Wie Ausschreibungen die Akteursvielfalt beeinflussen

presseschau_teaser_400_270Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat Ende Juli 2015 das Eckpunktepapier „Ausschreibungen für die Förderung von Erneuerbare-Energien-Anlagen“ veröffentlicht. Das Papier beschreibt den groben Rahmen des ab 2017 geltenden EEG-Ausschreibungssystems, das sich auf On- und Offshore-Windenergie sowie Photovoltaik bezieht. Aus Sicht des BMWi seien Ausschreibungen ein objektives, transparentes und diskriminierungsfreies Verfahren, um die Vergütungshöhe zu bestimmen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuthers Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Große Kostensenkungen wollte Baake allerdings nicht versprechen. Diese seien auch nicht zu erwarten, macht der Energieexperte der Saarbrücker Hochschule für Technik und Wirtschaft, Professor Uwe Leprich, in einem Mitte August 2015 erschienene Beitrag der Badischen Zeitung deutlich, in dem er einen Vergleich mit Erfahrungswerten zieht: „Überall da, wo im Ausland auf Ausschreibungen zurückgegriffen wird, sind die Preise nach einer ersten Reduktion wieder gestiegen und liegen nun meist deutlich über dem deutschen Vergütungsniveau." Seiner Meinung nach diene das Ausschreibungsverfahren dazu, den Ausbau der Windenergie zu „stutzen“.

Der Artikel der Badischen Zeitung spürt weiterhin nach, welchen Einfluss Ausschreibungen auf die Akteursvielfalt sowie die deutschen Klimaschutzziele haben können.


Dieser Artikel wurde im Renews, dem Newsletter der Agentur für Erneuerbare Energien, veröffentlicht.