Konflikte und Hemmnisse beim Ausbau der Windenergie an Land (Grafikdossier)
Viele Windenergieanlagen werden durch Drehfunkfeuer blockiert. Drehfunkfeuer sind technische Anlagen, die Funksignale an Flugzeuge senden. Insgesamt geht der Großteil der derzeit blockierten Windenenergieanlagen auf Konflikte mit der zivilen und militärischen Luftraumnutzung zurück. Derzeit werden mindestens 1.140 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 4.789 MW durch Drehfunkfeuer blockiert (Stand: 2. Quartal 2019).
Der mit weitem Abstand am häufigsten angegebene Klagegrund ist der spezielle, also entweder Vögel oder Fledermäuse betreffende Artenschutz. In 48 Prozent aller Fälle wird dieser gerichtlich überprüft, während in 24 Prozent aller Fälle der allgemeine Artenschutz als Klagegrund angeführt wird. Ein bemerkenswert hoher Anteil entfällt außerdem auf Form- und Verfahrensfehler: Hier liegt der Anteil bei 32 Prozent.
Wie ist diese Erkenntnis mit dem Eindruck zu versöhnen, der Ausbau der Windenergie an Land würde in den letzten Jahren von immer weniger Bürger*innen befürwortet? Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive stellt sich diesbezüglich vor allem die Frage der Repräsentanz: Inwiefern lassen sich von protestierenden Bürger*innen-Initiativen Rückschlüsse auf die Einstellung der Grundgesamtheit ziehen? Die Antwort: So gut wie gar nicht.
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