Husum Wind 2019: Hoffnung auf anspringende Marktvolumen treibt Innovationen - Bundesregierung muss liefern

Logo_BWE_400x300Husum, 13. September 2019. Auf der diesjährigen Husum Wind hat die Windbranche quer über die gesamte Wertschöpfungskette neue Innovationen präsentiert, die auf dem Fundament des deutschen Heimatmarktes wettbewerbsfähig entwickelt werden konnten. Husum ist als Geburtsort der Branche und auch im 30. Jahr der Messe noch ein spannendes Innovationsschaufenster für den deutschen Markt, konstatierte Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie, am letzten Tage der traditionsreichen Messe.

"Leistungsstarke Anlagentechnik, digitale Systeme für die Steuerung und Überwachung und neue Konzepte im Bereich der Servicedienstleistungen unterstreichen die Innovationskraft der Branche. Angesichts des am Boden liegenden Heimatmarkts drängen immer mehr Unternehmen in die dynamisch wachsenden internationalen Märkte. Ohne einen starken Heimatmarkt wächst dabei allerdings die Notwendigkeit, nennenswerte Teile der Wertschöpfung ins Ausland zu verlagern. Diesen Prozess gilt es zu stoppen. Dafür muss die Bundesregierung nach der produktiven Bestandsaufnahme anlässlich des Windgipfels jetzt liefern.

Das über 30 Jahre aufgebaute Wertschöpfungsnetzwerk Windenergie kann sich sehen lassen. Auf die hart erarbeitete Wertschöpfungstiefe und Zulieferkette können wir stolz sein. Die Dichte und Qualität unserer Ingenieursbetriebe grenzt Deutschland von anderen internationalen Märkten ab. Kein Teil der Kette darf jetzt verloren gehen. Deshalb muss die desolate Situation im deutschen Markt schnell beendet werden. Mit dem Aktionsplan Genehmigungen und dem 10-Punkte-Plan von Wirtschafts- und Umweltverbänden liegen konkrete und umsetzbare Vorschläge auf dem Tisch.

Die Bundesregierung kann bestehende Hemmnisse abräumen, eine neue Chancenkommunikation der Energiewende für den Standort Deutschland starten und gemeinsam mit den Ländern die Flächenbereitstellung gewährleisten. Sie muss den Auftrag aus der Kommission Wachstum Strukturwandel Beschäftigung ernst nehmen und auf alle Maßnahmen verzichten, die den Ausbau der Erneuerbaren Energie, insbesondere der Windenergie, behindern. Dazu gehört auch eine Vorgabe des Bundes zu pauschalen Abständen. Diese würde bestehende Regionalplanungen aushebeln und zu einem mehrjährigen Ausbaustopp führen. Dies wäre industrie- und energiepolitisch absolut unverantwortlich, zumal der Zusammenhang zwischen pauschalen Abständen und einer Steigerung der Projektakzeptanz keinesfalls nachgewiesen ist.

Es gibt viel Hoffnung in der Branche, dass die Ziele des Koalitionsvertrages umgesetzt werden und Wind an Land dafür mit 4.700 MW jährlich wieder einen starken Beitrag leisten kann. Diese Hoffnung darf die Bundesregierung nicht enttäuschen. Der Ball liegt jetzt beim Bundeswirtschaftsminister und beim Klimakabinett", so Hermann Albers.

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