Andreas Dorner

Geschaftsführer WSB Neue Energien GmbH, Dresden

 

"Es ist ein gutes Gefühl, die Branche von Anfang an mitgestaltet zu haben."

 

Wann haben Sie begonnen, sich mit Erneuerbaren Energien zu beschäftigen?

Die Beschäftigung mit erneuerbaren Energien begann bereits während des Studiums. Schon damals war ich ein begeisterter Wassersport- und Naturliebhaber und begann, mich mit Windverhältnissen und der umweltschonenden Energieerzeugung zu beschäftigen. Gemeinsam mit meinem Vater Achim Dorner gründete ich 1996 ein Ingenieurbüro zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen. Bereits ein Jahr später stand schon die erste Windenergieanlage, finanziert als Fonds mit privaten Geldern - damals eine Pionierleistung. Bis heute hat die WSB Neue Energien GmbH 238 Windenergieanlagen errichtet.

 

Was motiviert Sie?

Die Begeisterung für die Natur und für die nachhaltige Energieerzeugung ist nach wie vor die Motivation für meine Arbeit. Die Branche ist längst den Kinderschuhen entwachsen, auch wir sind international tätig. Die Unternehmen sind größer und professioneller geworden. Es ist ein gutes Gefühl, die Branche von Anfang an mitgestaltet zu haben. Wir haben mit viel Mut und Enthusiasmus dabei geholfen, dass die Windenergie zu einem Erfolgsmodell wurde. Nun müssen wir den nächsten Schritt gehen: dass Windenergie gemeinsam mit anderen Erneuerbaren Energien die Energieversorgung der Zukunft sichert.

 

Wo sehen Sie die Erneuerbaren Energien im Jahr 2020?

Die Erneuerbaren Energien sind die Basistechnologie der Wirtschaft.
Im Jahr 2020 werden sie miteinander kombiniert und sichern so eine Vollversorgung für größere Regionen. Viele der Windparks in Deutschland werden außerdem repowert sein - mit höheren und leistungsstärkeren Anlagen. An vielen Standorten können Anlagen mit 150 Meter Nabenhöhe errichtet werden.

 

Was muss dafür noch getan werden?

Hemmnisse der Genehmigungspraxis müssen abgebaut werden, etwa Höhenbegrenzungen. Wenn Windparks an einem Standort nicht repowert werden können, müssen Ersatzflächen vorgeschlagen werden.
Windenergie muss besser prognostizierbar werden. Außerdem müssen Anreize geschaffen werden, Windenergie mit anderen erneuerbaren Energien zu kombinieren.

 

Welche Diskussionen über Erneuerbare Energien werden aus Ihrer Sicht das
Jahr 2009 bestimmen?

1. Markterschließung in Osteuropa

2. Direktvermarktung von Windstrom

3. Kombination verschiedener Erneuerbarer Energien

 

Womit beschäftigen Sie sich sonst noch, z.B. nach getaner Arbeit?
Haben Sie ein Laster, zu dem Sie gerne stehen?

Gutes Essen und guter Wein. Die Weinregion Sachsen ist nur wenig bekannt, aber es gibt hervorragenden Wein aus der Region um Dresden. Wenn es die Zeit erlaubt, verbringe ich diese gern mit sportlichen Aktivitäten in und um Dresden.

 

Fachgebiete: Onshore-Wind, Fotovoltaik, Betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Rechnung von Anlagen, Finanzierung / Investitionen / Projektentwicklung, Gesellschaftliche Akzeptanz der Erneuerbaren Energien, Kommunale Anwendung von Erneuerbaren Energien, Politische Rahmenbedingungen und Förderung Erneuerbarer Energien, EEG

 

Presseanfragen an: Mandy Freudenberg, 0351 21183 68, m.freudenberg@wsb.de

Das Unternehmen

WSB Neue Energien GmbH
Schweizer Straße 3a
01069 Dresden
www.wsb.de

 

Die WSB Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Dresden ist einer der großen Full-Service-Anbieter für Windenergieprojekte in Deutschland. Das Kerngeschäft ist die Projektentwicklung und Vermarktung von Windparks und Photovoltaik-Anlagen. WSB hat 238 Windenergieanlagen mit 357 Megawatt installierter Leistung und einem Projektvolumen von 506 Mio. € errichtet. Im Konzern und den verbundenen Unternehmen sind ca. 164 Mitarbeiter in Deutschland, Frankreich, Tschechien, Polen, Griechenland und Rumänien tätig.

 

Tätigkeitsbereiche: Windenergie, Photovoltaik

Hauptsitz: Dresden

Standorte: Frankreich, Tschechien, Polen, Griechenland, Rumänien

Anzahl der Mitarbeiter: 164

Umsatz: 61 Mio. € (2009)