Bürgerenergie hat das Nachsehen

Energiewirt_aus_Petershagen_NRW_vor_Freiflaechen_Solaranlage2lang_72dpiDas Ergebnis der erste Ausschreibungsrunde für den Bau neuer Photovoltaikfreiflächenanlagen: Mitte April waren bei der Bundesnetzagentur 170 Gebote eingegangen. Damit war das Ausschreibungsvolumen von 150 Megawatt mehr als vierfach überzeichnet. 25 Gebote mit einem Gebotsumfang von 156.970 Kilowatt konnten bezuschlagt werden. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, wurden sieben Gebote von natürlichen Personen abgegeben, die allerdings aufgrund zu hoher Förderhöhen keinen Zuschlag erhalten haben. Auch kleine Projektgesellschaften gehörten zu Bietern.

Bei Befürwortern der Bürgerenergie stand das Verfahren schon vor dem ersten Durchlauf in der Kritik. Ihre Befürchtung: Bürgerenergieprojekte werden das Nachsehen haben, da sie – anders als andere Investoren – mit Bürgerkapital arbeiten und daher weniger Vorleistungen schultern und weniger Risiken eingehen können. Dieser These spürte ein Beitrag im Deutschlandfunk im April 2014 nach und kommt zu dem Schluss, dass Energiegenossenschaften kaum eine Chance haben werden. Zu Wort kommen Thomas Mergenthaler, Vorstandsmitglied einer Energiegenossenschaft Odenwald und Dietmar Freiherr von Blittersdorff, Aufsichtsratsvorsitzender vom „Bündnis Bürgerenergie“. Der Beitrag beleuchtet außerdem in kurzen Passagen die Motivation der Politik für den Wechsel von Einspeisevergütung auf Ausschreibungen, führt diese Analyse allerdings nicht umfassend aus.

Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.