Trotz Pariser Klimagipfel bleibt EU-Klimaziel unverändert

cop21_WeMeanBusinessFür den 22. April 2016 hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, Regierungsvertreter weltweit nach New York eingeladen. Gemeinsam wollen über 80 Regierungsvertreter den Klimaschutzvertrag von Paris offiziell zeichnen. Im Dezember 2015 hatte sich die Weltgemeinschaft auf das ehrgeizige Ziel verständigt, die globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius, am besten unter 1,5 Grad Celsius zu halten. Was in den 100 Tagen nach Paris bisher geschehen ist, beschreibt ein Beitrag im Magazin klimaretter.info.

Im März 2016 zeichnete sich ab, dass das Ergebnis des Pariser Klimagipfels wohl keinen Einfluss auf die europäische Energie- und Klimapolitik haben wird. Die EU-Kommission ist bisher der Auffassung, dass die europäischen Klimaziele bis 2030 nicht verändert werden müssten, um das Pariser Abkommen umzusetzen. In einer im März 2016 veröffentlichten Mitteilung kommt die EU-Kommission zu dem Ergebnis, dass das im Jahr 2014 festgelegte EU-Treibhausgasziel für 2030 von mindestens 40 Prozent unter dem Niveau von 1990 zur mittelfristigen Ambition des Paris-Abkommens passe. Das Magazin Climate Home stellt einen Überblick über die gegensätzlichen Reaktionen vor, welche die Mitteilung der EU-Kommission hervorgerufen hat. Schon das Treffen der EU-Umweltminister in Brüssel im März 2016 hatte deutlich gemacht, dass die Auffassungen zwischen den Mitgliedsstaaten auseinander gehen. Wie das Magazin Climate Home in einem zweiten Artikel berichtet, gibt es eine sogenannte "High Ambition Coalition", die sich für die Anhebung des Ziels ausspricht. Dazu gehören Deutschland, Österreich, Luxemburg und Portugal. Ihre Gegenspieler sind zum Beispiel Polen, Tschechien, Italien und Ungarn.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.

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