Rückblick Journalistenpreis 2014

jp2014_auswahl_gross001 Auch wenn die Nutzung Erneuerbarer Energien im Jahr 2013 um knapp 6 Prozent gestiegen ist, war die öffentliche Debatte rund um die Bundestagswahl vor allem geprägt von Schlagworten wie Strompreisbremse oder EEG-Novelle. Doch dass die Energiewende nicht allein auf das Thema Kosten reduziert werden kann, zeigt eine vielfältige Medienberichterstattung. Welche Funktionen die Erneuerbaren Energien zum Beispiel für den Klimaschutz, die sichere Energie-versorgung und den Wirtschaftsstandort Deutschland einnehmen, ist immer wieder Thema spannender Reportagen, breit recherchierter Features und umfangreicher Berichte.

Für die besten Medienbeiträge lobt die Agentur für Erneuerbare Energien bereits zum neunten Mal den Journalistenpreis „unendlich viel energie“ aus.

Der Journalistenpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.


Kategorie Print/Online

"Auferstanden aus Ruinen"

Philipp Wurm
erschienen in "Spezial Bauen und Wohnen", 20.06.2013

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Der Beitrag von Philipp Wurm mit dem Titel „Auferstanden aus Ruinen“ über Erneuerbare Wärme und Energieeffizienz am Beispiel des Märkischen Viertels in Berlin gewinnt den Preis in der Kategorie Print/Online. Der Artikel war 2013 in der Zeitschrift Enorm, einem Magazin für nachhaltiges Wirtschaften und ethischen Konsum, erschienen. Laut Jury ist es dem Autor gelungen, ein schwieriges technisches Thema verständlich und interessant umzusetzen. Wurm vermittle dem Leser in einer gut erzählten Geschichte, was derzeit technisch möglich ist. Dabei richte er den Blick in die Zukunft und informiere zusätzlich noch über technische Neuigkeiten. Außerdem berücksichtige er soziale Aspekte, wie die Angst vor Gentrifizierung und zeige an einem konkreten Beispiel, wie unbegründet diese Furcht ist.

jp2014_auswahl_gross019Anerkennung Kategorie Print/Online

"Wie eine Katastrophe die Welt verbessert"

Dana Heide (Projektleitung, Idee, Redaktion) Michael Köllejan (Pogrammierung) Marco Barooah-Siebertz (Layout) Martin Neumeyer (Kamera & Schnitt) Albert Siegel (Fotos) Johannes Steger (Schnitt)

erschienen im Handelsblatt,11. März 2013



Kategorie Hörfunk

"Der Strompreis soll berechenbar bleiben"

jp2014_auswahl_gross018Christel Blanke
erschienen im Deutschlandfunk, 07.04.2014

Die Jury lobt die ausgewogene, sachliche und klare Darstellung, welche Christel Blanke wählt, um den politischen Prozess um die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2014 zu beschreiben. „Blanke bewahrt einen kühlen Kopf in heißer Debatte, lässt jede Position und Gegenposition zu Wort kommen und sich nicht auf eine Seite ziehen“, so die Jurybegründung. Der Beitrag sei eine gute Mischung aus politischem Bericht, sachlicher Analyse und reportageartigen Elementen. Er beleuchte unterschiedliche Facetten der Erneuerbaren Energien, wobei die trockenen Fakten durch sehr gut gewählte Beispiele fassbar gemacht würden. Nach Auffassung der Jury ist es Blanke gelungen, eine solide Reportage ohne ideologische Plattitüden zu produzieren.

jp2014_auswahl_gross014Kategorie Foto

"Das Strom- Phantom"

Stefan Boness
erschienen im Nachrichtenmagazin Der Spiegel, 02.09.2013 - Seite 20

Stefan Boness' kraftvolles und dynamisches Foto wurde im Nachrichtenmagazin Der Spiegel veröffentlicht und zeigt eindrucksvoll Europas größtes Dünnschicht-Solarkraftwerk. Boness schaffe es mit interessanten und ästhetisch gelungenen Linien, das Bild zu strukturieren. Boness hat mit diesem Foto etwas geschafft, was bisher selten gelungen ist: eine PV-Anlage spannend zu visualisieren“, so die Jury.

Kategorie TV

"Energie aus dem Wald"

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Lorenz Knauer
erschienen im BR, 26.01.2014

Der im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlter Film behandelt die Frage, ob der deutsche Wald den an ihn gestellten Ansprüchen – Umwelt- und Naturschutz, Erholung, energetische Nutzung – gerecht werden. Die Jury bezeichnet den Beitrag als ein Erlebnis. „Lorenz Knauer schafft es mit tollen Bilder und guter Diskussion den Zuschauer bis zur letzten Sekunde am Bildschirm zu fesseln“, so die Begründung der Jury. Er halte den Spannungsbogen über die ganze Zeit, während er den Zielkonflikt lebendig und anschaulich erzähle. Knauer habe die Ambivalenz der verschiedenen Seiten gut getroffen. Der
Beitrag mache betroffen, sei dramatisch und zugespitzt, aber nicht reißerisch.

jp2014_auswahl_gross011Kategorie Lokales

"Gegenwind"

Richard Fuchs
erschienen im Deutschlandradio Kultur in der Sendung "Länderreport", 28.05.2013

In seinem in der Sendung „Länderzeit“ im Deutschlandradio ausgestrahlt Beitrag beleuchtet Fuchs den Konflikt von Windkraft-Befürwortern, Windkraft-Gegnern und der Politik auf lokaler Ebene. Durch seinen Beitrag wird deutlich, was für ein starkes Gewicht die Lokalpolitik bei den Entscheidungsprozessen hat. Laut Jury ist es „eine solide produzierte und gut umgesetzte Radioreportage“.


Die Jury:

Julia Vismann, radio eins (rbb); Axel Weiss, SWR; Dagmar Dehmer, Der Tagesspiegel; Daniel Wetzel, Die Welt; Jens Tartler, Bundesverband Erneuerbare Energie; Jörg-Rainer Zimmermann, neue energie; William Vorsatz, photovoltaik Magazin

Die Preispaten:

Die Preisverleihung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung folgender Unternehmen: Commerzbank AG, Enercon GmbH, Greenpeace Energy eG, Naturstrom AG, PNE Wind AG, Westfalenwind GmbH.

Commerzbank


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