Umsätze und Investitionen in Windenergieanlagen in Deutschland

Die Grafiken zeigen aktuelle Zahlen zu Investitionen und Umsätze von Windenergieanlagen in Deutschland.
Die Daten dieser Infografiken beruhen auf den Ergebnissen der Studie „Investitionen in die Herstellung und Errichtung von Erneuerbare-Energien-Anlagen in Deutschland“, die im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien von EuPD, DICT und dem Wuppertal-Institut erstellt und im Dezember 2011 veröffentlicht wurde.

Umsätze


Je mehr Windenergieanlagen zur Stromerzeugung in Deutschland errichtet werden, desto höher fallen die Umsätze und Investitionen aus. Die Umsätze (bis zu 26,2 Mrd. Euro im Jahr 2030) umfassen nur die heimischen Umsätze deutscher Anlagenhersteller in Deutschland sowie deren Exportumsätze (Exportanteil bis zu 53 Prozent im Jahr 2030).

Investitionen

Dagegen umfasst die Summe der Investitionen (bis zu 9,8 Mrd. Euro im Jahr 2030) alle Investitionen in Windenergieanlagen und deren industrielle Produktionskapazitäten in Deutschland. Auch importierte Anlagen, die in Deutschland errichtet werden, sind in dieser Summe berücksichtigt. Bei stetig steigendem Zubau von Windenergieanlagen müssen in Deutschland auch zusätzliche bzw. neue industrielle Produktionskapazitäten für die Herstellung der Windenergieanlagen errichtet werden. Außerdem müssen alte Anlagen, die an das Ende ihrer Betriebszeit gekommen sind, ersetzt werden.

Wie hoch die Umsätze und Investitionen in Windenergieanlagen insgesamt ausfallen, hängt daher zunächst davon ab, wie viele Anlagen bis 2030 in Deutschland selbst hinzugebaut werden. Die Bandbreiten zukünftiger Umsätze und Investitionen in Windenergieanlagen in Deutschland ergeben sich aus den unterschiedlichen Annahmen einer verhaltenen Abschätzung des zukünftigen Zubaus einerseits und einer optimistischen Abschätzung des zukünftigen Zubaus andererseits:

Grundlage für die verhaltene Abschätzung des zukünftigen Zubaus sind die Mindestausbauziele für Erneuerbare Energien der Bundesregierung (Quelle: EWI/Prognos: Energiekonzept 2010). Das Minimum in den Infografiken bezieht sich auf diese Quelle. Grundlage für die optimistische Abschätzung des zukünftigen Zubaus und damit das Maximum in den Infografiken sind die Ausbauziele der Erneuerbare-Energien-Branche (Quelle: BEE: Branchenprognose 2011). Angenommen wurde ferner ein weltweiter Ausbau von Erneuerbare-Energien-Anlagen im Rahmen des Szenarios Energy(r)evolution (DLR 2010). Die Weltmarktanteile deutscher Anlagenhersteller im Jahr 2010 bleiben in Zukunft zumindest erhalten, d.h. mit wachsendem Zubau von Anlagen weltweit steigen auch Umsätze deutscher Hersteller und die Notwendigkeit von Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten für den Export von deutschen Windenergieanlagen. Je stärker der Heimatmarkt jedoch in der optimistischen Abschätzung wächst, desto mehr positive Impulse werden auch für den Zuwachs der Weltmarktanteile deutscher Hersteller bewirkt.

Die Tortengrafiken zeigen den prozentualen Anteil der Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten und den Anteil der Investitionen in Windenergieanlagen. Die Bandbreite in Prozent bezieht sich ebenfalls auf die Differenz zwischen verhaltener bzw. optimistischer Abschätzung mit unterschiedlichen Annahmen zu Investitionen in Windenergieanlagen in Deutschland.

Sowohl aus den Annahmen der verhaltenen Ausbauziele der Bundesregierung als auch aus den Ausbauzielen der Branchenprognose würde sich im Zeitraum 2015 bis 2030 ein leichter Rückgang bzw. eine Stagnation der Gesamtinvestitionen in Windenergieanlagen ergeben.

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland insgesamt 4,6 Mrd. Euro in den Bau von Windenergieanlagen investiert. Davon wurden 39 Prozent der Investitionen im Bereich industrielle Produktionskapazitäten von Windenergieanlagen getätigt. Sowohl aus den Ausbauzielen der Bunderegierung als auch der Erneuerbare-Energien-Branche würde sich ab 2015 ein Rückgang des Anteils der Investitionen in industrielle Produktionskapazitäten auf ein Fünftel bis maximal ein Drittel der Gesamtinvestitionen ergeben.
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