Ohne lokale Akteure keine Energiewende - das Projekt Energiewende Partnerstadt

Englisch   /  Portrait Marburg-Biedenkopf-Koscierzyna  / Portrait Pfaffenhofen-Galway Rückblick auf das Pilotprojekt

DSC_0446_72dpiPartnerschaften aus lokalen Akteuren und Energiewende - wie passt das zusammen? Wir denken sehr gut, denn wir stehen zwei großen Herausforderungen gegenüber. Zum einen gilt es, die europäische Idee zu stärken und die Verständigung zwischen den europäischen Bürgerinnen und Bürgern zu fördern. Dies geht am besten, wenn man neue Bekanntschaften schließt, alte Freundschaften pflegt und gemeinsam Ideen entwickelt. Zum anderen müssen wir unsere europäische Energieversorgung grundlegend umbauen, mit dem Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energien. Klima- und Umweltschutz gehen Hand in Hand mit einer unabhängigen Energieversorgung und bezahlbaren Preisen für Wirtschaft und Haushalte. Städte, Gemeinden und Stadtwerke sind hierbei wichtige Ansprechpartner, denn sie sind die Verwirklicher vor Ort. In fast jeder Stadt, jedem Landkreis, jeder Gemeinde oder jedem Dorf gibt es Menschen, die die Energiewende mit Leben füllen. Sie sammeln wichtige Erfahrungen und entwickeln innovative Ideen. Diese Erfahrungen und Innovationen wollen wir sichtbar machen.

Ziel des Projekts „Energiewende PartnerStadt“ ist, über Ländergrenzen hinaus Know-how und Erfahrungen zur lokalen Energiewende auszutauschen, den Technologietransfer im Bereich Erneuerbare Energien zu erleichtern und den Zusammenhalt in Europa zu unterstützen.

In den kommenden zwei Jahren werden sich die fünf Energiewende Partnerstadtpaare in Workshops und Veranstaltungen vernetzen, voneinander lernen sowie Exkursionen zu erfolgreichen Praxisbeispielen unternehmen. Mit dem Projekt werden sowohl Vorbild-Kommunen in ihrem Transformationsprozess unterstützt und das gegenseitige Verständnis für energiewirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Interessen vertieft als auch Ideen für die Herausforderungen der kommenden Jahre entwickelt: etwa der Übergang von Kohlestrom zu Erneuerbaren Energien oder die Förderung von Klimabildung oder die genossenschaftliche Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern.

Die Expertenjury, bestehend aus HVGP, AEE, AA, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem Verband kommunaler Unternehmen, hatte sich im März 2019 für die fünf Kooperationen auf Basis von eingereichten Projektideen entschieden.

Was wird gefördert?

An der Auftaktveranstaltung am 28. und 29. Mai 2019 kamen alle Kommunen in Berlin zusammen, um sich gegenseitig kennenzulernen und erste gemeinsame Planungen vorzunehmen. 

Zwei moderierte Online-Webinare bereiten die Workshops inhaltlich vor bzw. vertiefen die Erkenntnisse.

Ein Workshop bei einem der Partner dient der Initiierung neuer Projekte und hilft dabei, konkrete Lösungsvorschläge für Fragen und Hemmnisse zu entwickeln. Es können individuelle Workshops und Zeitpläne entworfen werden.

Abschlussveranstaltung 2. Halbjahr 2020: Damit ein Wissenstransfer zwischen allen Beteiligten ermöglich wird, können bei einer Abschlussveranstaltung die Ergebnisse der einzelnen Workshops präsentiert werden. Alle Akteure können sich auf der Veranstaltung vernetzen und somit einen nachhaltigen, dauerhaften Austausch zur lokalen Energiewende in Europa voranbringen.

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Energiewende PartnerStadt ist 2017 als Pilot-Projekt gestartet, welches geplante oder bestehenden Partnerkommunen durch Themen der Erneuerbaren Energien und der Energiewende erweitert. Städte, Gemeinden und Stadtwerke sind Vorreiter der Energiewende. Dabei kennt der Klimaschutz keine Grenzen: Das Projekt Energiewende PartnerStadt fördert den Austausch und die Vernetzung zu Energiewende-Themen von fünf europäischen Kooperationen. Durch den fachlich moderierten Dialog entsteht ein praxisbezogener Know-How- und Technologietransfer in Sachen Erneuerbarer Energien über Ländergrenzen hinweg.

Kontakt
Christina Hülsken
Telefon: (030) 200 535 40
E-Mail: c.huelsken@unendlich-viel-energie.de

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