Erneuerbare Vollversorgung auf Kanaren-Insel El Hierro

El_Hierro_400Ein entscheidender Vorteil Erneuerbarer Energien gegenüber fossilen Energieträgern ist die Exportunabhängigkeit. Deshalb setzen Inseln und kleine Inselstaaten verstärkt auf den Ausbau von Erneuerbaren Energien vor Ort. Denn sie sind aufgrund ihrer geringen Marktmacht deutlich schwankenden Energiepreisen ausgesetzt und haben häufig besonders hohe Transportkosten für Energieimporte. Als erstes Eiland versorgt sich nun die kanarische Insel El Hierro zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen, das berichtet u.a. die Neue Züricher Zeitung (NZZ). Auf der 270 Quadratkilometer großen Insel erzeugen fünf Windkraftanlagen den Strom für die rund 10.500 Inselbewohner und jährlich 60.000 Touristen. Ein Pumpspeicherkraftwerk mit einem Wasserreservoir im Vulkankrater sorgt dafür, dass der Strom auf der kleinsten und westlichen Insel der Kanaren auch fließt, wenn der Wind zeitweise nicht weht. Die Erneuerbaren Energien lösen ein Dieselkraftwerk ab, das bisher die Stromversorgung der Insel übernahm. Nach Angaben der NZZ waren damit zuletzt jährliche Kosten von 1,8 Millionen Euro verbunden. 6.000 Tonnen Diesel mussten jedes Jahr per Schiff gebracht werden. Mit dem neuen Energiemodell werde die Stromerzeugung nun um 23 Prozent günstiger. 

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