Pflanzenölpreise auf Mehrjahreshoch, Getreidepreise leicht im Plus

Berlin, 13. Mai 2026 - Der FAO-Pflanzenölpreisindex kletterte im April auf ein Vierjahreshoch. Auch die internationalen Getreidepreise legten zu. Trockenheitsrisiken, witterungsbedingte Unsicherheiten und eine robuste Nachfrage sorgten für Auftrieb. 

Der FAO-Getreidepreisindex stieg im April auf durchschnittlich 111,3 Punkte und lag damit um 0,8 % über dem Vormonat sowie 0,4 % über dem Vorjahreswert. Die Weizenpreise legten um rund 0,8 % zu, getragen von Trockenheitsrisiken in den USA, zunehmenden Niederschlagsunsicherheiten in Australien sowie der Erwartung geringerer Anbauflächen und Hektarerträgen infolge hoher Düngemittel- und Energiekosten. Mais verteuerte sich um 0,7 %, begünstigt durch eine saisonal knappe Verfügbarkeit, witterungsbedingte Sorgen in Brasilien und den Vereinigten Staaten sowie eine lebhafte Nachfrage aus dem Ethanolbereich. 

Auch der von der FAO erstellte Preisindex für pflanzliche Öle stieg im April und erreichte mit durchschnittlich 193,9 Punkten sogar den höchsten Stand seit Juli 2022 (+5,9 % gegenüber dem Vormonat). Palmöl verteuerte sich damit den fünften Monat in Folge, getragen von Erwartungen einer steigenden Biokraftstoffnachfrage, politischen Fördermaßnahmen in wichtigen Erzeugerländern sowie höheren Rohölpreisen. Auch Soja- und Rapsöl zeigten sich fester. Sonnenblumenöl wurde weiterhin durch eine knappe Angebotslage in der Schwarzmeerregion gestützt, während die Preise in Argentinien infolge saisonal zunehmender Verarbeitung und höherer Exportverfügbarkeit leicht nachgaben.

Der FAO-Pflanzenölpreisindex beschreibt die monatliche Veränderung der internationalen Exportpreise für Pflanzenöle und Getreide, berechnet als handelsgewichteter Durchschnittspreis. 


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