UFOP: Größere EU-Sonnenblumenkernernte erwartet
Berlin, 04. November 2026. – Die Sonnenblumenkernernte 2026 in der EU-27 wird von der EU-Kommission derzeit auf 9,60 Mio. t geschätzt. Damit läge die Produktion 13 % über dem Vorjahr und auch klar über dem schwachen Ergebnis von 2024. Das hohe Niveau von 2023 würde jedoch knapp verfehlt. Neben einem Flächenplus schlagen auch größere Erträge zu Buche.
Für das Plus gegenüber 2025 sind vor allem die größeren Ernten in Rumänien und Bulgarien verantwortlich. In Rumänien dürfte die Erzeugung mit 2,50 Mio. t das Vorjahresergebnis um rund 39 % übertreffen. Auch in Bulgarien zeichnet sich mit 2,27 Mio. t ein kräftiger Anstieg um rund 45 % ab. Beide Länder würden damit ihre Bedeutung am EU-Aufkommen weiter ausbauen. Zusammen kämen sie auf knapp die Hälfte der gesamten EU-Sonnenblumenkernernte.
Demgegenüber bleiben die Aussichten in einigen weiteren wichtigen Erzeugerländern verhaltener. Für Ungarn wird die Ernte auf 1,50 Mio. t geschätzt und damit unter dem Vorjahr. Auch in Frankreich dürfte die Produktion mit 1,22 Mio. t nochmals kleiner ausfallen als 2025.
In den kleineren Erzeugerländern zeigt sich nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH ein uneinheitliches Bild: Kroatien, Deutschland, die Slowakei und Griechenland dürften ihre Vorjahresmengen übertreffen, während Italien leicht unter dem Vorjahresergebnis bleiben könnte.
In Deutschland geht die Steigerung der Erzeugung auf die Ausweitung der Anbaufläche zurück. Mit gut 100.000 Hektar wurde 2026 ein neuer Höchstwert erreicht. Mit Blick auf den Anpassungsbedarf an den Klimawandel sieht die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) im Anbau von Sonnenblumen in Deutschland eine zunehmend interessanter werdende Alternative zur Erweiterung der Fruchtfolge. Die Sonnenblume benötigt weniger Stickstoff als Winterkulturen und toleriert Trockenphasen.
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Stephan Arens
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