Mecklenburg-Vorpommern: wpd Windpark Jördenstorf bringt Einwohnern umliegender Gemeinden Strombonus
Jördenstorf/Rostock/Berlin, 12. September 2026. Mit einem bunten Rahmenprogramm ortsansässiger Vereine und unter reger Anteilnahme der Bevölkerung aus den Gemeinden Jördenstorf, Schwasdorf, Sukow-Levitzow, Lelkendorf, Walkendorf, Altkalen, Groß Wüstenfelde und der Stadt Gnoien fand am 12. September die feierliche Einweihung des wpd Windparks Jördenstorf statt. Durch den Bau ist ein Windpark mit einer Gesamtleistung von rund 35 Megawatt entstanden. Mit dem klimafreundlich produzierten Strom können fast 23.800 Haushalte versorgt werden. „Jördenstorf zeigt, was MV kann: Wir erzeugen mehr Strom als wir verbrauchen, schaffen Arbeitsplätze vor Ort und machen uns unabhängig von Gas aus autoritären Staaten. Wer das ausbremst, schadet dem Land“, sagte Claudia Müller, Mitglied des Deutschen Bundestages und Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern in ihrer Eröffnungsrede.
Gemeinsam mit den Gemeinden wurde eine umfangreichere Beteiligung vereinbart, über die zum damaligen Zeitpunkt geltenden gesetzlichen Vorgaben des Bürger- und Gemeindebeteiligungsgesetz hinaus. „Nach intensiven Diskussionen über den Windpark war es der Gemeinde wichtig, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten das bestmögliche Ergebnis für die Menschen vor Ort zu erreichen. Unterstützt durch Landesenergieagentur und Städte- und Gemeindetag konnte ein tragfähiger Kompromiss mit spürbarem finanziellem Mehrwert erreicht werden“, erläuterte Bürgermeister Henning Helms in seiner Begrüßung. So können sich mehr als 1.000 Menschen im 2,5-Kilometerumkreis der Anlagen für einen Strombonus registrieren lassen. Eine Familie mit zwei Kindern kann ihre Haushaltskasse damit jährlich um knapp 400 Euro extra auffüllen.
Die Steigerung der Akzeptanz durch Beteiligung war nicht der einzige Schlüssel für ein erfolgreiches Projekt. Mit dem Naturschutzbund wurde durch Teilabschaltung der Anlagen zugunsten des Schreiadlers ebenfalls ein guter Kompromiss gefunden. „Wir ernten gemeinsam nicht nur, was vor Ort in rauen Mengen verfügbar ist: Nämlich Wind. Wir stärken auch durch Zahlungen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz in Höhe von zirka 143.000 pro Jahr die Einnahmesituation der Gemeinden. In einem Land mit wenig industrieller Wertschöpfung im Vergleich zu anderen Bundesländern ist das eine große Chance“, so Jörn Kolbe, Niederlassungs- und Teamleiter bei wpd in Rostock. Bereits in der Vergangenheit beherbergte MV tausende von Mühlen wie die Sockelgeschoss-Windmühle aus Altkalen oder die Zwillingsmühlen in Neu-Vorwerk. „Die Potenziale der Windenergie als wahre „Luftschätze“ MVs gilt es auch heute wieder zu heben. Sie ermöglicht die Finanzierung öffentlicher Aufgaben und Daseinsvorsorge wie Kitas, Schulen, Gesundheit, das Vereinsleben und den Tourismus. Und damit regionale Wertschöpfung. Lassen sie uns diese auch zukünftig gemeinsam erschließen“, so Kolbe weiter.
Neben der Einweihung mit Bewirtung und Musik fand das Fest seinen Höhepunkt in den zahlreichen Darbietungen der Ortsvereine für Groß und Klein. So wurden die teils in monatelanger Vorbereitung eingeübten Aufführungen des Carneval Clubs Jördenstorf mit großem Beifall bedacht. Besonders hervorzuheben sind auch die tatkräftige Unterstützung der Veranstaltung durch den Förderverein Dorfleben Jördenstorf und den SV Jördenstorf e.V. sowie das Mitmach-Angebot der Jugendfeuerwehr Jördenstorf.
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