Landwirtschaft trifft Wärmeplanung: Sechs Kommunen für LKFlex ausgewählt

Berlin, 27. August 2026 – Im Rahmen des Projekts „Landwirtschaft – Kommune – Flexibilität: Integration von Biogas-Speicherkraftwerken in die kommunale Wärmeplanung für eine effiziente Energieversorgung“ (LKFlex) wurden sechs Kommunen für die gemeinsame Entwicklung innovativer Wärme- und Energiekonzepte ausgewählt. Die Flexperten und die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) unterstützen diese und landwirtschaftliche Betriebe dabei, flexible Biogasanlagen in die kommunale Wärmeplanung zu integrieren.

Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien steigen die Schwankungen in der Stromerzeugung. Flexible Biogasanlagen können die Lücken bei der Energiebereitstellung aus Wind und Sonne füllen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Wärmeversorgung leisten. Besonders im ländlichen Raum können so große Potenziale gehoben werden. Diese bleiben bislang jedoch häufig ungenutzt. Die Abwärme, die bei der Stromerzeugung in einer Biogasanlage anfällt, verpufft zu oft einfach in die Luft.

Viele Anlagenbetreiber*innen scheuen die Investitionskosten und vermeintliche wirtschaftliche Risiken, die mit der Flexibilisierung und der Wärmeauskopplung verbunden sind. So braucht es einen größeren Gasspeicher, ein leistungsstärkeres Blockheizkraftwerk oder den Anschluss an ein Wärmenetz. Hier setzt das Projekt LKFlex an. Ziel ist es, Kommunen und Betreiber*innen von Biogasanlagen zusammenzubringen, um die Wärme aus Biogasanlagen effizient zu nutzen und durch eine flexible Fahrweise den Weiterbetrieb der Anlagen nach Ablauf der EEG-Förderung sicherzustellen. Die Expert*innen begleiten die ausgewählten Kommunen und Biogasanlagen bei der Entwicklung von individuellen Konzepten zur Integration der Anlagen in die kommunale Wärmeplanung.

Im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens wurden folgende Kommunen ausgewählt:

•    Oelsnitz/Vogtland (Sachsen)
•    Hermeskeil/Reinsfeld (Rheinland-Pfalz)
•    Adelshofen (Bayern)
•    Delmenhorst (Niedersachsen)
•    Calau (Brandenburg)
•    Uedem (Nordrhein-Westfalen)

Das Projekt läuft über drei Jahre und richtet sich insbesondere an Vorhaben, bei denen professionelle Moderation, technische Validierung und strategische Prozessbegleitung entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung sind.

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen werden öffentlich aufbereitet und zur Verfügung gestellt, damit auch andere Regionen von den Ergebnissen profitieren können.