Flexibilitätskonzepte für die Stromversorgung 2050

flexibilitaetWie kann das Stromsystem der Zukunft ausgestaltet werden, wenn es von hohen Anteilen fluktuierender Erneuerbarer Energien geprägt wird? Dieser Frage geht die Studie „Flexibilitätskonzepte für die Stromversorgung 2050: Technologien - Szenarien - Systemzusammenhänge“ nach, die im Dezember 2015 von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech, der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften veröffentlicht worden ist. Untersucht werden darin verschiedene Kombinationen von Erzeugungstechnologien und Flexibilitätsoptionen im Hinblick auf die Kosten des Systems, den Klimaschutzeffekt und Fragen der gesellschaftlichen Akzeptanz. Die Agentur für Erneuerbare Energien hat nun eine Zusammenfassung der zentralen Studienergebnisse, ihrer Methodik und zentralen Annahmen im Forschungsradar Energiewende veröffentlicht.

Ausgangspunkt der Analyse ist die Feststellung, dass Windenergie (Onshore) und Photovoltaik die günstigsten Stromgestehungskosten und das größte Ausbaupotenzial haben. Sie stünden daher in allen Klimaschutzszenarien im Zentrum der Stromversorgung. Die fluktuierende Erzeugung aus Wind- und Solarenergie erfordere wiederum, das gesamte Stromversorgungssystem flexibler zu machen, wobei es große Gestaltungsspielräume für die Nutzung von Flexibilitätsoptionen gebe.

Die Studie vergleicht verschiedene Varianten einer sicheren Stromversorgung im Jahr 2050, die unterschiedliche Kombinationen von Flexibilitätsoptionen beinhalten. Für diesen Zweck werden zunächst 62 Energieszenarien ausgewertet und davon acht ausgewählt, die jeweils unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten der Stromnachfrage und des Ausbaus an Photovoltaik, On- und Offshore-Windenergie abbilden.

Zur Zusammenfassung der Studie im Forschungsradar Energiewende: www.forschungsradar.de

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.