deutsch | english

Nachwuchs gesucht

Der Bedarf an Fachkräften im Bereich Erneuerbare Energien steigt kontinuierlich. Bis 2020 sagt die Branche der Erneuerbaren Energien einen Anstieg der Arbeitsplätze von derzeit 382.000 auf etwa 500.000 vorher. Schon heute zeichnet sich spartenübergreifend ein Fachkräftemangel ab. Vor allem Ingenieure und technisch ausgebildetes Personal werden gesucht. Der Wettbewerb um  den Fachkräftenachwuchs wird daher zunehmen. Unternehmen, die selbst ausbilden, können künftig davon profitieren.

Bislang reagierte nur ein Viertel aller Unternehmen mit einem verstärkten Angebot an Ausbildungsplätzen auf den Personalengpass. Die Anzahl der ausbildenden Betriebe im Bereich Erneuerbare Energien liegt mit 60 Prozent deutlich über dem Durchschnitt anderer Branchen. Die gesamte Ausbildungsquote lag in der Vergangenheit allerdings mit etwa 5 Prozent leicht unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt.

Ausbildungsberufe, die sich speziell auf Erneuerbare Energien beziehen, existieren bislang nicht. Üblich sind hingegen die klassischen handwerklichen, gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungen wie beispielsweise die des Elektronikers, des Mechatronikers und die der Büro- und Industriekaufleute. Die Vielfalt ist groß, etwa 40 verschiedene Ausbildungsberufe werden in den Unternehmen der Erneuerbaren Energien angeboten. Diese werden ergänzt durch betriebliche Einarbeitung, arbeitsplatznahe Schulungen und branchenspezifische Fortbildungen. Darüber hinaus gibt es schulische Erstausbildungen wie z.B. den Ausbildungsgang „Staatlich geprüfter Techniker für Umweltschutztechnik mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energien“.


Quellen: Wissenschaftsladen Bonn: Arbeitsmarktmonitoring Erneuerbare Energie 2009; Ausbildung und Arbeit für Erneuerbare Energien, Statusbericht 2007; BMBF: Berufsbildungsbericht 2007; BMU: Umweltschutz schafft Perspektiven 2008.