Länder fordern verstärkten Klimaschutz - und profitieren auch ökonomisch davon

renews_teaserbildKlimaschutz war im November nicht nur auf der internationalen Ebene ein wichtiges Thema, auch in den deutschen Bundesländern wurde die Wichtigkeit der Reduktion von Treibhaus betont. So zeigte sich beispielsweise der Thüringer Umweltminister Reinholz (CDU) enttäuscht von den Ergebnissen des Klimagipfels und fordert ein schnelleres Handeln. Um mit gutem Beispiel voran zu gehen, soll in Thüringen 2014 erstmals ein eigener landesweiter Klimakongress einberufen werden. Auch der niedersächsische Umweltminister Wenzel (Grüne) betont die Notwendigkeit einer schnellen Reaktion auf den weiter andauernden Anstieg der Treibhausgasemissionen, er verwies dabei wie auch andere Länderkollegen auf die Vorbildwirkung Deutschlands und der EU und forderte eine Verknappung der Emissionszertifikate.

Diese Position dürfte auch auf der Erkenntnis beruhen, dass effektiver Klimaschutz nicht nur durch eine Begrenzung der Erderwärmung auszahlt. Längst sind Klimaschutztechnologien auch zu einem wichtigen Wirtschaftszweig geworden. Nach jüngst veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden deutschlandweit mehr als 45 Mrd. Euro und damit rund zwei Prozent des gesamten BIP in dieser Branche umgesetzt. Der größte Teil davon wurde in Bayern erwirtschaftet, dort gab es mit 15,5 Mrd mehr als zweieinhalb mal so viele Klimaschutzumsätze wie im zweitplatzierten Niedersachsen. Gemessen am gesamten Bruttoinlandsprodukt ist die Klimaschutzbranche jedoch in Sachsen-Anhalt am wichtigsten, 4 Prozent des BIP und damit mehr als doppelt so viel wie im deutschen Durchschnitt machten klimafreundliche Technologien hier aus.