Lokalen Klimaschutz und Ausbau Erneuerbarer Energien in Europa gemeinsam gestalten

Berlin, 17. November 2017 – Die Städte Friedberg (Hessen) und Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) teilen Wissen und Erfahrungen über den Ausbau der Erneuerbaren Energien. In der zweiten Phase des vom Auswärtigen Amt geförderten und von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) und der Humboldt-Viadrina Governance Platform (HVGP) durchgeführten Pilotprojektes „Energiewende Twinning Towns“ besuchten die deutschen Städtevertreter ihre portugiesischen bzw. schwedischen Partnerstädte.  

06. November 2017: Friedberg (Hessen) und Entroncamento (Portugal)
Eine sechsköpfige Delegation aus Friedberg – bestehend aus Politik, Verwaltung, Stadtwerken und Fachhochschule – reiste mit einem Koffer voller Erfahrungen und Ideen nach Entroncamento (Portugal). Dirk Antkowiak, Erster Stadtrat und gewählter, aber noch nicht vereidigter Bürgermeister der Stadt Friedberg, freute sich über die Möglichkeit, die im Juni in Berlin erfolgreich präsentierte Städtepartnerschaft mit Entroncamento durch einen ganztägigen Expertenworkshop weiter zu vertiefen. „Beide Städte bringen Erfahrungen im lokalen Klimaschutz mit. Wir konnten einige interessante Ideen und Anregungen mit nach Friedberg nehmen und werden bei unseren nächsten Treffen im Dezember 2017 weitere Schritte besprechen“, so Antkowiak.

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Der Bürgermeister von Entroncamento, Jorge Faria, begrüßte die Teilnehmer und betonte, dass dieses Treffen ein wichtiger Baustein der jungen Partnerschaft sei. Das Interesse der insgesamt mehr als 30 Teilnehmer an den Projekten der Partnerstadt war sehr groß. Neben verschiedenen Ansätzen  zur Ausstattung aller Verwaltungsgebäude mit Solarstrommodulen oder die Anwendung von GIS-Daten für ein Energiekonzept, wurden u.a. die Themen Elektromobilität und energiesparende kommunale Beleuchtungskonzepte besprochen.

08. November 2017: Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) und Laxå (Schweden)
Auch die Grevesmühlener reisten mit viel Sachverstand und Engagement zu ihren schwedischen Partnern.Der Bürgermeister Lars Prahler brachte den Geschäftsführer der Stadtwerke sowie weitere Mitarbeiter und Vertreter der Stadt Grevesmühlen mit. „Wir erhoffen uns von diesem Treffen sehr viel. Besonders im Bereich der Holzenergie können und wollen wir von unseren schwedischen Freunden lernen“, so Bürgermeister Prahler. „Die fachliche Qualität der Diskussion war sehr gut. Ein Grund dafür ist, dass wir uns schon seit vielen Jahren kennen. Der Wissenstransfer ist keine Einbahnstraße, sondern ein Austausch auf Augenhöhe.“

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Auch die schwedische Seite war neben dem Bürgermeister Bo Rudolfson mit Verantwortlichen der Wohnungswirtschaft, den Stadtwerken und Unternehmern vertreten. Besonders groß war das Interesse der Gastgeber zu Solarenergie und der Einbindung bzw. Weiterbildung der Bevölkerung vor Ort. „Wir bedanken uns bei der deutschen Regierung für die finanzielle Unterstützung solcher Workshops, sie kommt genau zur richtigen Zeit, da wir im Bereich der Solarenergie viel vorhaben und Grevesmühlen uns hierbei helfen kann“, betonte der Bürgermeister von Laxå, Bo Rudolfson.

Energiewende und geeintes Europa großes Anliegen aller Teilnehmer
Neben dem fachlichen Wissensaustausch um wegweisende Strategien für eine lokale Energiewende, war allen Teilnehmern die Stärkung der europäischen Idee ein großes Anliegen. Die Teilnehmer in beiden Workshops betonten, dass Europa nur dann weiter zusammenwächst, wenn künftig Freundschaften durch gegenseitige Treffen und Besuche regelmäßig gehegt und gepflegt werden. Ein Austausch zu Themen des Klimaschutzes im Rahmen einer Städtepartnerschaft sei dafür ein guter Anlass.

Weitere Information zum Pilotprojekt „Energiewende Twinning Towns“
Das vom Auswärtigen Amt geförderte Pilotprojekt wählt geeignete europäische Städtepaare aus und organisiert und finanziert bilaterale Workshops im Bereich der Erneuerbare Energien, fachlich begleitet durch AEE und HVGP. Der Verband Kommunaler Unternehmen und der Deutsche Städte- und Gemeindebund sind als Praxispartner beteiligt. Auf der Auftaktveranstaltung im Juni 2017 im Auswärtigen Amt in Berlin setzten sich die Städtepaare Friedberg und Entroncamento sowie Grevesmühlen und Laxå in einem Auswahlverfahren durch. Beide Paare gewannen die organisatorische und finanzielle Unterstützung eines Expertenworkshops.

Weitere Informationen und Fotos unter:
https://www.unendlich-viel-energie.de/die-agentur/projekte/energiewende-partnerstadt/energiewendepartnerstadt


Kontakt
Agentur für Erneuerbare Energien
Florian Beißwanger
Tel: 030 200535 45
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