EU-Ölsaatenernte dürfte kleiner ausfallen als erwartet

ufop_logo_400x300Die EU-Kommission prognostiziert in ihrem aktuellen Monatsreport die Ölsaatenernte 2018 der EU-28 auf 33,1 Mio. t. Damit dürfte die Erzeugung von Rapssaat, Sonnenblumenkernen und Sojabohnen das Vorjahresergebnis um 6 % bzw. 2 Mio. t verfehlen. Die Erzeugung von Raps als bedeutendste Ölsaat in der EU-28 könnte der aktuellen Prognose zu Folge um über 10 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 19,7 Mio. t sinken. Das wäre der niedrigste Wert seit 2012. Die Sojabohnenerzeugung wird weiterhin mit 2,8 Mio. t knapp 7 % über Vorjahresniveau avisiert, obwohl die Anbaufläche mit 0,9 Mio. ha fast 3 % kleiner ausfallen könnte als im Vorjahr. Für die Sonnenblumenerzeugung erwartet die EU-Kommission trotz einer um 1,7 % rückläufigen Anbaufläche einen Zuwachs von 0,6 % auf 10,4 Mio. t. Das wäre ein neuer Rekord. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) haben besonders die Rapsbestände in Deutschland und Frankreich unter der trockenen und heißen Witterung der vergangenen Wochen gelitten. Demgegenüber fielen die Sonnenblumenerträge in Südosteuropa dank günstiger Vegetationsbedingungen überdurchschnittlich aus.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen betont, dass die angegebenen Durchschnittswerte nicht über die einzelbetriebliche Betroffenheit hinwegtäuschen dürfen. In einigen Regionen sind Marktfruchtbaubetriebe von massiven Ertragseinbußen betroffen, die nahe an einem Totalverlust liegen. Deshalb müssen sich Bund und Länder schnell auf ein unbürokratisches Verfahren einer Liquiditätshilfe für die besonders betroffenen Betriebe verständigen, fordert die Union. Die UFOP erwartet, dass die vom BMEL angekündigte Ackerbaustrategie auch die Frage des Klimawandels und strategische Maßnahmen zur Anpassung von Fruchtfolgesystemen, einschließlich einer zukunftsorientierten Pflanzenzüchtung, berücksichtigt. 

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