Ørsted ist Teil des größten dänischen Wasserstoffprojektes für grüne Treibstoffe

Logo_Orsted_400x300Kopenhagen, 26. Mai 2020. Ørsted wird im Jahr 2023 gemeinsam mit den Unternehmen Copenhagen Airports, der Fluggesellschaft SAS, den Transport- und Logistikunternehmen A.P. Moller – Maersk und DSV Panalpina sowie der Reederei DFDS eine Produktionsanlage für synthetische Kraftstoffe (sogenannte E-Kraftstoff) entwickeln. Mit dieser einzigartigen Partnerschaft bringen die beteiligten Unternehmen die Nachfrage- und Angebotsseite für grüne Kraftstoffe zusammen. Das Ziel ist, das Projekt bis 2030 vollständig mit einer Elektrolyse-Kapazität von 1,3 Gigawatt (GW) auszubauen. Damit könnten jährlich mehr als 250.000 Tonnen grünen Treibstoff für Busse, Lastwagen, Schiffe und Flugzeuge geliefert werden. Es wäre dann die weltweit größte Anlage ihrer Art. Die Produktion kann ca. 850.000 Tonnen CO2-Emissionen reduzieren - das entspricht etwa 425.000 PKW.

Das Projekt wird im Großraum Kopenhagen angesiedelt sein und grünen Wasserstoff für die Projektpartner liefern. Beliefert werden sollen unter anderem von dem Unternehmen Movia betriebene emissionsfreie Busse der Stadt Kopenhagen sowie die von DSV Panalpina genutzten Schwerlastkraftwagen. Außerdem soll für die von A.P. Moller – Maersk betriebenen Schiffe grünes Methanol und für SAS-Flugzeuge synthetisches Kerosin (E-Kerosin) produziert werden. Den dafür benötigten Strom aus erneuerbaren Energien könnte der künftige Offshore-Windpark Rønne Banke vor der Insel Bornholm liefern.

Das Projekt

Die Elektrolyseur-Anlage wird nicht nur die Projektpartner bei der Dekarbonisierung unterstützen, sondern auch einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung des ehrgeizigen Ziels von Dänemark leisten, die CO2-Emissionen bis 2030 um 70% gegenüber 1990 zu senken. Dabei sollen fossile Brennstoffe im Schwerlastverkehr durch grüne Brennstoffe ersetzt werden. Die Elektrolyse-Anlage wird in drei Schritten ausgebaut:

Das Projekt startet mit einem 10-MW-Elektrolyseur. Dieser kann grünen Wasserstoff erzeugen, der direkt zum Betanken von Bussen und Lastwagen verwendet werden soll. Die Inbetriebnahme ist bis 2023 geplant. Die zweite Stufe umfasst eine 250-MW-Elektrolyseanlage. Diese soll bis 2027 in Betrieb genommen werden. Dafür könnte grüner Strom aus dem Offshore-Windpark vor der Insel Bornholm genutzt werden, um regeneratives Methanol für den Seeverkehr und E-Kerosin für den Luftfahrtsektor herzustellen. Abschließend ist geplant, bis 2030 die Elektrolysekapazität des Projekts auf 1,3 GW zu erhöhen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass bis dahin der geplante Offshore-Windpark vor Bornholm umgesetzt ist. Im Jahr 2030 sollen dann mehr als 250.000 Tonnen grüne Kraftstoffe für den Antrieb von Bussen, LKW, Schiffen und Flugzeugen produziert werden. Das Projekt hat das Potenzial, bis 2027 ca. 5% und bis 2030 ca. 30% der fossilen Brennstoffe am Flughafen Kopenhagen zu ersetzen.

Obwohl mehrere Projektpartner tiefgreifenden Einschnitte durch die COVID-19 Pandemie zu verzeichnen haben, wird an dem Vorhaben festgehalten und diese langfristige Partnerschaft eingegangen. Alle Projektteilnehmer sehen eine große Chance darin, die Dekarbonisierung der Industrie und das Ankurbeln der dänischen Wirtschaft nach der Coronakrise mit diesem Projekt miteinander zu verbinden. 

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