Saubere Energien für klimafreundlichen Verkehr

Berlin, 29. März 2019. „Die Modernisierung des Verkehrssektors wird in Deutschland seit Jahrzehnten verschleppt – zulasten des Klimaschutzes und eines zukunftsfähigen Industriestandorts. Die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) hat die Aufgabe, hier endlich Schwung hineinzubringen. Das ist bislang nicht erfolgt“, sagt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Vom heute tagenden Lenkungskreis erwartet der BEE deutliche Signale und umfassende Vorschläge für einen klimafreundlichen Verkehr, denn die AG 1 der NPM konnte am vergangenen Dienstag keine überzeugenden Fortschritte erzielen. Für die Klimaziele reicht das bei weitem nicht.

Elektromobilität und der Einsatz Erneuerbarer Energien im Kraftstoffbereich tragen massiv zur Reduktion der Verkehrsemissionen bei. Beide Elemente müssen deutlich und zügig ausgebaut werden. „Der Fahrplan für die Modernisierung des Mobilitätssektors ergibt sich für den BEE aus dem Klimaschutzabkommen von Paris – und da ist der Handlungsbedarf noch groß“, so die BEE-Präsidentin. Dementsprechend sollten aus Sicht des BEE ab dem Jahr 2030 nur noch Fahrzeuge neu zugelassen werden, die CO2-frei oder CO2-neutral betrieben werden. Es liege auf der Hand, dass Elektrofahrzeuge eine besondere Rolle spielen werden. Dies hat inzwischen auch die Automobilindustrie erkannt. Der BEE teilt die Auffassung der Automobilindustrie, dass der Strom, den Elektrofahrzeuge tanken, sauber sein müsse. Ein hoher Anteil Erneuerbarer Energien im Stromnetz wird entscheidend sein für die Akzeptanz der Elektromobilität.

Auch gasförmige oder flüssige Biokraftstoffe können eine wichtige Rolle bei der Einsparung von CO2-Emissionen spielen, denn der Bedarf für den vollständigen Ersatz von Diesel, Benzin oder Kerosin ist riesig. Ebenfalls werde Power-to-X benötigt, insbesondere dort, wo batterieelektrisch betriebene Anwendungen schwieriger sind, zum Beispiel in der Luft- und Schifffahrt.

„Die Dekarbonisierung des Mobilitätssektors ist zwingend, um die Klimaziele zu erreichen und im internationalen Wettbewerb zu bestehen.“ In den vergangenen drei Jahrzehnten gab es hier keinerlei Fortschritte. Der Ausstoß an Klimagasen hat sich seit 1990 nicht verringert. „Andere Länder investieren massiv in alternative Antriebe. Die bisherige abwartende Haltung der deutschen Bundesregierung schadet dem Produktionsstandort Deutschland. Das können wir uns nicht leisten.“ Es sei Aufgabe der Politik, einen stabilen Planungs- und Investitionsrahmen zu schaffen. Die Industrie wird die Aufgaben dann erfüllen können.

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