günstige Basis, um weitere Investoren für unser Unternehmen zu gewinnen“, sagt Vorstand Dr. Jochen Ahn. „Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von weniger als sechs spiegelt die Börsenbewertung die Stärke unseres Unternehmens nicht adäquat wider“, sagt Dr. Ahn. Die unmittelbare Platzierung neuer Aktien sei daher weniger attraktiv und die Platzierung einer Wandelanleihen eine interessante Alternative. Für 2017 prognostiziert das Unternehmen einen ebenso hohen Gewinn wie im Vorjahr. Auch für die folgenden Jahre sind die Aussichten gut. Allerdings erwartet der Vorstand dann nicht ganz so hohe Gewinne wie in den Rekordjahren 2016 und 2017.

ABO Wind sieht sich bestens gerüstet, die aktuell schwierigen Bedingungen in Deutschland zu meistern, unter denen insbesondere die Hersteller leiden. „Wir haben bereits vor drei Jahren auf Diversifizierung gesetzt und unsere internationalen Aktivitäten weiter ausgebaut. Davon profitieren wir nun.“ Bis 2016 trug das internationale Geschäft rund ein Drittel zum Umsatz bei. In diesem Jahr steigt der Anteil auf die Hälfte und mittelfristig voraussichtlich auf zwei Drittel. „Deutschland bleibt unser wichtigster Markt. Schwankungen gleichen wir mit umfangreichen internationalen Aktivitäten aus“, sagt Dr. Ahn. Seit vielen Jahren ist ABO Wind mit großem Erfolg etwa in Frankreich, Irland und Finnland tätig. In jüngster Zeit liefen auch die Geschäfte in Argentinien sehr gut, kleinere Abschlüsse gab es zudem in Spanien. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass auch in Deutschland weiterhin Bedingungen herrschen, die eine erfolgreiche Entwicklung von Erneuerbaren-Energien-Projekten für einen erfahrenen Spezialisten wie ABO Wind ermöglichen.

Obwohl die Liquiditätsausstattung ausgezeichnet ist, möchte sich ABO Wind aus einer Position der Stärke kurzfristig an den Kapitalmarkt wenden. Vorbehaltlich der Ermächtigung durch die Hauptversammlung am 20. Dezember soll voraussichtlich im Frühjahr 2018 eine Wandelanleihe mit einem Volumen von mindestens zehn Millionen Euro platziert werden. Während der voraussichtlich zweijährigen Laufzeit sollen Zeichner die Anleihen zu einem Wandlungspreis zwischen 15 und 20 Euro in Aktien umtauschen können.

Mit dem Emissionserlös will ABO Wind die internationalen Aktivitäten in zusätzlichen Ländern vorantreiben. In den vergangenen Jahren wurde begonnen, Wind- und Photovoltaikprojekte beispielsweise im Iran, in Kanada, Tansania, Tunesien und Griechenland zu entwickeln. In Ländern wie Frankreich, Spanien oder Argentinien ergänzt die PV-Entwicklung nun das Windkraftgeschäft. Wegen der kürzeren Planungszyklen nähern sich viele PV-Projekte der Baureife. Der erste kleinere PV-Park im Iran ist – wie unlängst berichtet – bereits am Netz, größere Projekte sind planerisch fortgeschritten. In Tunesien bewirbt sich ABO Wind aktuell qua Ausschreibung um eine Vergütung. Eine erfolgreiche Platzierung der Anleihe würde das internationale Wachstum beflügeln und böte die Möglichkeit, die Vorfinanzierung für Projekte aus eigener Kraft zu stemmen.

Mittelfristig soll die Wandelanleihe das Eigenkapital stärken. ABO Wind zeichnet sich von jeher durch eine hohe Eigenkapitalquote aus. Im Geschäftsjahr lag sie inklusive Mezzanine-Mittel bei 55 Prozent. „Es ist uns wichtig, auch bei einer deutlichen Ausweitung der internationalen Geschäftstätigkeit die Solidität der Bilanzkennzahlen zu bewahren. Auch dabei kann uns die Emission helfen“, sagt Dr. Ahn. 

Pressekontakt

Dr. Daniel Duben
Projektleiter Kommunikation
ABO Wind AG
daniel.duben@abo-wind.de