Neue Partnerschaften für die europäische Energiewende

Berlin, 7. August 2017 – Die Städte Friedberg (Hessen) und Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) bringen die lokale Energiewende mit ihren europäischen Partnerkommunen voran. Unterstützung erhalten sie dabei im Rahmen des Pilotprojektes „Energiewende Twinning Towns“ von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) und der Humboldt-Viadrina Governance Platform (HVGP).

Die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung im Auswärtigen Amt

Das vom Auswärtigen Amt geförderte Projekt organisiert gemeinsam mit den Städtepaaren bilaterale Workshops für den Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich Erneuerbare Energien, fachlich begleitet durch AEE und HVGP. Ziel ist es, innereuropäische Kooperationen von Kommunen für die Energiewende zu stärken. Der Verband Kommunaler Unternehmen und der Deutsche Städte- und Gemeindebund sind als Praxispartner beteiligt.

Auf der Auftaktveranstaltung im Juni im Auswärtigen Amt in Berlin konnten fünf Bewerberpaare ihre Städtepartnerschaften und Projekte vorstellen. Die Fachjury hatte keine einfache Wahl, denn viele Kommunen präsentierten ein enormes Innovationspotential auf lokaler Ebene. Letztlich setzten sich Friedberg (Hessen) und seine Partnerstadt Entroncamento (Portugal) sowie das Paar Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) und Laxa (Schweden) mit ihren Erfahrungen und Ideen für den Austausch durch.

Friedberg und Entroncamento: Schnittmenge Energie

„Die Unterstützung ist eine hervorragende Chance, unsere Partnerschaft mit Entroncamento voranzubringen“, freut sich Friedbergs Erster Stadtrat Dirk Antkowiak. Das Thema Energie war von Beginn an das verbindende Element zwischen den zwei Städten. „Sofort war klar, dass wir den gleichen Ansatz verfolgen wie unsere Freunde, nämlich Energie und Stadtverkehr auf saubere und klimafreundliche Beine zu stellen“, erinnert sich Antkowiak an die erste Begegnung mit dem portugiesischen Bürgermeister im Jahr 2015. Damals fiel die Entscheidung, gemeinsam eine Städtepartnerschaft einzugehen.

Grevesmühlen und Laxa: Alte Freundschaft neu belebt 

Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern blickt bereits auf eine langjährige Partnerschaft mit der schwedischen Kommune Laxa zurück. „Seit 2005 pflegen wir einen engen, inspirierenden Austausch mit Laxa. Dabei sind wunderbare Freundschaften zwischen den Verwaltungen, aber auch Vereinen und Privatpersonen gewachsen“, berichtet Lars Prahler, Bürgermeister von Grevesmühlen. Standen bislang kulturelle und soziale Themen im Mittelpunkt der Partnerschaft, sollen nun auch Energie und Klimaschutz hinzukommen. „Eine nachhaltige Energieversorgung geht schließlich alle etwas an, egal, ob in Deutschland oder Schweden“, so Prahler.

Pressekontakt:

Agentur für Erneuerbare Energien
Ryotaro Kajimura

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