UFOP: Größere Schwarzmeerernte steigert globale Sonnenblumenkernproduktion

Berlin, 23. September 2026. – Die weltweite Erzeugung von Sonnenblumenkernen könnte nach Angaben des Internationalen Getreiderates (IGC) in der Saison 2026/27 auf 62,1 Mio. t steigen. Das wären rund 10 % mehr als in der vorherigen Saison. Ausschlaggebend für das Plus sind insbesondere größere Ernten in der Schwarzmeerregion.  

In Russland wird mit einer Erntefläche von voraussichtlich 12,0 Mio. ha und einem Plus von 8 % ein neuer Rekordwert erreicht. Die anhaltend rege Nachfrage nach Sonnenblumenprodukten im In- und Ausland führte innerhalb von 10 Jahren zu einer Ausdehnung der Anbaufläche um 70 %. Infolge der überwiegend günstigen Vegetationsbedingungen in Russland schätzt der IGC  die Produktion auf einen Spitzenwert von 21,0 Mio. t (Vorjahr 17,5 Mio. t). Die Erzeuger in der Ukraine als weltweit zweitwichtigster Produzent, steigerten die Erzeugung um rund 11 % auf 13,5 Mio. t. 

In Argentinien hat die Aussaat begonnen. Bei unveränderter Erntefläche und trendüblichen Erträgen dürfte die Produktion nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH wie im Vorjahr 7,5 Mio. t erreichen.

Mit Blick auf den Anpassungsbedarf an den Klimawandel sieht die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) im Anbau von Sonnenblumen in Deutschland eine zunehmend interessanter werdende Alternative zur Erweiterung der Fruchtfolge. Die Sonnenblume benötigt weniger Stickstoff als Winterkulturen und toleriert Trockenphasen. Die UFOP erwartet bei diesem Merkmal weitere Züchtungsfortschritte, zur Verbesserung der Wettbewerbsstellung der Sonnenblume in Fruchtfolgesystemen.  


Pressekontakt
Stephan Arens
Tel. +49 (0)30 235 97 99 – 10
s.arens@ufop.de
www.Ufop.de