Ein Solarpark als Anstalt des öffentlichen Rechts - Die Verbandsgemeinde Arzfeld ist Energie-Kommune des Monats Oktober

Logo_AEE_orange_400x300Berlin, 27. Oktober 2011. Die rheinland-pfälzische Verbandsgemeinde Arzfeld ist für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats Oktober 2011 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.

„In einer Verbandsgemeinde kommen die Interessen der einzelnen Ortsgemeinden zusammen. Hier ist es wichtig, dass man gemeinsame Ziele formuliert und die Ortsgemeinden den Gewinn ihrer eigenen Anlagen behalten“, erklärt Andreas Kruppert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, die spezifische Situation in Arzfeld. Neben Bürgermeister Kruppert sitzen auch verschiedene Ortsbürgermeister im Verwaltungsrat der Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) und können dadurch die Interessen ihrer Bürger vertreten. Die Freiflächenanlage mit einer Leistung von 1,5 Megawatt ist das größte Projekt, das die AöR bisher verwirklicht hat.

„Wir wollten die Freiflächenanlage zunächst als Stiftung umsetzen, aber es gab Bedenken auf Seiten der Kommunalaufsicht“, erinnert sich Kruppert. Doch unter dem Dach der AöR wurde das Projekt möglich und konnte am 14. Oktober eröffnet werden. Neben dem Solarpark betreibt die AöR noch weitere Anlagen auf kommunalen Gebäuden in den verschiedenen Ortsteilen. Auch hier ist nicht nur das Mitspracherecht, sondern auch die örtliche Teilhabe an den Erträgen aus den Anlagen ein wichtiger Faktor.

Neben der Photovoltaik sorgen auch Windenergie und Biogas für eine Vollversorgung aus Erneuerbaren Strom. Inzwischen leisten die bestehenden Anlagen schon dreimal mehr Strom, als die knapp 10.000 Bürger in der Verbandsgemeinde Arzfeld verbrauchen. Die nächste Herausforderung ist die Versorgung mit regenerativer Wärme. „Dabei spielen Nahwärmenetze und Maßnahmen im Bereich der Energieeinsparung und Gebäudesanierung eine entscheidende Rolle“, meint Bürgermeister Kruppert.

„Das Beispiel Arzfeld zeigt, wie Kommunen mit Entschlossenheit und Geschick immer wieder neue Organisationsformen finden, um Anlagen der Erneuerbaren Energien zu bauen“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Gerade kleine Kommunen leisten damit einen großen Beitrag zur Energiewende.“