Umsätze und Investitionen in geothermische Kraftwerke in Deutschland

Die Grafiken zeigen aktuelle Zahlen zu Investitionen und Umsätze von geithermische Kraftwerken in Deutschland.

Die Daten dieser Infografiken beruhen auf den Ergebnissen der Studie „Investitionen in die Herstellung und Errichtung von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Deutschland“, die im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien von EuPD, DICT und dem Wuppertal-Institut erstellt und im Dezember 2011 veröffentlicht wurde.

Umsätze
Je mehr geothermische Kraftwerke zur Stromerzeugung in Deutschland errichtet werden, desto höher fallen die Umsätze und Investitionen aus. Die Umsätze (bis zu 1,7 Mrd. Euro im Jahr 2030) umfassen nur die heimischen Umsätze deutscher Anlagenhersteller in Deutschland sowie deren Exportumsätze (Exportanteil bis zu 62 Prozent im den Jahr 2010).
Investitionen
Dagegen umfasst die Summe der Investitionen (bis zu 2,0 Mrd. Euro im Jahr 2030) alle Investitionen in geothermische Kraftwerke und deren industrielle Produktionskapazitäten in Deutschland. Auch importierte Anlagen, die in Deutschland errichtet werden, sind in dieser Summe berücksichtigt. Bei stetig steigendem Zubau von geothermischen Kraftwerken müssen in Deutschland auch zusätzliche bzw. neue industrielle Produktionskapazitäten für die Herstellung der geothermischen Kraftwerke errichtet werden. Außerdem müssen alte Anlagen, die an das Ende ihrer Betriebszeit gekommen sind, ersetzt werden.

Wie hoch die Umsätze und Investitionen in geothermische Kraftwerke insgesamt ausfallen, hängt daher zunächst davon ab, wie viele Anlagen bis 2030 in Deutschland selbst zugebaut werden. Die Bandbreiten zukünftiger Umsätze und Investitionen in geothermische Kraftwerke in Deutschland ergeben sich aus den unterschiedlichen Annahmen einer verhaltenen Abschätzung des zukünftigen Zubaus einerseits und einer optimistischen Abschätzung des zukünftigen Zubaus andererseits:

Grundlage für die verhaltene Abschätzung des zukünftigen Zubaus sind die Mindestausbauziele für Erneuerbare Energien der Bundesregierung (Quelle: EWI/Prognos: Energiekonzept 2010). Das Minimum in den Infografiken bezieht sich auf diese Quelle. Grundlage für die optimistische Abschätzung des zukünftigen Zubaus und damit das Maximum in den Infografiken sind die Ausbauziele der Erneuerbare-Energien-Branche (Quelle: BEE: Branchenprognose 2011).

Angenommen wurde ferner ein weltweiter Ausbau von Erneuerbare-Energien-Anlagen im Rahmen des Szenarios Energy(r)evolution (DLR 2010). Die Weltmarktanteile deutscher Anlagenhersteller im Jahr 2010 bleiben in Zukunft zumindest erhalten, d.h. mit wachsendem Zubau von Anlagen weltweit steigen auch Umsätze deutscher Hersteller und die Notwendigkeit von Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten für den Export von deutschen Geothermie-Kraftwerken. Je stärker der Heimatmarkt jedoch in der optimistischen Abschätzung wächst, desto mehr positive Impulse werden jedoch auch für den Zuwachs der Weltmarktanteile deutscher Hersteller bewirkt.

Die Tortengrafiken zeigen den prozentualen Anteil der Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten und den Anteil der Investitionen in geothermische Kraftwerke. Die Bandbreite in Prozent bezieht sich ebenfalls auf die Differenz zwischen verhaltener bzw. optimistischer Abschätzung mit unterschiedlichen Annahmen zu Investitionen in geothermische Kraftwerke in Deutschland.

Während die verhaltenen Ausbauziele der Bundesregierung bis 2020 einen Anstieg und anschließend bis 2030 einen Rückgang der Gesamtinvestitionen in geothermische Kraftwerke zur Folge hätten, steigen die Investitionen unter dem Ausbauziel der Branchenprognose kontinuierlich an.
Im Jahr 2010 wurden in Deutschland insgesamt 95 Millionen Euro in den Bau von geothermischen Kraftwerken investiert. Davon wurden nur 2 Prozent im Bereich industrielle Produktionskapazitäten von geothermischen Kraftwerken getätigt. Sowohl die Ausbauziele der Bunderegierung als auch der Erneuerbare-Energien-Branche prognostizieren bis zum Jahr 2030 einen rückläufigen Anteil der Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten von geothermischen Kraftwerken in Deutschland. Die verhaltene Abschätzung der Bundesregierung prognostiziert einen maximalen Anteil der Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten mit 21 Prozent im Jahr 2015, wohingegen die optimistische Abschätzung der Erneuerbare-Energien-Branche den maximalen Anteil der Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten mit 31 Prozent im Jahr 2015 voraussagt.

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