Treibhausgasausstoß (Grafikdossier)
Für das Jahr 2025 hat das Umweltbundesamt nur noch einen minimalen Rückgang des Treibhausgasausstoßes in Deutschland festgestellt. Mit insgesamt 649 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten lag der Treibhausgasausstoß Deutschlands im Vergleich zum Basisjahr 1990 um 48 Prozent niedriger. Der Emissionsrückgang in der Energiewirtschaft beruhte zuletzt vor allem auf dem Ausbau der Photovoltaik. Der Verkehr- und Gebäudesektor weisen hingegen erneut deutliche Zielverfehlungen auf. Unter der Voraussetzung fortgesetzter konsequenter Klimaschutzpolitik hält das Umweltbundesamt das Erreichen der im Klimaschutzgesetz vorgesehenen Zielsetzung von minus 65 Prozent bis 2030 trotzdem noch für möglich. Allerdings bezieht sich diese Aussage auf den Stand der Politik im November 2025. Seitdem sind kontraproduktive Änderungen in Kraft getreten (z.B. Senkung der Luftverkehrssteuer) oder beschlossen worden (Gebäudemodernisierungsgesetz). In unserer Grafik zeichnet sich jetzt schon eine deutliche Lücke zwischen den Klimazielen und der Trendentwicklung ab. Das liegt daran, dass wir mit einer einfachen Fortführung der bisher realisierten durchschnittlichen jährlichen Emissionsminderung von 1990 bis 2025 rechnen, ohne sonstige Annahmen zu treffen. Wie sich die Bilanz tatsächlich entwickelt, hängt also von entsprechenden politischen Maßnahmen und ihrer Umsetzung, der wirtschaftlichen Entwicklung und Faktoren wie Krisen und Konflikten ab. Sorgenkinder für den Klimaschutz bleiben der Verkehrs- und Gebäudesektor. Hier zeichnen sich keine ausreichenden Veränderungen ab, um die mittel- und langfristigen Klimaschutzziele erreichen zu können. Im Gegenteil: Zuletzt sind die Emissionen hier erkennbar gestiegen, der Trend weist in die falsche Richtung. Ohne stärkere Anstrengungen für eine klimafreundlichere Mobilität und Wärmewende drohen jedoch nicht nur hohe Strafzahlungen aufgrund des Verfehlens europäischer Vorgaben, sondern auch das Scheitern der langfristigen Zielsetzung, Deutschland klimaneutral zu machen.
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