Leitmesse der Heizungsbranche zeigt Innovationen und Handlungsdruck

Der Anteil Erneuerbarer Energien am Wärmebereich dümpelt seit Jahren bei weniger als 15 Prozent. Gleichwohl sind ausgereifte regenerative Technologien – von Solarthermie über Wärmepumpen bis zu Holzenergie-Heizungen – fester Bestandteil des Anlagen-Portfolios aller großen nationalen und internationalen Hersteller geworden. Die Diskrepanz zwischen innovativer Technik und niedrigen Marktanteilen war auch politisches Thema auf der Leitmesse der Heizungs- und Sanitärbranche, der ISH, in Frankfurt.

ish2017_72dpiZum Auftakt der Messe am 14. März forderte Hessens Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) einen „Systemwechsel“ im Wärmesektor. Dafür reiche der Einbau neuer, effizienterer Heiztechnik allein nicht aus. Vielmehr seien auch der Umstieg auf erneuerbare Wärme und die intelligente Steuerung des Energieverbrauchs unumgängliche Bestandteile der Wärmewende. Alles zusammen genommen ergebe sich dadurch die „Chance für eine große ökonomische Offensive“, betonte der Minister bei einem Pressegespräch am Messestand der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe. Allerding seien die Preise für fossile Brennstoffe aktuell zu niedrig, so dass trotz umfangreicher Fördermittel für regenerative Wärmetechnik viele Verbraucher ihre ineffizienten, konventionellen Heizungsanlagen weiterlaufen ließen.

Zuvor hatte Al-Wazir bereits auf der Eröffnungsveranstaltung auf die Bedeutung der Wärmewende für den Klimaschutz unterstrichen: „Die Ziele des Weltklimaabkommens von Paris – zu denen unter anderen die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius sowie die vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien gehören – werden wir nur mit neuen, verbesserten, effizienten und wirtschaftlichen Lösungen erreichen“, wird der Minister vom „Journal Frankfurt zitiert.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.