Investitionen in Erneuerbare steigen global - deutscher Markt schwach

Die Investitionen in Erneuerbare Energien erreichten im Jahr 2015 einen Rekordwert von 329 Milliarden US-Dollar. Vor allem durch Zuwächse in China, Afrika, den Vereinigten Staaten und Lateinamerika nahmen die Investitionen um vier Prozent im Vergleich zu Vorjahr zu. Das geht aus aktuellen Zahlen des US-Analysedienstes Bloomberg hervor. Die Investitionen in Erneuerbare Energien nahmen zu, obwohl es verschiedene Faktoren gab, die das Wachstum hätten schwächen können: gefallene Preisen für Photovoltaikanlage sowie Öl und Gas, ein starker US-Dollar und die schwächelnde europäischen Wirtschaft. Doch die installierte Leistung von Photovoltaik und Windenergie sei um 30 Prozent gestiegen. Viele Entwicklungsländer würden Wind- und Solarenergie anwenden aufgrund der gesunkenen Stromgestehungskosten.

Entgegen dem globalen Trend waren die Investitionen in Europa 18 Prozent niedriger als noch 2014 und damit so gering wie seit neun Jahren nicht mehr. In Deutschland betrugen die Investitionen lediglich 10 Milliarden US-Dollar, also 42 Prozent weniger als im Vorjahr. Gründe für die Entwicklung sehen die Bloomberg-Experten in gesunkenen Vergütungszahlen für Solarenergie und der abwartenden Haltung des Marktes gegenüber dem Ausschreibungsmodell für Windenergieanlagen.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.