Journalistenpreis 2009 „unendlich viel energie“

- Die Gewinner des Journalistenpreises 2009
Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Journalistenpreis „unendlich viel energie“ für die besten Medienbeiträge über Erneuerbare Energien ging in seine vierte Auflage. Am 08. Oktober 2009 bekamen die diesjährigen Preisträger in fünf Kategorien ihre Siegerurkunden überreicht. Schirmherr und Festredner der Preisverleihung in Berlin ist der ehemalige UNEP-Direktor und Bundesumweltminister a. D., Prof. Dr. Klaus Töpfer. Vor der offiziellen Preisübergabe bezogen die energiepolitischen Sprecher der fünf im Bundestag vertretenen großen Parteien in einer Podiumsdiskussion Stellung zum Thema "Energiepolitik nach der Wahl".
Es diskutierten:
Dr. Maria Flachsbarth (CDU)
Bärbel Höhn (Bündnis 90/Die Grünen)
Michael Kauch (FDP)
Dr. Hermann Scheer (SPD)
Gesine Lötzsch (Die Linke)
Der Journalistenpreis „unendlich viel energie“ wird jährlich von der Agentur für Erneuerbare Energien ausgelobt. Er honoriert Medienbeiträge, die in hervorragender Weise die Rolle und Bedeutung der Erneuerbaren Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität vermitteln.
„Die Zukunft der Energieversorgung ist eines der beherrschenden Themen in Politik und Medien“, betont Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Umso wichtiger ist eine ausgewogene und sachliche Berichterstattung über die Rolle und Funktion der Erneuerbaren Energien, die sich zur tragenden Säule unserer Energieversorgung entwickeln müssen. Die Medien stehen dafür in einer besonderen Verantwortung.“
Eine hochkarätige Jury aus Journalisten und Experten hat die Sieger aus mehr als 200 Einsendungen gekürt. Auf jede Kategorie entfällt eine Prämie von je 3.000 Euro. Mitglieder der Jury waren: Ruth Eichhorn, Director of Photography beim Magazin GEO; Vera Gaserow, Parlamentskorrespondentin der Frankfurter Rundschau; Björn Klusmann, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie; Tim Krägenow, European Director des Center for Clean Air Policy; Hanne May, Chefredakteurin der Fachzeitschrift „neue energie“ sowie Robert Skuppin, Moderator beim RBB.
Mit dem Journalistenpreis „unendlich viel energie“ wurden zum vierten Mal die besten journalistischen Leistungen und Beiträge gewürdigt, die sich mit dem Thema Erneuerbare Energien auseinandersetzen.
Schirmherr des Deutschen Journalistenpreises „unendlich viel energie“ ist Prof. Dr. Klaus Töpfer.
Fotos der Veranstaltung
Frau Keidel-Landsee erhielt den Sonderpreis Erneuerbare Wärme für Ihre Kindersendung über Geothermie.
Jens Uehlecke, Gewinner der Kategorie Online/ Print und der Preispate Herr Ulrich Winter von der Fronius GmbH
Jochen Schönmann von der WIRSOL Deutschland GmbH, Laudator in der Kategorie "Fotografie", und der Gewinner Herr Michael Urban
Alexander Michel nahm im Namen der Redaktion des Südkuriers den Anerkennungspreis für die Reihe "Energie der Zukunft" entgegen.
Jörg Moll, Gewinner der Kategorie Fernsehen, und Laudator Markus Meyr, Leiter Marketing der Schmack Biogas AG
Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien e.V., begrüßte die Gäste des Journalistenpreises.
Prof.Dr. Klaus Töpfer ehem. UNEP-Direktor und Bundesumweltminister a.D., Schirmherr des Journalistenpreises "unendlich viel energie"
Feierliche Auszeichnung der fünf Gewinnerbeiträge
Kategorie 1: Print-/Onlinemedien
Der Preis für den besten Beitrag in Print- bzw. Onlinemedien geht an Jens Uehlecke für seinen Artikel „Die ideale Stadt“ im Magazin ZEIT Wissen 02/2009. Darin wird die Vision einer umweltfreundlichen und Ressourcen schonenden Großstadt als schon heute technisch machbare Alternative geschildert. Die Jury kürte diesen Beitrag, weil er die zukunftsweisende und unkonventionelle Thematik „aufwändig recherchiert, spannend erzählt und mit wertvollen Fakten und interessanten Zitaten“ aufbereitet.
Mit einer Anerkennung würdigte die Jury die Serie „Energie der Zukunft“ in der Tageszeitung Südkurier, stellvertretend für die zahlreichen sehr guten Einsendungen aus dem Bereich Lokaljournalismus. Fundiert recherchiert und faktenreich vermittelt die Reihe wesentliche Technologien aus dem Bereich Erneuerbare Energien. Regionale Beispiele und anschauliche Infografiken machen die abstrakte Technik erfahrbar und konkret.
Kategorie 2: Hörfunk
„Hörfunk, wie er sein soll“, befanden die Jurymitglieder über den Gewinnerbeitrag in der Kategorie Hörfunk. Für den Radiosender SWR 2 hat sich Autor Dirk Asendorpf aufs offene Meer begeben. Sein Beitrag „Kraftwerk auf hoher See“ informiert abwechslungsreich und spannend erzählt über das Thema Offshore-Windparks.
Kategorie 3: Fernsehen
Einen interessanten und gut bebilderten Einblick in die Photovoltaikindustrie bietet der Gewinnerbeitrag in der Kategorie Fernsehen. Den enormen Aufwand, das Rohmaterial Silizium für Photovoltaikzellen zu gewinnen und aufzuarbeiten, zeigt Jörg Moll in seinem Film „Was kostet die Sonne“, der auf 3sat ausgestrahlt wurde. Alle gängigen Photovoltaik-Technologien werden verständlich erklärt, wichtige Player kommen zu Wort – darunter auch kritische Stimmen. „Eine hervorragende Kombination von Reportage und Erklärstück“, so das Votum der Jury.
Kategorie 4: Foto
In der Kategorie Foto wurde eine Aufnahme des Agenturfotografen Michael Urban ausgezeichnet. Das Bild „Saubere Energie auf dem Vormarsch“ zeigt das Kräfteverhältnis zwischen konventionellen und Erneuerbaren Energien, dokumentiert aber gleichzeitig den Aufbruch von der Kohlelandschaft zur regenerativen Energieversorgung. Die Jury fand das Foto kompositorisch besonders gut gelungen.
Sonderpreis: Erneuerbare Wärme
Das Thema regenerative Wärme steht bei der diesjährigen Preisverleihung besonders im Vordergrund. Schließlich ist in diesem Bereich noch ein enormes Potenzial vorhanden, in dem die Erneuerbaren Energien ihre Vorteile hinsichtlich Kostensenkung und Klimaschutz ausspielen können. Daher wurde in diesem Jahr ein Sonderpreis für den besten Beitrag über Erneuerbare Wärme ausgelobt. Ausgezeichnet wurde Petra Keidel-Landsee für ihre Kindersendung über Geothermie im Hörfunkprogramm hr2 „Domino“. Der Beitrag „Heiße Erde, Warmes Haus“ erzählt eine originelle Geschichte, in der viele Fakten transportiert werden, und schafft es so, das komplexe Thema Geothermie einfach und verständlich zu erklären.
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