Sojaerträge steigen deutlich

ufop_logo_400x300Berlin, 29. Oktober 2019. In Deutschland gewinnt der Sojaanbau zunehmend an Bedeutung. Seit 2016 steigen Anbaufläche und Erzeugungsmenge.

Im aktuellen Wirtschaftsjahr stieg die Sojaernte der deutschen Erzeuger um 43 % auf 84.100 t. Damit wurde ein weiterer Schritt in Richtung der Top-Erzeuger in der EU, Italien, Rumänien und Frankreich unternommen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) werden hierzulande erst seit 2015 nennenswerte Mengen an Sojabohnen erzeugt. Damals wurde auf einer Fläche von 12.000 ha und mit einem Ertrag von 27,3 dt/ha eine Ernte von 33.000 t erzielt. Seitdem ist das Areal um mehr als das Doppelte auf zuletzt 29.000 ha gewachsen. Auch die Erntemenge hat sich mehr als verdoppelt. Nachdem die Erträge im Vorjahr mit 24 dt/ha unterdurchschnittlich ausfielen, dürften 2019 mit knapp 29 dt/ha rund 5 dt/ha mehr erzielt worden sein. Bayern und Baden-Württemberg erzeugen zusammen rund 84 % der Gesamtmenge. Mit einer Anbaufläche von 16.000 ha und einer Ernte von 49.000 t führt Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg mit 7.600 ha und 21.000 t. Allerdings erzielten Landwirte in Nordrhein-Westfalen mit 36 dt/ha die höchsten Erträge, während Erzeuger in Bayern und Baden-Württemberg 32 dt/ha bzw. 28 dt/ha einfuhren.

Angesichts des stetig steigenden Bedarfs von gentechnikfreiem Protein für die Tier- und Humanernährung sieht die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) im Verbund mit den übrigen großkörnigen Leguminosen noch ein großes Entwicklungspotenzial. Landwirte haben zunehmend ein Interesse daran, mit Körnerleguminosen eine neue Absatzalternative zu erschließen und die Fruchtfolgen mit Blühpflanzen zu erweitern. Dies müsse auch bei der Entwicklung einer auch unter Beachtung der ökonomischen Nachhaltigkeit ausgerichteten Ackerbaustrategie berücksichtigt werden, betont die UFOP. Das „Alleinstellungsmerkmal“ der Gentechnikfreiheit und die regionale Herkunft schaffe Verbraucherakzeptanz und liefere einen klaren Vermarktungsvorteil.

Pressekontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V.
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Stephan Arens
Telefon: +49 (0)30/31904-225
s.arens@ufop.de