Der sich selbst verstärkende Boom der Erneuerbaren

industrieIn den vergangenen neun Monaten hatte sich Öl dramatisch verbilligt. Am 19. Juni 2014 stand der Preis für das Barrel Brent (159 Liter) noch bei stattlichen 115 Dollar. Mitte März 2015, rund neun Monate später, notiert er nicht einmal mehr halb so hoch bei rund 56 Dollar. Derzeit dreht etwa der Konflikt im Jemen am Ölpreis und auch die Verhandlungen um das iranische Atomprogramm beeinflussen die Preise für den fossilen Energieträger. Vor dem Hintergrund dieser Preisentwicklungen blickt ein Beitrag des Energie-Fachmagazins Bizz Energy Today auf die Entwicklungschancen der Erneuerbaren Energien. Die Ausgangsthese: Der niedrigere Ölpreis kann den Vormarsch der Erneuerbaren nicht aufhalten. Sinkende Kosten führten zu einem sich selbst verstärkenden Boom. Der Artikel blickt auf die Branche in den USA, China sowie der Europäischen Union. Demnach konnten die Erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren beweisen, dass die hochtrabenden Versprechen der Vergangenheit wahr würden: Ein Zyklus aus weiter sinkenden Kosten, dadurch steigenden Volumina und wiederum weiter sinkenden Kosten ist in Gang gekommen.

Der Solarwirtschaft misst der Beitrag die Rolle einer dynamischen Unbekannten in den Prognosen zu. Während sich Windindustrie, Wasserkraft und Biomasse in relativ stabilen Bahnen moderaten, aber deutlichen, Wachstums bewegen würden, sagten ihr nicht mehr nur umweltbewegte Idealisten sondern auch Banker eine großartige Zukunft voraus. Im Text kommt Vishal Shah, Analyst der Deutschen Bank, zu Wort. Er ist vom Siegeszug der Photovoltaikindustrie überzeugt und sorgt mit seinen Prognosen immer wieder für einen kleinen Auftrieb bei großen Solaraktien. Die Kosten für Solarsysteme, so wird Shah zitiert, könnten in den kommenden drei Jahren noch einmal um bis zu 15 Prozent jährlich sinken. Der Artikel zitiert weiterhin Aussagen von Experten wie Fatih Birol, Chefökonom und wohl bald neuer Chef der Internationalen Energie-Agentur (IEA), oder Patrick Graichen, Direktor der Agora Energiewende, und zeigt anhand der Unternehmensentwicklung der Siliziumsparte des Chemiekonzerns Wacker und des Wechselrichterherstellers SMA, was in Deutschland passiert.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.