UFOP: Dieselnorm limitiert Biodieseleinsatz
Berlin, 16.09.2026. Während im Dieselmarkt der Biodieselanteil im ersten Halbjahr 2026 stabil blieb, verzeichnete importiertes HVO einen kräftigen Zuwachs: die Menge stieg von 68.500 t im Vorjahreszeitraum auf 337.100 t. Laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) blieb der Biodiesel-Absatz mit 1,062 Mio. t nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (1,085 Mio. t). Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.v. (UFOP) mahnt angesichts der kritischen Versorgungslage bei Dieselkraftstoff die Ausschöpfung des Beimischungspotenzials und die Verwendung als Reinkraftstoff an.
Die in der Dieselkraftstoff-Norm DIN EN 590 vorgegebene Beimischungsgrenze von max. 7 Vol-% bestimmt den Biodieseleinsatz nicht nur in Deutschland, sondern in der EU insgesamt, stellt die UFOP fest. Daher seien der Einsatz von B30 in geschlossenen Flotten im Schwerlastverkehr sowie von B100 zentrale Optionen, um den Absatz von Biodiesel nicht nur zu festigen, sondern mit Blick auf die Klimaschutzverpflichtung des Verkehrssektors zugleich ein Gebot der Stunde. B100 werde angesichts der durch den Nahostkonflikt und den Krieg Russlands gegen die Ukraine bedingten Lieferengpässe bei Rohöl bzw. Diesel auch zunehmend relevant im Sinne der Versorgungssicherheit. Insbesondere Deutschland ist auf Dieselimporte angewiesen. Gleichzeitig komme die Elektrifizierung im Schwerlastverkehr mangels Ladeinfrastruktur und hoher Kosten bei der Fahrzeugbeschaffung absehbar nicht schnell genug voran. Deshalb muss das inländische Produktionspotenzial für Biodiesel von rund 4,2 Mio, t voll ausgeschöpft werden. Zumal Deutschland im Jahr 2025 mit 1,1 Mio. t bereits der größte Nettoexporteur innerhalb der EU war, gilt es diese Potenziale nun zu nutzen, so die Begründung der UFOP.
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Stephan Arens
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