Jahresbilanz 2017: Mehr Strom aus Erneuerbaren Energien im Netz

RT_Solar_Windkarft_pixabay_textNach einem sonnigen und windigen Jahr haben die Erneuerbaren 2017 ihre Stellung am Strommarkt ausbauen können. Auf einen Anteil von mehr als 36 Prozent am Bruttostromverbrauch veranschlagen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) den Beitrag der Erneuerbaren in einer ersten Schätzung. Damit sind Wind, Sonne und Co. auf den notwendigen Wachstumspfad zurückgekehrt, nachdem die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien 2016 aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse  trotz Anlagenzubau nur ganz leicht gestiegen war.

Die Windenergie an Land bleibt 2017 mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent an der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien und einer geschätzten Erzeugung von 87 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) mit weitem Abstand die Nummer eins unter den regenerativen Stromquellen. Auf Platz zwei und drei folgen Biomasse mit 51 Mrd. kWh und die Photovoltaik mit 40 Mrd. kWh. Prozentual gesehen verzeichnet laut der Prognose die Stromerzeugung aus Windkraft offshore mit einem Plus von fast 50 Prozent auf mehr als 18 Mrd. kWh das größte Plus. Insgesamt steuern die Erneuerbaren laut der Vorausschau knapp 217 Mrd. kWh zum Stromverbrauch bei.

Prof. Dr. Frithjof Staiß aus dem ZSW-Vorstand appellierte anlässlich der Präsentation der Zahlen, die Politik sollte die Rahmenbedingungen jetzt so gestalten, dass auch die nächsten Ausbauziele erreicht würden. Einer Analyse der Agentur für Erneuerbare Energien zufolge muss das Tempo des Erneuerbaren-Energien-Ausbaus weiter gesteigert werden. Insbesondere in den Sektoren Mobilität und Wärme tut sich nach wie vor viel zu wenig. 

- Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht. -