Palmölbedarf der Union schrumpft weiter

Berlin, 12. März 2026. – Die EU importierte zwischen Juli 2025 und Anfang März 2026 weniger Palmöl als im Vorjahreszeitraum, was den insgesamt rückläufigen innergemeinschaftlichen Verbrauch widerspiegelt. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) begründet dies mit dem für 2030 vorgesehenen und von einigen Mitgliedstaaten bereits vollzogenen Ausschluss der Anrechnung von Biokraftstoffen aus Palmöl auf nationale Quotenverpflichtungen. Die UFOP warnt jedoch vor einem Unterlaufen dieser Regelung durch Importe von POME (Palm Oil Effluent).

Mit den rückläufigen Importen an Palmöl in die EU setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort, die durch den Ausschluss der Anrechnung Palmöl-basierter Biokraftstoffe im Jahr 2030 eingeleitet wurde. Einige EU-Mitgliedstaaten haben die Anrechnung bereits vorzeitig beendet und den Trend damit verstärkt. Diese Entwicklung dürfe aber nicht durch Importe von Palmölabwasser (Palm Oil Effluent – POME) unterlaufen werden, warnt die Förderunion. POME fällt bei der Palmölgewinnung an. Deshalb begrüße die UFOP den aktuellen Entwurf der EU-Kommission für eine Durchführungsverordnung mit klar vorgegebenen Prüfvorschriften für POME im Rahmen einer umfassenden Vor-Ort-Kontrolle. Richtigerweise setze die Betrugsprävention genau hier an.

Nach jüngsten Angaben der EU-Kommission erhielt die Europäische Union vom 
1. Juli 2025 bis zum 3. März 2026 insgesamt 1,9 Mio. t Palmöl aus dem Ausland und damit etwas weniger als die knapp 2,0 Mio. t im Vorjahreszeitraum. Zwischen Juli 2023 und März 2024 bezog die EU noch rund 2,4 Mio. t des tropischen Öls. 

An der Spitze der wichtigsten Herkunftsländer bleibt mit 597.400 t weiterhin Indonesien, das allerdings von Juli bis Anfang März 8 % weniger lieferte als im Vorjahreszeitraum. Malaysia, auf Platz 2 der wichtigsten Anbieter, steuerte dagegen mit 484.000 t rund 4 % mehr bei. Auch Guatemala konnte mit 282.800 t rund 5 % mehr am EU-Markt platzieren. Mit 140.100 t lieferte Papa-Neuguinea nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) indes rund 17 % weniger. Noch deutlicher fällt der Rückgang der Lieferungen aus Honduras aus, welche sich auf Jahressicht um rund 36 % reduzierten. 


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