Repowering in Koalitionsvertrag braucht gesetzliche Klarstellung - Akzeptierte Flächen in Schleswig-Holstein nutzen

Kiel, 1. Dezember 2021 - Zur aktuellen Diskussion rund um Repowering (Ersetzen alter Windenergielangen durch neue Anlagen) Schleswig-Holstein erklärt der Landesvorsitzende des BWE SH, Horst Leithoff:

„Zur Klärung der offenen Fragen rund um das Repowering, braucht es schnellstmöglich eine gesetzliche Klarstellung, die neue Bundesregierung sollte dies zeitnah umsetzen“, erklärt Horst Leithoff. Der BWE SH unterstützt ausdrücklich eine schnellstmögliche Umsetzung von Maßnahmen zur Erleichterung des Repowering und zur Nutzung von akzeptierten Bestandsflächen, wo dies unter Einhaltung immissionsschutzrechtlicher Vorgaben möglich ist. „Neue Anlagen können an gleichen Standorten deutlich mehr grüne Energie produzieren als alte Windenergieanlagen,“ erklärt Leithoff weiter. So würde die Fläche effizienter genutzt und der dringend benötigte grüne Anteil am Strommix erhöht. Aus Sicht des Landesverbandes haben viele der bebauten Flächen nach 20 Jahren Betrieb eine hohe Akzeptanz und die bereits vorhandene Infrastruktur an diesen Standorten kann weiter genutzt werden. „Als Bundesverband Windenergie begrüßen wir ausdrücklich, dass der Ausbau der Erneuerbaren verstärkt an den Standorten erfolgen soll, die für die jeweilige Erzeugungsart die besten Voraussetzungen mitbringen“, so Leithoff.  „Wir befürworten auch die ambitionierten Ziele der neuen Bundesregierung, dass die Erneuerbaren bis 2030 ganze 80 % des Strombedarfs decken sollen“, der Landesvorsitzende weiter. Dafür werde jedoch jede Megawattstunde für die Erzeugung der grünen Energie benötigt, auch zur Umwandlung für die grüne Wärmewende.

Für Schleswig-Holstein ist in der Frage des Repowering besonders relevant, denn 1/3 der Windenergie-Anlagen sind von einem Rückbau in den nächsten Jahren betroffen. Für Repowering-Projekte gelten bislang im Genehmigungsverfahren übrigens dieselben hohen Anforderungen an naturschutzfachliche und artenschutzrechtliche Vorgaben wie bei vollständig neu geplanten Projekten. Sie werden wie Neuplanungen auf der „grünen Wiese“ behandelt und unterliegen demselben Prüfungskatalog. Die Verfahrensdauer kann daher mehrere Jahre betragen. Konkrete Vorschläge zur Erleichterung für Repowering macht der BWE in einem Arbeitspapier Repowering, bei der Auswahl der nötigen Instrumente ist jedoch darauf zu achten, dass eine Unterstützung des Repowering nicht zu Lasten von Neuplanungen erfolgt

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Kristina Clemens
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