Schulze: Globaler Klimaschutz braucht Verbindlichkeit, Mut und Solidarität

Logo_BMU_2018_400x300Berlin, 30. November 2018. Bundesumweltministerin Svenja Schulze reist am 2. Dezember zur Weltklimakonferenz (COP24) ins polnische Kattowitz. Dort findet am Montag, dem 3. Dezember der politische Auftakt der Konferenz statt. Es treffen sich dort Regierungsvertreter aus 197 Ländern. Ziel der 24. Weltklimakonferenz ist es unter anderem, ein gemeinsames Regelwerk zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens zu erarbeiten.

Bundesumweltministerin Schulze: „Für einen Erfolg in Kattowitz brauchen wir Verbindlichkeit, Mut und Solidarität. Wir brauchen ein klares, verbindliches Regelwerk, damit die Pariser Klimaziele auch von allen vergleichbar umgesetzt werden. Wir brauchen den Mut und das Vertrauen, dass wir in den nächsten Jahren gemeinsam immer besser werden beim Klimaschutz, um einen gefährlichen Klimawandel abzuwenden. Und wir brauchen Solidarität zwischen reichen und armen Ländern. Wir werden die Entwicklungsländer nicht alleine lassen beim Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel. Die Weltklimakonferenz ist gerade in schwierigen Zeiten immer auch eine Chance für den globalen Zusammenhalt und den Multilateralismus. Ich wünsche mir daher, dass von Kattowitz das Signal ausgeht, dass die Weltgemeinschaft im Kampf gegen den Klimawandel handlungsfähig ist.“

Drei Themen stehen im Fokus der Verhandlungen in Kattowitz: Erstens, ein verbindliches Regelwerk für die in Paris formulierten nationalen Klimaziele zu schaffen und damit deren Transparenz und Überprüfbarkeit zu stärken. Das Regelwerk soll sicherstellen, dass die Pariser Klimaziele von allen vergleichbar umgesetzt und von allen Staaten eingehalten werden. Zweitens soll die Konferenz darauf vorbereiten, dass im Jahr 2020 die Klimaziele aller Staaten aktualisiert werden. Denn die in Paris gemachten Zusagen reichen noch nicht aus, um die Erderhitzung auf deutlich unter 2°C zu begrenzen. Und drittens wird die Konferenz die Solidarität mit den ärmsten Ländern, die am meisten unter dem Klimawandel leiden, verdeutlichen. Die Bundesregierung unterstreicht ihre Bereitschaft zur Solidarität mit steigenden Beiträgen zur internationalen Klimafinanzierung.

Nach dem hochrangigen Eröffnungssegment am 3.12. wird in der ersten Konferenzwoche auf Arbeitsebene verhandelt, ab dem 11. Dezember dann auf Ebene der Umweltminister. Auch Ministerin Schulze wird zum 11. Dezember wieder nach Kattowitz reisen.

Neben den formellen Verhandlungen dient die Klimakonferenz der Vernetzung von Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. So werden im Deutschen Pavillon konkrete Klimaschutzaktivitäten präsentiert. Das Programm des Pavillons wird zur Hälfte von der Bundesregierung, zur Hälfte von der Zivilgesellschaft organisiert.

Weitere Informationen
www.bmu.de/cop24/ und zum Deutschen Pavillon: www.bmu.de/german-climate-pavilion/

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